TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Verbandsliga Mannschaft
  • hinten:
    Loris Maier, Patrick Tichy, Dimis Naoumis, Thomas Doser, Marc Mägerle, Michl Bauer, Leon Maier, Julian Geldner, Emanuel McDonald
    Mitte:
    Betreuer Bernd Dannhäußer, Spielleiter Rolf Wörner, Mannschaftsarzt Dr. Jochen Nufer, Physio Volker Max, Co-Trainer Darko Milosevic, Trainer Evangelos Sbonias, Torwart Trainer Salvatore Rivarolo, Team Manager Isaak Avramidis, Sportlicher Leiter Marc Erdmann, Sportvorstand Rüdiger Lüftner, Volksbank Vorstand Jürgen Schwab
    vorne:
    Benito Baez-Ayala, Jannik Dannhäußer, Mario Marinic, Oguzhan Biyik, Mika Wilhelm, Marcel Knauß, Michael Quattlender, Sascha Schmalz, Louis Wiesheu, David Kienast, Shqiprim Binakaj
    es fehlen Michele Varallo und Niklas Kalafatis
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Das Interview: Evangelos Sbonias, Trainer des Fußball-Verbandsligisten TSG Backnang, sieht den Aufstieg nicht als Selbstläufer

Aus der Backnanger Kreiszeitung vom 19.02.20 / Foto: Alexander Hornauer

Vom Kurs in Richtung direkter Wiederaufstieg in die Fußball-Oberliga will sich die TSG Backnang im zweiten Saisonabschnitt nicht mehr abbringen lassen. Bevor es für den Verbandsliga-Spitzenreiter am Samstag (14 Uhr, Etzwiesen) gegen Heimerdingen wieder um Punkte geht, warnt Trainer Evangelos Sbonias aber davor, das Titelrennen als Selbstläufer zu sehen. Im Interview äußert sich der 37-Jährige zu den aktuellen Personalsorgen, zu den Zu- und Abgängen im Winter sowie zu seiner persönlichen Zukunft.

Von Steffen Grün

Sie hatten Ihrer Mannschaft zu Beginn der Vorbereitung sechs harte und intensive Wochen versprochen. Haben Sie Wort gehalten?

Ja, aber das hatte mehr mit unserer Situation, weniger mit Trainingsinhalten zu tun. Wir mussten viele verletzungsbedingte Rückschläge verkraften und daher über weite Strecken mit einem sehr kleinen Kader arbeiten. Das bedeutete, dass die Jungs, die alle Einheiten mitgemacht haben, auch am Wochenende meistens 90 Minuten durchspielen mussten. Für die, die dabei waren, war es also sehr hart.

Fünf Tests brachten zwei Siege (4:0 in Steinbach, 2:0 gegen Bietigheim), zwei Remis (2:2 bei den Kickers, 1:1 gegen Bissingen) und eine Niederlage (1:3 in Hall). Wie bewerten Sie die Resultate, aber vor allem die Leistungen?

Wir hatten mit dem ersten Testspiel beim Landesligisten in Schwäbisch Hall einen Aussetzer. Das war sehr ernüchternd, danach wurde jedoch Tacheles geredet und die weiteren Spiele waren absolut okay – vor allem gegen die beiden Oberligisten. Aber auch gegen die unterklassigen Vereine, zumal wir kein Tor kassiert haben.

David Kienast verpasst die ganze Runde, mit Loris Maier und Benito Baez-Ayala kamen zuletzt zwei Langzeitverletzte dazu, bei Michl Bauer gibt es noch keine abschließende Diagnose. Wie schwer wiegen diese Ausfälle?

Ich will nicht rumjammern, aber die Ausfälle sind schon brutal für uns. Sollte tatsächlich auch Michl Bauer länger fehlen, wären es vier absolute Stammspieler. Das ist nicht so leicht zu verdauen, daran hat die Mannschaft auch zu knabbern.

Wird es in der Innenverteidigung eng, wenn Michl Bauer länger fehlen sollte, zumal Marc Mägerle die TSG im Winter verlassen hat?

Definitiv, wir hätten mit Thomas Doser und Patrick Tichy dann nur noch zwei gelernte Innenverteidiger. Das ist nicht üppig, keine Frage. Es gibt Jungs im Kader, die es im Notfall auch spielen könnten, aber viel darf nicht mehr passieren.

Welche Spieler würden infrage kommen?

Leon Maier und in einer gewissen Konstellation auch Oguzhan Biyik, wobei er die allerletzte Lösung wäre, weil er im zentralen Mittelfeld viel zu wichtig ist.

Marc Mägerle kam vor der Saison vom Oberligisten Göppingen, war quasi der Königstransfer und wechselte nun wieder in die Oberliga nach Neckarsulm, obwohl er bei Ihnen selten spielte. Warum hat es mit ihm nicht gepasst?

Es gibt Konstellationen im Fußball, die für Außenstehende komisch wirken. Wir haben uns das auch anders vorgestellt, als wir ihn geholt haben, sahen ihn mit seiner Erfahrung als Stütze in der Abwehr und Führungsspieler. Dass es letztlich nicht so gepasst hat, hatte verschiedene Gründe: Mal fiel er durch eine Verletzung, eine Erkrankung oder einen Urlaub aus, mal haben wir die Formation geändert. Es hat nie richtig gepasst für ihn, er kam nie in einen Rhythmus – am Ende hat man sich sauber und ohne böses Blut getrennt. Er ist ein guter Junge.

Jetzt könnte man ihn vielleicht brauchen...

Als die Entscheidung anstand, ihn abzugeben oder nicht, waren wir guter Dinge, dass Michl Bauer zurückkommt und wir drei Innenverteidiger haben – plus die Jungs, die es auch mal spielen können. Von daher war’s nicht eng. Jetzt ist es so gekommen, wir müssen damit umgehen.

Zudem ging Sascha Schmalz, der fast keine Rolle spielte. Es kamen Luka Milenkovic, Savino Marotta und Iosif Maroudis. Sind Sie mit dem Kader für den Rest der Runde zufrieden?

Die drei Transfers waren im Nachhinein absolut notwendig. Wir haben in der Vorbereitung teils mit zehn Feldspielern trainiert, das ist zu wenig. Wären diese drei Spieler nicht da, hätten wir nun eine sehr, sehr angespannte Personalsituation. Savino Marotta kann alle Positionen auf der rechten Seite spielen, Luka Milenkovic auf der linken. Iosif Maroudis kann in der Offensive viele Positionen bekleiden.

Sie sagten, Sie wollten grade wegen des komfortablen Siebenpunktepolsters auf das Verfolgerduo „ein sehr scharfes Auge auf viele Dinge“ richten. Gab’s schon Anlass zur Kritik?

Vielleicht in ein, zwei Dingen, die nichts mit dem Sportlichen zu tun haben. Interne Abläufe, die klar sein müssten, waren nicht so klar und mussten dem einen oder anderen mal wieder in Erinnerung gerufen werden. Darüber haben wir offen und ehrlich gesprochen, dann war’s auch okay. Das mit dem scharfen Auge hatte sich aufgrund der Personalsituation auch irgendwann erledigt und es ging darum, so gut wie möglich durch die Vorbereitung zu kommen und die Belastung so zu steuern, dass wir keinen verheizen. Wir haben trotzdem gut gearbeitet, und es müssen nicht irgendwelche Alarmglocken läuten.

Wie wichtig wäre es, nach der ersten Saisonniederlage im letzten Spiel des alten Jahres in Rutesheim nun gegen Heimerdingen mit einem Sieg ins neue Jahr zu starten?

Ich will das nicht zu hoch hängen, weil der Druck, den sich die Jungs selbst machen, schon groß genug ist. Sie wissen, dass alle Augen auf uns gerichtet sind und uns alle Teams

Niederlagen zufügen wollen. Fast alle haben gegen uns nichts zu verlieren, das ist nicht einfach. Man merkt es daran, dass Gegner bei uns 0:1 verlieren und nicht enttäuscht sind. Bei einem Remis steigt eine Party, bei einem Sieg ist es eine gefühlte Meisterschaft. Dennoch ist klar, dass ein Sieg im ersten Spiel nach der Winterpause sehr wichtig wäre.

Kann sich die TSG auf dem Weg zur direkten Oberliga-Rückkehr nur noch selbst stoppen oder sehen Sie noch ernsthafte Rivalen?

Hätte man gesagt, dass ein Team erst im ersten Rückrundenspiel die erste Saisonniederlage kassiert, 40 Zähler aus 17 Partien holt und trotzdem nur sieben Punkte Vorsprung hat, hätte das auch keiner gedacht. Von daher erübrigt sich die Frage, die Verfolger haben eine sehr hohe Qualität. Wir müssen weiterhin unsere Hausaufgaben machen, denn der Aufstieg ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Klappt es mit dem Aufstieg, wäre die TSG insofern kein normaler Neuling, als dass sie in der Abstiegssaison mit Ihnen als Coach das fünftbeste Rückrundenteam war. Sind die Roten schon jetzt ein gefühlter Oberligist?

Das sind wir schon die ganze Saison und das hat mit dieser Rückrunde zu tun, mit der wir uns hohen Respekt erarbeitet haben. Jeder hat irgendwie das Gefühl, wir hätten in der Verbandsliga nichts zu suchen, und der Abstieg ist ein Betriebsunfall, der korrigiert wird – aber das wird der Sache nicht gerecht. Man muss sehen, wo der Klub herkommt. Es war 2017 ein überraschender Oberliga-Aufstieg, in der ersten Saison war viel Euphorie im Spiel. Die Rückserie der Vorsaison und vor allem die Hinserie dieser Runde sind nicht selbstverständlich. Es gibt viele Beispiele von Vereinen, die nach einem Abstieg als Topfavorit galten und dann aufpassen mussten, nicht durchgereicht zu werden.

Ihr Vertrag läuft im Sommer aus. Gab’s schon Gespräche über eine Verlängerung oder wollen Sie die sportliche Entwicklung abwarten?

Seit ich hier bin, sind wir im ständigen, vertrauensvollen, offenen Austausch. Wir haben schon über die nächste Saison gesprochen, zeitnah folgt ein weiteres Gespräch und dann wird es recht zügig eine Entscheidung von meiner Seite geben.

Was für ein Angebot könnte Sie derart reizen, dass die TSG-Verantwortlichen um Marc Erdmann keine Chance auf Ihr Jawort haben?

Öffnet sich für mich auf welche Art auch immer die Türe zum Profifußball, würde ich das in Absprache mit meiner kleinen Familie (seit 30. Januar ist Sbonias Vater eines Sohns, Anm. d. Red.) wahrnehmen wollen. Ansonsten ist die TSG Backnang mein erster Ansprechpartner. Marc Erdmann weiß auch immer, was bei mir auf dem Tisch liegt oder auch nicht. Es geht offen und ehrlich zu.

Zu den wenigen Spielern, die noch nicht verlängert haben, gehört Torjäger Mario Marinic. Könnte er mit 35 Jahren und ab September dann schon 36 Jahren auch in der Oberliga noch einmal die Lebensversicherung sein oder muss die TSG schleunigst eine jüngere Version finden?

Wenn ich sehe, wie er zu 100 Prozent für diesen Sport lebt und wie er mit seinem Körper umgeht, dann ist es für mich gar keine Frage. Schön wäre es aber auch für ihn, wenn er vielleicht nicht immer so im Fokus stehen würde und auch nicht das Gefühl haben müsste, diese Lebensversicherung sein zu müssen. Das könnte ihm sogar noch einen kleinen Schub geben, aber er hat auf alle Fälle die Qualität, diese Verantwortung zu schultern.

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TSG Backnang zeigt sich trotz Personalnot in guter Form!

Verbandsliga-Spitzenreiter aus den Etzwiesen ringt dem Oberliga-Tabellenführer Stuttgarter Kickers im Testspiel ein 2:2 ab.
 
Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 27.01.20 / Foto: Joachim Koschler
 
Trifft der Spitzenreiter der Oberliga auf den Tabellenführer der Verbandsliga, dürfen sich die Fußballfans, auch wenn es sich nur um ein Testspiel handelt, auf unterhaltsame 90 Fußballminuten freuen. Und der SV Stuttgarter Kickers, als augenblicklicher Ligaprimus der Oberliga, und die TSG Backnang, als souveräner Herbstmeister der Verbandsliga, boten beim 2:2 auf dem neuen Kunstrasen des SV Hoffeld eine überaus ansehnliche Partie.
 
Allerdings hatten die Backnanger eine Hiobsbotschaft für ihre mitgereisten Anhänger parat. Loris Maier hatte sich im Training die Syndesmose gerissen. „Er ist umgeknickt“, erzählt Teammanager Isaak Avramidis. Am Dienstag wird der Rechtsfuß in Waiblingen nun operiert. Diese Saison wird er allerdings wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Zudem war Zwillingsbruder Leon Maier angeschlagen und konnte gegen die Blauen ebenfalls nicht auflaufen. Louis Wiesheu schlug sich ebenfalls mit einer Blessur herum und setzte sich eigentlich nur als Notnagel auf die Ersatzbank.
 

Während die Kickers mit ihrem großen Kader für jede Hälfte gleich zwei unterschiedliche Mannschaften aufbieten konnten, hatte Backnangs Coach Evangelos Sbonias mit Luka Milenkovic, Emanuel McDonald und Schlussmann Mika Wilhelm nur drei beschwerdefreie Akteure auf der Bank.Aber die Roten machten das Beste aus ihrer bescheidenen Personallage und boten, dem in die Regionalliga strebenden Gastgeber, stets Paroli. In der ersten Viertelstunde hatten die Backnanger auch die besseren Chancen. Nach neun Minuten legte Benito Baez-Ayala im gegnerischen Strafraum quer zu Julian Geldner, dessen Direktabnahme aus sechs Metern von Kickers-Schlussmann Thomas Bromma glänzend pariert wurde. Eine Zeigerumdrehung später landete eine Ecke von TSG-Kapitän Oguzhan Biyik auf dem Kopf des aufgerückten Patrick Tichy, doch ein Stuttgarter verhinderte per Kopf den durchaus möglichen Führungstreffer für die Gäste.Erst nach und nach kamen die Platzherren besser in die Partie. Cristian Giles Sanchez scheiterte nach 15 Minuten noch am linken Pfosten, doch sechs Minuten später traf er aus 16 Metern zur 1:0-Führung für die Elf aus Degerloch. Nun lief der Ball zwar etwas gefälliger durch die Reihen der Kickers, doch der Verbandsligist von der Murr hielt dagegen. In der 27. Minute spazierte Stuttgarts Torhüter Bromma mit dem Ball am Fuß sorglos durch den Strafraum. Er hatte aber nicht mit der Geschwindigkeit von TSG-Angreifer Niklas Kalafatis gerechnet. Der angelte sich das Leder und schob das Leder zum 1:1 über die Linie. Verdienter Lohn für Backnang, das sich jedoch in der 38. Minute, nach einem erneuten Abspielfehler im Mittelfeld, das 1:2 abermals durch Sanchez einhandelte.Für den zweiten Durchgang brachte Kickers-Trainer Ramon Gehrmann eine komplett neue Mannschaft. Die kam aber gegen eine vor allem kämpferisch überzeugende TSG-Elf nur schwer in die Gänge. Backnang agierte auf Augenhöhe und erzielte in der 72. Minute den verdienten Ausgleich. Einen Querpass von Kalafatis verwertete Mario Marinic zum 2:2. Beinahe hätte es den Roten noch zum Sieg gereicht, doch eine Minute vor dem Abpfiff scheiterte Oguzhan Biyik völlig freistehend vor dem eingewechselten Kickers-Schlussmann Tobias Trautner. Recht zufrieden zeigte sich der Trainer Backnangs Evangslos Sbonias. „Wichtig war für mich die Reaktion meines Teams nach dem verlorenen Spiel letzte Woche in Schwäbisch Hall. Da gab es unter der Woche deutliche Worte. Wir haben uns wieder auf die Basissachen konzentriert und Einiges davon umgesetzt.“

SV Stuttgarter Kickers: Bromma (46. Trautner) – Ludmann (46.Moos), Auracher (46. Feisthammel), Rieg (46. Jukic), Kammerbauer (46. Irion) – Obernosterer (46. Kling), Benkeser (46. Lulic) – Blank (46. Trkulja), Klauß (30. Freitas) – Braig (46. Braun), Giles Sanchez (46. Tunjic).

TSG Backnang: Knauss – Baez-Ayala, Tichy, Doser, Dannhäußer (46. Milenkovic) – Biyik – Geldner, Zimmermann (78. Wiesheu) – Kalafatis, Binakaj (46. McDonald) – Marinic.

Tore: 1:0 (21.) Giles Sanchez, 1:1 (27.) Kalafatis, 2:1 (38.) Giles Sanchez, 2:2 (72.) Marinic. – Schiedsrichter: Schöller (Calw). – Zuschauer: 300.

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Mario Marinic im Stile von Klaus Fischer -

Der Torjäger rettet Backnangs Verbandsliga-Fußballern mit einem Fallrückzieher in der Nachspielzeit ein 1:1 in Pfullingen

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 17.11.19 / Foto: Joachim Koschler

Es ist vollbracht. Mit dem 1:1 beim VfL Pfullingen beendete Fußball-Verbandsligist TSG Backnang die Vorrunde ohne Niederlage. Dabei sah es lange so aus, als sollte es die Murrtaler doch noch erwischen. Sie lagen bis in die Nachspielzeit hinten, ehe wieder einmal Torjäger Mario Marinic die Kohlen aus dem Feuer holte. Und er tat dies auch noch mit einem spektakulären Fallrückzieher.

TSG-Trainer Evangelos Sbonias setzte in der Abwehr erneut auf die Dreierkette mit Michl Bauer, Leon Maier und dem überragenden Patrick Tichy. Im Mittelfeld gaben Kapitän Oguzhan Biyik, Julian Geldner und Louis Wiesheu den Takt vor, insbesondere Wiesheu spielte richtig stark.

Der Tabellenführer drückte von Beginn an aufs Tempo. Schon nach 120 Sekunden verhinderte VfL-Keeper Tim Becker nach einem Marinic-Kopfball mit einer tollen Reaktion das Führungstor der Roten. Eine Zeigerumdrehung später scheiterte Shqiprim Binakaj mit einem Heber nahe der Strafraumgrenze. Die TSG war tonangebend und hatte mehrmals das 1:0 auf dem Fuß. Nur sporadisch kamen die Einheimischen aus der Deckung – etwa nach einer Viertelstunde, als Daniel Kühnbach Azevedo nach einem Konter frei im Fünfmeterraum stand und der aufmerksame Bauer die Backnanger vor dem Rückstand bewahrte. Dann herrschte wieder Einbahnstraßenfußball aufs Pfullinger Tor. Geldner (18.) sowie Leon Maier (21.) brachten die Kugel aber nicht im Kasten unter.

Die Etzwiesenkicker mussten sich zur Pause den Vorwurf gefallen lassen, mit ihren Torchancen zu schlampig umgegangen zu sein. Dazu kam in der Kabine noch die Hiobsbotschaft: Bauer hatte sich bei einer tollen Kopfballmöglichkeit kurz vor der Halbzeit eine Platzwunde zugezogen und musste raus. Für ihn kam Marc Mägerle. Im zweiten Durchgang ließen es die Roten etwas ruhiger angehen. Je länger die Nullnummer stand, desto mutiger wurde Pfullingen. Torchancen wurden zwar nur auf Backnangs Konto notiert, aber die waren spärlich und blieben ungenutzt. Marinic auf Pass von Wiesheu wurde auf Kosten einer Ecke gestoppt (57.), Loris Maier zielte vom Strafraumrand zu ungenau (70.).

In der 75. Minute ergoss sich dann die kalte Dusche über dem Favoriten. Mägerle unterlief im Mittelfeld ein fataler Fehlpass, die Einheimischen gingen dazwischen und Nico Seiz sorgte im Fallen für das Pfullinger 1:0. Der Spitzenreiter versuchte nach kurzem Schütteln aber alles, um die erste Pleite zu verhindern. Die Roten packten die Brechstange aus, zunächst ohne Erfolg. Der Referee ahndete das Zeitspiel des VfL mit fünf Extraminuten. In der zweiten hatte mal wieder der in der zweiten Hälfte bis dahin kaum in Erscheinung getretene Marinic einen großen Auftritt. Nach einem Rückpass von Michele Varallo auf Geldner und dessen Rechtsflanke schraubte sich im Strafraum der TSG-Torjäger in die Höhe und erzielte im Stile des legendären Klaus Fischer mit einem spektakulären Fallrückzieher das 1:1. Das Tor entzückte nicht nur die Gästefans, auch Pfullingens Anhänger spendeten Beifall. Das Remis war am Ende mehr als verdient und die Roten beendeten die erste Halbserie ungeschlagen. Für den VfL endete diese Partie mit einer Roten Karte: Der eingewechselte Christos Chatzimalousis hatte sich gegenüber dem Unparteiischen offenbar im Ton vergriffen.

VfL Pfullingen: Becker – Wagner, Schlecht, Tiryaki-Zeeb, Seiz – Yilmaz, Dünkel (88. Chatzimalousis) – Kühnbach Azevedo, Packert, Haussmann (63. Szalanszki) – Früh (33. Karasalihovic).

TSG Backnang: Knauss – Leon Maier, Tichy, Bauer (46. Mägerle) – Biyik, Geldner – Loris Maier, Wiesheu (72. Zimmermann), Dannhäußer, Binakaj (85. Varallo) – Marinic.

Tore: 1:0 (75.) Seiz, 1:1 (90.+2.) Marinic. – Rote Karte: (90.+4.) Chatzimalousis. – Schiedsrichter: Doering (Brigachtal). – Zuschauer: 210.

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TSG-Fußballer schlagen Bietigheim und holen Iosif Maroudis

Aus der Backnanger Kreiszeitung vom 17.02.20 / Foto: Tobias Sellmaier

Einen dritten und letzten Zugang in dieser Winterpause meldet Fußball-Verbandsligist TSG Backnang. Iosif Maroudis, der in Waiblingen geboren wurde und in Remshalden wohnt, verstärkt für den Rest der Saison die Roten. „Er wollte in der Rückrunde eigentlich pausieren“, sagt Teammanager Isaak Avramidis über den 21-Jährigen, der 2014 von der U 16 des VfB Stuttgart zum 1. FC Kaiserslautern wechselte, auf dem Betzenberg die weiteren Juniorenteams durchlief und zuletzt für die Zweite in der Oberliga Rheinland- Pfalz/Saar die Kickstiefel schnürte. Seit Juli 2019 war Maroudis vereinslos und hielt sich mehrere Wochen in den Etzwiesen fit, ohne dass eine Verpflichtung möglich schien. „Er wollte höher spielen“, berichtet Avramidis, doch nach dem Kreuzbandriss von Benito Baez-Ayala wagten die Verantwortlichen einen erneuten Anlauf. Nun mit Erfolg, der variabel einsetzbare, aber eigentlich im defensiven Mittelfeld beheimatete Spieler sagte zu.

Beim 2:0-Erfolg im letzten Testspiel gegen den Landesligisten Bietigheim mischte Maroudis bereits mit und sorgte mit einem schönen Schuss in der 90. Minute für den Endstand. Nicht weniger schön war das 1:0 (30.) von Michele Varallo, vor allem vor der Pause hätte der Verbandsliga- Spitzenreiter weitere Treffer erzielen können. Bitter ist aber, dass mit Michl Bauer ein weiterer Langzeitausfall droht. Er beendete am Freitag das Training, als Verdacht steht ein Mittelfußbruch im Raum.

TSG Backnang: Knauss – Leon Maier, Doser (46. Maroudis), Tichy, Dannhäußer (46. Milenkovic) – Geldner (46. Biyik/60. Naoumis), Wiesheu, Zimmermann – Marotta, Marinic, Varallo (46. Binakaj).

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Mägerle verlässt TSG Backnang, Suche nach Zugängen läuft!

Elf aus dem Murrtal will zahlenmßig und qualitativ noch einmal nachrüsten!
 
Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 27.01.20
Einen Abgang meldet die TSG Backnang. Weg ist Innenverteidiger Marc Mägerle, der erst vor dieser Saison vom Oberligisten SV Göppingen zum Etzwiesen-Verein gekommen war. Dort fasste der 28-Jährige aber nie richtig Fuß, kam an Michl Bauer und Patrick Tichy nicht vorbei. Nun wurde der Vertrag, der bis zum 30. Juni 2021 lief, aufgelöst. „Er ist auf uns zugekommen, da er aufgrund seiner geringen Einsatzzeiten nicht zufrieden war“, erklärt Teammanager Isaak Avramidis und hat Verständnis für den Schritt des Abwehrmannes: „Es hat einfach nicht gepasst.“
 
Dabei hatte Mägerle vor den sechs Monaten in Backnang mit den Stuttgarter Kickers II, dem CfR Pforzheim und Göppingen immerhin bereits drei Stationen in der Oberliga. Dort wird der Defensivmann übrigens auch künftig wieder am Ball sein, wechselt er doch vom Verbandsliga-Spitzenreiter zum Oberliga-Sechzehnten Neckarsulmer Sport-Union. Der Etzwiesen-Verein schaut sich angesichts der ausgedünnten Personaldecke allerdings nicht erst seit dem Abgang des Verteidigers sowie der Verletzung von Loris Maier nach Verstärkungen um. Es soll nicht nur bei Luka Milenkovic (SGV Freiberg) als Zugang bleiben. Das auch, da Michl Bauer (Mittelfußanbruch) wohl erst Anfang Februar wieder ins Training einsteigt. Gesucht wird deshalb nach Verstärkungen und Alternativen für die Außenbahnen und für die Defensive. Das auch weil Benito Baez-Ayala in der Rückrunde nicht permanent zur Verfügung steht. „Aus privaten Gründen fehlt er uns im März für zwei Spiele“, erzählt Avramidis und Vorstandsmitglied Marc Erdmann fügt an: „Wir führen das eine oder andere Gespräch mit potenziellen Zugängen.“
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Spitzenreiter muss sich mit Nullnummer begnügen - 

Backnangs Verbandsliga-Fußballer sind nach dem 0:0 beim kämpferisch starken TSV Berg bereits Herbstmeister

- Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 04.11.19 / Foto: Volker Müller

Nach einem torlosen Unentschieden beim TSV Berg bleiben die Verbandsliga-Fußballer der TSG Backnang ungeschlagen und so nebenbei sicherte sich die Etzwiesenelf bereits drei Spieltage vor Schluss der Vorrunde den inoffiziellen Titel eines Herbstmeisters. Davon können sich die Roten zwar nichts kaufen, aber nachdem die Konkurrenz erneut Federn ließ, bekommt die Rückkehr in die Oberliga immer konkretere Konturen.

Dass keiner seiner Schützlinge einen Freifahrtschein hat, bewies Trainer Evangelos Sbonias auch in Berg. Nach eher bescheidenen Trainingsleistungen fanden sich die Brüder Loris und Leon Maier zunächst auf der Ersatzbank wieder. In der Viererkette begann wieder Thomas Doser, der allerdings nach etwas mehr als einer halben Stunde wegen einer Verletzung gegen Marc Mägerle ausgetauscht werden musste. Aber vorneweg, auch Mägerle bot im Oberschwäbischen eine gute Partie und gab der Hintermannschaft des Teams aus dem Murrtal genug Stabilität.

Die hoch motivierten Gastgeber begannen aggressiv, suchten in jedem Zweikampf den Körperkontakt und schon nach fünf Minuten sah der ansonsten stark aufspielende Dan Constantinescu nach einem rüden Foul an Julian Geldner die Gelbe Karte. Eine Verwarnung mit Folgen, denn Sekunden vor dem Pausenpfiff sah der Berger Innenverteidiger nach einer völlig überzogenen Attacke, erneut gegen Geldner, die Ampelkarte.

Zuvor boten die Hausherren dem Tabellenführer aus dem Murrtal Paroli, wobei die Gäste die besseren Möglichkeiten hatten. So steuerte Shqiprim Binakaj nach 16 Minuten alleine auf den Strafraum der Hausherren zu, umspielte zwei Gegenspieler, am Ende wurde sein Schuss jedoch zur Ecke abgeblockt. Sechs Minuten später hatte Mario Marinic eine Riesenchance. Frei stehend hob er die Kugel jedoch am herausstürzenden TSV-Keeper Alin Constantinescu und übers Tor. In der 25. Minute hatten auch die Gastgeber eine Möglichkeit, doch TSG-Schlussmann Marcel Knauss bewies gegen Vlad Munteanu seine Klasse. Mit Gelb-Rot für Dan Constantinescu endete eine aufregende und von TSV-Trainer Oliver Ofentausek recht emotional gestaltete erste Halbzeit.

In Unterzahl warfen die Gastgeber alles in die Waagschale. Eine kämpferisch herausragende Leistung muss man dem TSV Berg attestieren, wenngleich die Etzwiesenelf auch im zweiten Durchgang die besseren Torchancen hatte. Marinic köpfte den Ball in der 52. Minute in aussichtsreicher Position zu schwach und vier Zeigerumdrehungen später zielte der Verbandsliga-Torjäger nach einer Binakaj-Flanke mit dem Kopf zu ungenau.

Die Roten hatten mit zunehmender Spieldauer zwar wesentlich mehr Spielanteile, doch vor dem Strafraum der Einheimischen waren die Backnanger oft mit ihrem Latein am Ende. Für viel Wirbel sorgte auf der linken Seite Jannik Dannhäußer, der eine Viertelstunde vor Schluss das Leder nur knapp am Berger Tor vorbeischoss. Eine tolle Chance hatte in der 81. Minute der eingewechselte Loris Maier, doch um Haaresbreite verfehlte sein Schuss von der Strafraumgrenze das Gehäuse der Gastgeber.

Die feierten nach dem Schlusspfiff das Unentschieden wie einen Sieg. Grund dazu hatte die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft um Kapitän Moritz Fäßler. Aber auch die Backnanger brauchten die Köpfe nicht hängen lassen. Sie durften den Jubel der Hausherren über den einen Zähler durchaus als Kompliment für die eigene Leistung verstehen.

Nach den überraschenden Niederlagen der Verfolger aus Ehingen, Essingen und Hollenbach können die Murrtaler mit dem einen Punkt gut leben. Am kommenden Samstag steht der TSG dann das Topspiel gegen den schärfsten Verfolger aus Schwäbisch Gmünd ins Haus.

TSV Berg: Alin Constantinescu – Damjanovic (64. Sburlea), Dan Constantinescu, Fäßler, Hodapp (70. Hummel) – Maucher, Frick – Kalteis (73. Wanner), Munteanu, Deutelmoser (83. Bozoglu) –Kittel.

TSG Backnang: Knauss – Bauer, Doser (35. Mägerle), Tichy – Geldner, Biyik (67. Zimmermann) Baez-Ayala (53. Leon Maier), Binakaj, Dannhäußer – Varallo (63. Loris Maier), Marinic.

Gelb-Rot: (45./Berg) Dan Constantinescu. – Schiedsrichter: Angenendt (Ulm) – Zuschauer: 200.

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Fußball-Verbandsligist TSG Backnang gewinnt Testspiel beim Bezirksligisten Steinbach nach torloser erster Halbzeit noch mit 4:0

Aus der Backnanger Kreiszeitung vom 10.02.20 / Foto: A. Hornauer

Am Ende war das Testspiel zwischen dem Bezirksligisten SV Steinbach und den zwei Spielklassen höher angesiedelten Verbandsliga-Fußballern der TSG Backnang doch noch eine klare Sache. Nach torloser erster Halbzeit machten die Roten im zweiten Durchgang des Derbys deutlich mehr aus den herausgespielten Chancen und siegten 4:0.

Im ersten Durchgang war die Etzwiesenelf zweimal dicht dran an einem Treffer, doch Julian Geldner (19.) und Mario Marinic (25.) trafen nur die Latte. Bereits zwei Minuten nach Wiederbeginn spielte sich Marvin Zimmermann geschickt in den Steinbacher Strafraum und sorgte fürs 1:0. Die TSG drehte nun auf. In der 52. Minute boxte der starke SVS-Keeper Antun Kemenovic einen 16-Meter-Schuss von Zimmermann aus dem rechten Tordreieck. Eine Zeigerumdrehung später parierte Steinbachs Torhüter einen Foulelfmeter von Shqiprim Binakaj. Bei den Gastgebern ließen nun die Kräfte nach. In der 56. Minute spielte Binakaj auf Marinic, der Torjäger vollendete zum 2:0. Eine schöne Einzelleistung des auffälligen Zimmermann führte in der 68. Minute zum 3:0. Den Schlusspunkt setzte Michele Varallo (85.).

Backnangs Trainer Evangelos Sbonias war zufrieden. „Am Ende hat man den Unterschied zwischen beiden Teams gesehen. Es ist zurzeit nicht einfach für meine Elf, denn durch die vielen verletzten und angeschlagenen Spieler müssen viele Akteure neben den harten Trainingseinheiten auch in den Testspielen über die volle Distanz gehen.“ Entsprechend froh war Sbonias, „dass sich kein weiterer Spieler verletzt hat“.

Auch Steinbachs Coach Hakan Keskin war zufrieden, denn: „Wir haben eine ordentliche erste Hälfte gespielt.“

SV Steinbach: Kemenovic – Bössenecker (72. Kalkan), Goncalves, Thienst, Sälzle (60. Hermann) – Warwash, Gruber – Ünal, Weishäupl (38. Kost), Abraham – Sailer. – TSG Backnang: Knauss (46. Wilhelm) – Marotta (62. Naoumis), Doser, Tichy (75. Weber), Milenkovic (46. Dannhäußer) – Geldner (75. Juric) – Wiesheu, Zimmermann, Binakaj – Varallo, Marinic. – Tore: 0:1 (47.) Zimmermann, 0:2 (56.) Marinic, 0:3 (68.) Zimmermann, 0:4 (85.) Varallo. – Schiedsrichterin: Wacker (Großerlach).

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Erste Saisonniederlage für Etzwiesen-Elf

Backnangs Verbandsliga-Fußballer rutschen auf Rutesheimer Kunstrasen aus – Spitzenreiter verliert zum Rückrundenstart mit 1:3

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 30.11.19 - Foto: Alexander Hornauer

Jetzt ist es passiert. Ausgerechnet im letzten Spiel vor der Winterpause kassierte die TSG Backnang ihre erste Saisonniederlage. Beim SKV Rutesheim verlor der Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga gestern Abend mit 1:3. „Rutesheim hat verdient gewonnen“, gestand TSG-Trainer Evangelos Sbonias ein, nachdem die stolze Serie von 16 Partien ohne Niederlage gerissen war.

Ein Beinbruch ist der Ausrutscher auf dem zwar neuen, aber dennoch glitschigen Rutesheimer Kunstrasen für die Etzwiesen-Elf wohl nicht. Ärgerlich ist das 1:3 gegen einen starken, aggressiven und schnell umschaltenden Gegner aber doch. Denn die TSG war es selbst, die den Gastgeber ins Spiel brachte. Nachdem das Team von Trainer Evangelos Sbonias in der Anfangsphase recht souverän wirkte, durch einen 14-Meter-Schuss von Louis Wiesheu nach 13 Minuten durchaus verdient auch in Führung ging, ließ sich die TSG nach und nach das Zepter aus der Hand nehmen. Hinzu kam eine Ampelkarte für Routinier Shqiprim Binakaj kurz vor der Halbzeit, die den Backnangern eine Unterzahl bescherte. Gelb-Rot für den ehemaligen Drittliga-Spieler der SG Sonnenhof war sicher nicht der Knackpunkt, aber ein herber Schlag für die TSG war es schon.

Es war vor der Pause der Höhepunkt eines schleichenden Prozesses, mit dem die Hausherren dem Spitzenreiter den Zahn zogen. Immer wieder ging der SKV robust in die Zweikämpfe, eroberte zusehends mehr und mehr Bälle im Mittelfeld und schaltete dann blitzschnell um. Die eher großzügige Linie von Schiedsrichter Manuel Mahler in Sachen Zweikampfführung taten ihr Übriges, dass Backnang zusehends die Kontrolle verlor. Ersten Rutesheimer Halbchancen folgte in der 21. Minute der verdiente Ausgleich. Nach einem Backnanger Einwurf eroberte Rutesheim einmal mehr den Ball, dann ging es erneut schnell und vorne schloss Salvatore Catanzano das schöne Doppelpassspiel mit Robin Münst mit dem 1:1 souverän ab. Was folgte, war keine Reaktion der Gäste, sondern immer wieder dasselbe Muster. Die TSG baute auf, der SKV ging rustikal dazwischen und konterte. Torwart Marcel Knauss und viel Einsatz der Backnanger Abwehr verhinderten ein zweites Gegentor.

In Unterzahl geriet der Spitzenreiter nach der Pause schnell mit 1:2 in Rückstand. Wieder ein Ballverlust im Spielaufbau und erneut traf Catanzano (47.). Backnang antwortete danach mit der vielleicht besten Phase der gesamten Partie. Zu Zehnt nahm die TSG die Partie kurz in die Hand. Die Versuche von Mario Marinic (49.) sowie Leon Maier (56. und 61.) gingen aber knapp daneben. Auf der anderen Seite bot sich den Hausherren eine gute Kontergelegenheit nach der anderen. SKV-Kapitän Christopher Baake (53.) sowie Münst (65. und 66.) scheiterten am starken Knauss oder zielten knapp vorbei. In der 76. Minute war es aber soweit. Zwar parierte der TSG-Torwart erneut erst gegen Münst, dann auch noch den abgefälschten Nachschuss aus 16 Metern von Tobias Gebbert, doch gegen den Abstauber von Münst war er machtlos. Das 3:1 war die Entscheidung, obwohl sich die TSG mühte. Fakt ist aber auch, dass die Gastgeber einem vierten Tor näher waren, als die Gäste einem Anschlusstreffer. Trainer Sbonias gestand ein: „Rutesheim hat verdient gewonnen. Wir haben in allen Mannschaftsteilen einfach zu viele Fehler gemacht.“

SKV Rutesheim: Bär – Trefz, Kogel, Rudloff – Schneider, Baake (90.+4 Schüller), Gebbert, Alberici (85. Müller) – Münst, Uslu (90.+3 Bischoff) – Catanzano (89. Hertenstein).

TSG Backnang: Knauss – Leon Maier, Bauer (69. Mägerle), Tichy (51. Zimmermann), Dannhäußer – Biyik – Loris Maier (82. Varallo), Wiesheu (74. McDonald), Geldner, Binakaj – Marinic.

Tore:0:1 (13.) Wiesheu, 1:1 (21.), 2:1 (47.) Catanzano, 3:1 (76.) Münst. – Gelb-Rot: Binakaj (45.). – Schiedsrichter: Mahler (Ingersheim). – Zuschauer: 350.

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Verbandsliga-Spitzenreiter behauptet sich nach zwei frühen Toren gegen den FC Heiningen

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 28.10.19 / Foto: Alexander Hornauer

Die TSG Backnang bot im Verbandsliga-Heimspiel gegen den FC Heiningen zwar nur Fußballmagerkost, doch am Ende siegte der Tabellenführer mit 2:1. Da die Konkurrenz patzte, baute die Etzwiesenelf ihren Vorsprung auf satte zwölf Zähler aus. „Wir müssen uns für einen Sieg nicht entschuldigen“, lautete die Ansage von Evangelos Sbonias. Der TSG-Coach war zwar alles andere als erfreut über die Vorstellung seiner Schützlinge, aber wenn der Gegner die Schwächen nicht nutzt, liegt die Schuld sicherlich nicht an den Roten. Sbonias stellte von Dreier- auf Viererkette um. Dafür blieb Thomas Doser auf der Bank und Marvin Zimmermann rückte ins Team.

Nach drei Minuten zappelte der Ball im gegnerischen Netz. Eine Linksflanke von Jannik Dannhäußer landete beim mitgelaufenen Loris Maier, der jedoch am herausstürzenden Gästekeeper Emre Tekin scheiterte, doch den Abpraller brachte Marinic zur Führung über die Torlinie. Nach einer Viertelstunde legten die Roten nach. Einen Pass von Shqiprim Binakaj beförderte Marinic nach dreimaligem Nachfassen zum 2:0 ins Gästetor. Der Vorsprung sorgte offenbar für Sorglosigkeit in den Reihen der Einheimischen. Eine Minute nach dem zweiten Treffer patzte Biyik bei einem Rückpass, doch André Kriks wusste mit dem Geschenk nichts anzufangen. Diese Szene war der Startschuss für ein Offensivspektakel des FC Heiningen. Nach 18 Minuten verkürzte Kriks auf 1:2. Vier Zeigerumdrehungen später lenkte TSG-Keeper Marcel Knauss einen Distanzschuss von Kriks an den Querbalken. In der 27. Minute verfehlte Heiningens Kapitän Benjamin Kern das Backnanger Tor nur um Haaresbreite. Zehn Minuten später köpfte Lennart Ruther das Leder nach einer Ecke aus sechs Metern am Kasten vorbei. Von den Hausherren kam vor der Pause überhaupt nichts mehr.

Sbonias nahm sich seine Mannen in der Pause zur Brust. Er forderte mehr Konzentration in der Defensive und beim Spielaufbau. Zunächst sah es auch so aus, als hätten es seine Spieler verstanden. Eine Minute nach Wiederbeginn lenkte Heiningens Torhüter einen Schuss von Binakaj um den Pfosten. 120 Sekunden später legte Julian Geldner die Kugel auf den Fuß des herannahenden Loris Maier, doch aus zehn Metern traf der Backnanger nur ein Abwehrbein der Gäste. Danach war es aber wieder dahin mit den Offensivbemühungen der Platzherren. Die TSG verwaltete ihren knappen Vorsprung und hielt die Heininger weitgehend vom eigenen Strafraum weg. Erst nach 70 Minuten gab es mal wieder eine Chance für die Gastgeber. Nach einer Flanke von Binakaj köpfte Marinic den Ball aus fünf Metern aufs Gästetor, doch Torhüter Tekin verhinderte einen weiteren Treffer mit einem tollen Reflex. In der Schlussphase versuchten es die Gäste mit der Brechstange. Ein Kopfball von Kriks landete auf dem Querbalken.

TSG Backnang: Knauss – Leon Maier, Tichy, Bauer (56. Doser), Dannhäußer – Biyik – Geldner, Zimmermann (66. Baez-Ayala) – Loris Maier (59. Varallo), Binakaj (90. Mägerle) – Marinic. – FC Heiningen: Tekin – Rössler, Reichert, Roos, Nuding – Lennart Ruther, Gromer (63. Hamamci), Kern, Edwardson (63. Yannick Ruther) – Kriks, Hölzli. – Tore: 1:0 (3.) Marinic, 2:0 (15.) Marinic, 2:1 (18.) Kriks. – Schiedsrichter: Woldai (Filderstadt). – Zuschauer: 220.

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