TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Oberliga Mannschaft
  • hinten:
    Daniel Lang, Julian Geldner, Mario Marinic, Marvin Schmid, Thomas Doser, Tyrone Reyinger, Matej Maglica, Patrick Tichy, Julian Schiffmann
    Mitte:
    Jürgen Schwab (Vorstandsmitglied Volksbank Backnang), Marc Erdmann, Physiotherapeut Volker Max, Frank Sigle, Bernd Dannhäusser, Rolf Wörner, Dr. med. Jochen Nufer, Torspielertrainer Joan Sara, Co-Trainer Darko Milosevic, Trainer Andreas Lechner
    vorne:
    David Kienast, Louis Wiesheu, Oguzhan Biyik, Mika Wilhelm, Marcel Knauss, Michael Quattlender, Benito Baez-Ayala, Giosue Tolomeo, Jannik Dannhäusser
    es fehlen Loris Maier, Leon Maier, Paul Weber, Michl Bauer und Nino Galle
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Backnanger Kreiszeitung am 03.12.2018        In Unterzahl einen Punkt geholt
Fußball-Oberligist TSG Backnang erkämpft sich nach zwei Platzverweisen beim FC Villingen ein 0:0

Mit einer starken Vorstellung beim Titelanwärter und Vizemeister FC 08 Villingen verabschiedeten sich die Oberligafußballer der TSG Backnang in die Winterpause. Eine halbe Stunde lang boten sie in zweifacher Unterzahl dem Favoriten Paroli. Mit Glück wäre mehr drin gewesen als ein torloses Unentschieden.
Von Dieter Gall  
Eine Umstellung von Trainer Evangelos Sbonias sorgte nicht nur bei der Mannschaft, auch bei den spärlich mitgereisten Fans der TSG, für eine positive Überraschung. David Kienast, der aus einer in kämpferischer und läuferischer Hinsicht völlig überzeugenden Etzwiesenelf herausragte, wurde im linken Mittelfeld nach vorne gezogen, hinter ihm verteidigte Jannik Dannhäußer und fühlte sich dort besser aufgehoben als in der Offensive.

Ansonsten vertraute Sbonias seiner Formation aus den vorangegangenen Partien. Wie zuletzt hatten die Backnanger mehrmals Gelegenheit, in Führung zu gehen. Nach drei Minuten tauchte Kienast nach einem tollen Pass von Oguzhan Biyik vor dem FC-Kasten auf, doch aus 16 Metern brachte er nur ein Schüsschen zustande. Die Roten gaben weiter den Ton an. Nach einer Viertelstunde rauften sich die TSG-Anhänger die Haare. Nach einer Flanke von Kienast stand Daniel Lang im Fünfmeterraum der Hausherren völlig frei, bugsierte die Kugel aber aus zwei Metern übers Villinger Gehäuse.

Doch damit nicht genug. Nach 17 Minuten beförderte Kienast das Leder aus 18 Metern übers Tor der Platzherren. Sechs Minuten später landete ein Kopfball von Lang am linken Pfosten. Flankengeber war Giosue Tolomeo, der wenig später zwei bemerkenswerte Auftritte hatte. In der 26. Minute staubte er zur vermeintlichen Führung ab, doch Referee Digeser entschied auf Abseits. Drei Zeigerumdrehungen später stieg Tolomeo an der Mittellinie etwas zu hart gegen einen Gegenspieler ein und Digeser zückte sofort die Rote Karte. Eine überzogene Maßnahme, die den Platzherren einen zahlenmäßigen Vorteil einbrachte.

Vor dem Wechsel war den Gästen klar, dass die Gastgeber in Überzahl mehr Druck entfachen werden. Aber nur eine Möglichkeit für Damian Kaminski (57.) sprang heraus. Im Mittelpunkt stand dabei TSG-Keeper Marcel Knauss, der mit einer Rettungsaktion einen Rückstand verhinderte. Die Roten hielten Villingen problemlos vom eigenen Strafraum fern und ließen die Angreifer der Hausherren überhaupt nicht zur Entfaltung kommen.

In der 64. Minute kam es aber noch dicker für Biyik und Co. Matej Maglica, der in der ersten Hälfte nach einem Foul schon Gelb gesehen hatte, musste nach einer erneuten Verwarnung mit der Ampelkarte das Spielfeld verlassen. Aber die Backnanger rückten nun noch mehr zusammen und boten in der letzten halben Stunde eine beherzte Vorstellung. Jeder TSG-Akteur kämpfte entschlossen um wenigstens einen Zähler und Villingen wusste mit seinen Freiräumen wenig anzufangen. Nach dem Schlusspfiff lagen sich die völlig entkräfteten Murrtaler in den Armen und bewiesen: Die TSG ist noch lange nicht abgestiegen.

FC 08 Villingen: Mendes Cavalcanti – Tadic, Ovuka, Chiurazzi, Patrick Haag (71. Yanick Haag) – Wehrle (61. Stark), Serpa (46. Bak) – Weißhaar, Yahyaijan (46. Vochatzer) – Haibt, Kaminski. – TSG Backnang: Knauss – Bauer, Doser, Maglica – Tolomeo, Biyik, Dannhäußer (81. Baez-Ayala) – Wiesheu (88. Loris Maier), Geldner, Kienast – Lang (70. Leon Maier). – Rote Karte: (31.) Tolomeo. – Gelb-Rot: (64.) Maglica. – Schiedsrichter: Digeser (Starzach). – Zuschauer: 450.

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Backnanger Kreiszeitung am 12.11.2018   Etzwiesen-Elf geht selbst beim Schlusslicht leer aus
Backnangs Oberligafußballer verlieren in Friedrichstal mit 0:2 – Überraschende Rückkehr von Mario Marinic bringt der TSG nichts
Von Uwe Flegel
Backnangs Oberligafußballer schlittern immer tiefer in die Krise. Beim Tabellenletzten Germania Friedrichstal verlor die Elf aus den Etzwiesen mit 0:2. Dabei half der TSG auch das unerwartete Comeback von Torjäger Mario Marinic herzlich wenig. Der schwache Start und die beiden frühen Gegentore von Tim Baumgärtner (3.) sowie Claudio Ritter (21.) waren vom Drittletzten aus dem Murrtal beim Neuling nicht mehr wettzumachen.

Vorstandsmitglied Marc Erdmann und Trainer Andreas Lechner waren sich nach dem herben Rückschlag in Sachen Abstiegskampf schnell einig: Die schnelle Führung der Gastgeber war Gift für die Nerven der angeschlagenen Gäste. „Da kam alles zusammen, was wir nicht brauchten“, sagte Erdmann zu dem, was er in der dritten Minute mitansehen musste. Erst verursachte Verteidiger Thomas Doser unnötig einen Eckball für den Aufsteiger aus der Karlsruher Ecke, dann flog die Kugel am unentschlossen wirkenden TSG-Schlussmann Marcel Knauß vorbei auf den zweiten Pfosten und dort brachte Baumgärtner das Leder zwischen zwei auf der Linie stehenden Backnanger Abwehrspielern hindurch zum 1:0 für Friedrichstal im Tor unter. „Wenn man sich viel vornimmt und dann so früh in Rückstand gerät, dann wird der Rucksack schon arg schwer“, sagte Coach Lechner zu der Szene und zu dem, was danach auf dem Spielfeld folgte.

Denn nach 21 Minuten lagen die Schwaben bereits 0:2 zurück. Diesmal war’s ein Fehler im Spielaufbau der Gäste, der den Hausherren einen Konter ermöglichte, den Claudio Ritter erfolgreich abschloss. Es war nicht der Tag der Backnanger. Das hatte sich zuvor schon in der Offensive gezeigt. Denn als Daniel Lang in der zehnten Minute nach einem Pass von Doser frei vor Friedrichstals Torhüter Sören Hemmelgarn stand und regelwidrig zu Fall gebracht wurde, blieb der Pfiff von Schiri Michael Hieber aus. Schlecht für die TSG. Noch schlechter: Es war die einzige und letzte Möglichkeit der Murrtaler in der gesamten Partie.

Marc Erdmann machte nach der Begegnung dann auch nicht lange rum, ob die Niederlage gerecht war oder nicht: „Wenn du in 90 Minuten eine einzige Torchance herausspielst, dann ist das zu wenig.“ Schon zur Halbzeit hatte sich der Macher der Etzwiesen-Elf geärgert und über die Spielweise seiner Mannschaft geurteilt: „Das ist zu statisch, ohne Tempo und ohne Ideen. Wenn hier noch was gehen soll, dann bedarf es einer extremen Leistungssteigerung.“

Kurz und knapp gesagt: Die blieb aus. Denn der Drittletzte schaffte es nicht, die Defensive der Gastgeber in Verlegenheit zu bringen. Selbst die überraschende Rückkehr von dem lange wegen einer Knieverletzung fehlenden Torjäger Mario Marinic änderte daran nichts. Marc Erdmann berichtete: „Wir waren zwar überlegen, aber nur in den Zonen, in denen es nicht zählt.“ Im gegnerischen Strafraum ging auf jeden Fall nichts und TSG-Vorstandsmitglied Erdmann war nach dem heftigen Schlag ins Backnanger Kontor entsprechend enttäuscht: „Zu diesem Auftritt fällt mir nicht mehr viel ein.“

Germania Friedrichstal: Hemmelgarn – Diringer, Höniges, Kranich, Weiß – Di Giorgio (77. Wobbe), Arnejo (86. Laschuk), Baumgärtner, Yörükoglu, Ritter (90. Durmaz) – Rödling (90. Kyei).

TSG Backnang: Knauß – Leon Maier, Doser (80. Baez-Ayala), Bauer, Dannhäußer – Geldner, Bihik, Wiesheu (61. Loris Maier), Schiffmann – Lang, Marinic (72. Maglica).

Tore: 1:0 (3.) Baumgärtner, 2:0 (21.) Ritter.

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Backnanger Kreiszeitung am 29.10.2018   Zum sechsten Mal in Serie kein Tor erzielt    Fußball-Oberligist TSG Backnang verliert zu Hause gegen Neuling Ilshofen mit 0:2 und versinkt immer tiefer im Abstiegskampf
Die Sorgenfalten auf der Stirn der TSG-Fußballer werden immer größer. Bei der 0:2-Heimpleite gegen Neuling TSV Ilshofen blieb Backnang im sechsten Oberligaspiel in Serie ohne eigenen Torerfolg, nur ein Punkt sprang in diesem Zeitraum heraus. Mit den Treffern von Spielertrainer Ralf Kettemann und dem eingewechselten Lukas Lienert schickten die Gäste die Roten endgültig ins Tal der Tränen.
Von Dieter Gall

Fassungslosigkeit bei den Fans des Etzwiesenvereins und Ratlosigkeit bei seinen Spielern beherrschten die Szenerie nach dem Abpfiff. Wieder einmal standen die Schützlinge von Trainer Andreas Lechner mit leeren Händen da und suchten verzweifelt nach Erklärungen. Nichts hatte im Duell mit Ilshofen unversucht bleiben sollen, um die Durststrecke endlich überwinden zu können. So schreckten die Einheimischen auch nicht davor zurück, die Begegnung auf dem von so manchem Anhänger nicht gerade ins Herz geschlossenen Kunstrasen auszutragen. Doch auch diese Maßnahme griff letztlich ins Leere, spielerisch konnten die Hausherren kaum Akzente setzen. Vom Lob des Rivalen für eine starke kämpferische Leistung konnten sich die TSG-Fußballer nichts kaufen.

Für den gesperrten Giosue Tolomeo war Patrick Tichy auf die rechte Abwehrseite gerückt, der wieder einsatzbereite Michl Bauer bildete mit Thomas Doser die Innenverteidigung. Aber bereits nach sechs Minuten musste die Abwehr einen Gegentreffer hinnehmen. Der 18-Meter-Freistoß von Kettemann flog über Backnangs Mauer und unhaltbar für Michael Quattlender zur 1:0-Gästeführung in das TSG-Gehäuse. „Da gab es nichts zu halten“, nahm Lechner seinen Torwart, der mal wieder der Beste im TSG-Trikot war, in Schutz.

Ein früher Dämpfer für den angekündigten Tatendrang der Einheimischen, die sich zwar rasch vom Rückstand erholten, aber mit den wenigen Torchancen keinen Schaden beim Gegner anrichten konnten. Julian Schiffmanns Schuss wurde nach zehn Minuten zur Ecke abgewehrt, eine Direktabnahme von David Kienast landete knapp neben dem linken Pfosten.

Die beste Möglichkeit für die Roten ergab sich nach 25 Minuten für den aufgerückten Doser, der nach einem Freistoß von Kapitän Oguzhan Biyik im Strafraum völlig frei zum Kopfball kam, die Kugel aber weit über den Kasten beförderte. Ilshofen überstand diese TSG-Drangperiode schadlos und rettete die knappe Führung ohne allzu große Probleme in die Pause.

In den ersten Minuten nach dem Wechsel drängten die von ihrem Anhang angefeuerten Backnanger vehement auf den Ausgleich. Der emsige Julian Geldner zog aus 20 Metern beherzt ab, doch Gäste-Keeper Karel Nowak lenkte das Leder mit einer spektakulären Einlage über die Latte. Lediglich 120 Sekunden später landete ein Freistoß aus dem Mittelfeld bei Jannik Dannhäußer. Der passte nach innen, doch Schiffmann brachte den Ball im Fünfmeterraum nicht richtig unter Kontrolle. Nur eine Zeigerumdrehung später kam Geldner im Ilshofener Strafraum zum Schuss, doch Nowak hatte damit keine Mühe.

So schnell wie der rote Angriffswirbel begonnen hatte, so schnell war er wieder vorbei. Die Gäste bekamen die Partie wieder unter Kontrolle, hielten die TSG-Kicker fast mühelos vom Strafraum fern. Mit den Einwechslungen von Lienert und Simon Wilske bewies TSV-Trainer Kettemann ein glückliches Händchen. Das Duo sorgte in der 75. Minute für die Vorentscheidung. Wilske enteilte Backnangs Defensive auf der linken Abwehrseite und flankte unbedrängt in den Strafraum, wo Lienert zum 2:0 abschloss. Damit war die Messe gelesen, die Roten ließen die Köpfe hängen Es war am Ende ein verdienter Erfolg für den Neuling, der die Abstiegssorgen der Hausherren weiter vergrößert.

TSG Backnang: Quattlender – Tichy, Doser, Bauer, Kienast – Biyik, Leon Maier (66. Loris Maier) – Schiffmann, Geldner, Dannhäußer (66. Hoti) – Lang.

TSV Ilshofen: Nowak – Yarbrough, Mbodji, Egner, Murphy – Kandazoglu (46. Lienert), Kettemann – Rummler (67. Wilske), Weidner (61. Wackler) - Schelhorn, Lindner (77. Varallo).

Tore: 0:1 (6.) Kettemann, 0:2 (75.) Lienert. – Schiedsrichter: Forster (Oberderdingen). – Zuschauer: 250.

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Backnanger Kreiszeitung am 26.11.2018   Rückschlag für die Elf aus den Etzwiesen    Oberliga-Kellerkind Backnang zeigt sich in der Offensive zu abschlussschwach und unterliegt in Ravensburg deshalb mit 0:2

Tore sind im Fußball der entscheidende Faktor. Das zeigte sich beim 0:2 der TSG Backnang beim FV Ravensburg einmal mehr. Die Abschlussschwäche des Oberligadrittletzten sorgte dafür, dass die Murrtaler die weite Heimreise mit leeren Händen antreten mussten. Ohne ihren Torgaranten Mario Marinic ist die TSG nur die Hälfte wert. Auf der anderen Seite war es Mittelstürmer Rahman Soyudogru, der beide Treffer markierte.  Von Dieter Gall

Nach dem unerwarteten Punktgewinn gegen Titelanwärter Freiberg waren die Backnanger zuversichtlich ins Oberschwäbische gefahren. Trainer Evangelos Sbonias schenkte derselben Elf wie in der Vorwoche das Vertrauen und ließ sein Team erneut mit einer Dreierkette auflaufen. Zu Beginn der Partie sah es für das Kellerkind aus den Etzwiesen auch recht gut aus. Dennoch lief Backnang nach einer Viertelstunde einem Rückstand hinterher. Auf der rechten Abwehrseite der TSG nutzte Felix Schäch seinen Freiraum ungeniert aus, dribbelte bis zur Grundlinie und seine wohlgetimte Flanke wuchtete FVR- Kapitän Rahman Soyudogru aus fünf Metern mit dem Kopf zum 1:0 ins Backnanger Gehäuse.

Danach verflachte die Begegnung zusehends. Torchancen waren hüben wie drüben Mangelware. Nach etwa einer halben Stunde rissen die Gäste das Spiel wieder an sich. In der 39. Minute wurde TSG-Dauerläufer Julian Geldner im gegnerischen Strafraum unsanft von hinten umgestoßen, doch die Pfeife von Schiedsrichters Lars Erbst blieb stumm. Ein Elfmeter wäre sicher vertretbar gewesen. Eine Zeigerumdrehung später kam Daniel Lang an der Strafraumgrenze frei stehend an den Ball, doch landete sein wenig platzierter Schuss in den Armen des Ravensburger Torwarts Haris Mesic.

Im zweiten Durchgang waren die Backnanger das spielbestimmende Team, doch erneut vergaben die Roten die große Chance zum Ausgleich. In der 52. Minute war es abermals Daniel Lang, der nach einem Pass von Kapitän Oguzhan Biyik im gegnerischen Strafraum nur ein laues Schüsschen zustande brachte.

Weitaus effektiver zeigten sich sechs Minuten später die Gastgeber. Nach einem Freistoß von halbrechts setzte sich Rahman Soyudogru nochmals mit dem Kopf gegen die hochgewachsenen Backnanger Abwehrrecken durch und erhöhte auf 2:0 für die Oberschwaben. Damit war die Vorentscheidung gefallen, zumal so mancher Gästespieler, obwohl noch genügend Zeit war, den Kopf hängen ließ.

Sbonias versuchte, mit den Einwechslungen von Paul Weber, Loris Maier und Jannik Dannhäußer seiner Elf neues Leben einzuhauchen. Eine Maßnahme, die nicht fruchtete. In der 87. Minute versuchte es der unglücklich agierende Lang per Kopfball aus kurzer Distanz und in der fünften Minute der Nachspielzeit brachte der Stürmer aus fünf Metern nur einen Kullerball zustande.

Ziemlich ernüchtert verließ der TSG-Tross nach dem Abpfiff das Stadion im Wiesental. Der kleine Lichtblick nach der Punkteteilung gegen Freiberg war schnell vorbei und einmal mehr mussten sich die Backnanger eingestehen, dass der Kampf um den Ligaverbleib einer Herkulesaufgabe gleichkommen wird.

FV Ravensburg: Mesic – Samuel Boneberger, Jeggle, Altmann, Strauß – Reiner, Gbadamassi (60. Hörtkorn) – Burhan Soyudogru (67. Zimmermann), Schäch – Jona Boneberger (35. Chrobok), Rahman Soyudogru (74. Schachtschneider).

TSG Backnang: Knauss – Bauer, Doser, Maglica – Tolomeo (79. Dannhäußer), Biyik, Kienast – Wiesheu (74. Loris Maier), Geldner, Schiffmann (60. Weber) – Lang.

Tore: 1:0 (14.), 2:0 (58.) Rahman Soyudogru. – Schiedsrichter: Erbst (Gerlingen). – Zuschauer: 250.

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Kellerkind zieht die Reißleine

Backnangs Fußball-Oberligist trennt sich von Andreas Lechner – Co-Trainer Darko Milosevic übernimmt beim Drittletzten vorläufig

Diese Niederlage war zu viel. Nach dem 0:2 beim Schlusslicht FC Germania Friedrichstal trennte sich Backnangs Fußball-Oberligist von Trainer Andreas Lechner. Vorstandsmitglied Marc Erdmann beteuert, dass ihm die Entscheidung wehtut, der Verein aber einen Impuls setzen will. Nach acht sieglosen Spielen in Folge benötigt die TSG dringend eine Trendwende. Wer die einleiten soll, ist unklar. Ein Lechner-Nachfolger wird noch gesucht.

Aus der Backnanger Kreiszeitung vom 13.11.18

Ein Blick ins Gesicht von Marc Erdmann spricht Bände: Das für die erste Mannschaft der TSG zuständige Vorstandsmitglied hat nicht gut geschlafen. Die 0:2-Niederlage in der Karlsruher Ecke und ihre Folgen haben ihm eine denkbar schlechte Nacht beschert. „Die Entscheidung tut mir grundsätzlich und auch menschlich weh, aber die Leistung von Friedrichstal war Anlass, die Situation neu zu bewerten“, begründet er, warum sich der Drittletzte nun doch vom Coach getrennt hat. Denn in der Vorwoche hatte der Klub Andreas Lechner noch das Vertrauen ausgesprochen. Nach der Niederlage im Kellerduell war das Geschichte. „Zu statisch, ideenlos, fehlerhaft“, urteilt Erdmann über die 90 Minuten und sagt bitter enttäuscht: „Ich habe die Elf selten so schwach gesehen.“ Es fällt das Wort „unterirdisch“ und Unverständnis über einen solchen Auftritt: „Was mich vor allem wurmt, das ist die Art und Weise.“

Ein Satz, der auch vom bisherigen Trainer kommt, wenn es darum geht, dass ihm der Stuhl vor die Tür gestellt wurde. „Die Art und Weise war nicht okay“, sagt Andreas Lechner dazu. Der 41-Jährige erinnert an die Rückenstärkung von Klubseite vor einer Woche und fügt an: „Fünf Tage später war das Vertrauen weg.“ Wobei der bisherige Coach weiß, dass sein Team in den vergangenen Wochen alles andere als überzeugt hat und im Fußball vor allem Ergebnisse zählen. Die stimmten eigentlich nur zu Beginn der Saison und im Pokal, in dem die Etzwiesenelf trotz starker Gegner wie Oberliga-Spitzenreiter Stuttgarter Kickers oder dem Drittligisten VfR Aalen im Viertelfinale steht. In der Punktrunde wartet der Verein jedoch seit dem 15. September (3:1 gegen Göppingen) auf einen Sieg. Mit nur acht Punkten nach 15 Saisonspielen und zuletzt acht Partien in Folge ohne Dreier ist die TSG mittlerweile auf den drittletzten Platz abgerutscht.

Einig sind sich Erdmann und Lechner, dass Coach und Mannschaft in jüngster Vergangenheit auch viel Pech hatten. „Das Spielglück war sicher nicht auf der Seite unseres Trainers“, sagt das Vorstandsmitglied und führt als Beispiel den Fakt an, dass Backnang nach den Verletzungen von Mario Marinic und Daniel Lang einige Begegnungen ohne oberligatauglichen Stürmer auskommen musste. Eine Tatsache, die der Coach bisher nicht groß in den Vordergrund stellte, nun aber bekennt: „Ich hätte nicht gedacht, dass ein Spieler so wichtig sein kann.“ Dabei spricht er von Mario Marinic, der nicht nur als Torjäger, sondern auch als Typ für diese Mannschaft extrem wichtig sei. So bedeutend, dass der Angreifer in Friedrichstal auf dem Platz stand, obwohl er nach seiner Knie-Operation eigentlich noch nicht richtig fit dafür war. Ein Risiko, das sich bekanntlich nicht auszahlte und an dessen Ende nun die Trennung von Lechner steht. Dabei sagt Erdmann über seinen nunmehr Ex-Trainer: „Ich schätze ihn weiterhin als Fußballfachmann.“ Einer, dessen Arbeit in den Etzwiesen unter keinem guten Stern stand.

Vielleicht hat der Nachfolger von Andreas Lechner ja mehr Glück. Wer das sein wird, weiß Marc Erdmann im Moment noch nicht. Vorläufig wird Co-Trainer Darko Milosevic den Chefposten übernehmen, nächsten Samstag beim Heimspiel gegen den Nachbarn aus Freiberg vermutlich auch auf der Bank das Sagen haben und dann an jemand übergeben, „der die Sache ohne Vorbelastung angeht“, so Erdmann, der sich in einem sicher ist: „Die Mannschaft braucht einen neuen Impuls, der von außen kommt.“

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Die Backnanger Kreiszeitung am 22.10.2018

TSG-Fußballer im Pech

Fußball-Oberligist aus Backnang verliert in Pforzheim mit 0:1 und Giosue Tolomeo mit Rot

Es ist wie verhext: Die TSG-Fußballer bekommen den Ball einfach nicht im gegnerischen Tor unter. Auch im Oberligaspiel beim 1. CfR Pforzheim hielt die Torflaute der Backnanger an. Zu allem Überfluss sah Giosue Tolomeo nach einer Fehlentscheidung des Unpartei-ischen nach 25 Minuten die Rote Karte.
Von Dieter Gall

Zuversichtlich sahen die mitgereisten TSG-Fans der Partie am Rande des Schwarzwaldes entgegen. Erst recht, als in der Aufstellung der Gäste mit Daniel Lang die in den letzten Begegnungen schmerzlich vermisste Sturmspitze auftauchte. Paul Weber spielte neben Kapitän Oguzhan Biyik den defensiven Part im Mittelfeld, Julian Geldner nahm die Position im rechten Mittelfeld ein.

So müsste man eigentlich den Pforzheimern Paroli bieten können, dachten sich die Backnanger Anhänger. Die mussten aber schon nach wenigen Minuten erkennen, dass ihre Elf nach vier torlosen Punktspielen nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzend auf dem Platz stand. Die Goldstädter legten mächtig los und schnürten die Roten in der Anfangsphase in ihrer Hälfte ein. Nach fünf Minuten bewahrte der ausgezeichnete TSG-Schlussmann Michael Quattlender gegen den freistehenden Tim Oman und den Nachschuss von Dominik Salz seine Farben vor einem frühen Rückstand. Nach zehn Minuten köpfte der aufgerückte CfR-Innenverteidiger Bogdan Cristescu den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Quattlender und dessen Vorderleute hatten alle Hände voll zu tun, um den Überblick zu wahren. Die Unterstützung aus dem Mittelfeld heraus fehlte. Bei jedem Ballkontakt war die Unsicherheit der Schützlinge von Trainer Andreas Lechner zu erkennen.

Nach 25 Minuten lieferten sich Backnangs Rechtsverteidiger Tolomeo und Oman ein Laufduell in der Hälfte der Gäste. Tolomeo spitzelte das Leder zurück zu seinem Torhüter, der Pforzheimer ließ sich theatralisch fallen. Obwohl noch zwei Backnanger Verteidiger hinter dem Ball waren, entschied der Referee auf Notbremse. Mit Rot war für den TSG-Akteur die Partie vorzeitig beendet.

Jetzt wurde es für Biyik und Co. immer schwieriger einen gescheiten Spielaufbau zu starten. Glück hatten die Roten nach etwas mehr als einer halben Stunde, als Quattlender mit Unterstützung von Geldner gegen den durchgebrochenen Hakan Aslantas in höchster Not zum Eckball rettete. Der TSG-Torhüter machte vier Minuten später auch eine tolle Chance von Dominik Salz zunichte. Das Glück des Tüchtigen hatte der Schlussmann schließlich drei Minuten vor dem Pausenpfiff, als Dominik Salz aus zehn Metern nur den Außenpfosten traf.

Mit einem für die Gäste recht schmeichelhaften torlosen Remis ging es in die Kabine. Dort versuchte Trainer Lechner, sein personell dezimiertes Team auf eine weitere laufintensive zweite Hälfte vorzubereiten. Für Weber rückte Leon Maier ins Team. In der 54. Minute brachte die TSG-Hintermannschaft das Leder nicht aus der Gefahrenzone. Die Kugel fiel im Strafraum vor die Füße von Laurin Masurica, der mit einem fulminanten Linksschuss die Hausherren in Führung schoss. Von diesem Schock erholten sich die Etzwiesenkicker jedoch recht schnell. Sechs Minuten später hatte Yannik Dannhäußer nach einer Flanke von Engjell Hoti eine gute Chance, doch aus acht Metern köpfte er den Ball über den Pforzheimer Kasten. Vier Zeigerumdrehungen danach passte Lang im Strafraum der Gastgeber quer zum mitgelaufenen Thomas Doser, doch ein Abwehrbein der Gastgeber verhinderte den möglichen Ausgleich. In der Schlussviertelstunde hatten die Platzherren mehrmals die Möglichkeit, den Sack vorzeitig zuzumachen. Entweder wurden die Konter zu schlampig zu Ende gespielt oder stand, wie in der 76. Minute, dem Geschoss von Stanley Ratifo der Querbalken im Weg. In der Nachspielzeit warfen die Roten alles nach vorne. Beinahe hätte es auch noch mit einem Treffer geklappt. Ein Kopfball von Doser aus sechs Metern wurde jedoch von einem Pforzheimer von der Torlinie gekratzt. Mit hängenden Köpfen verließen die Backnanger das Spielfeld, aber trotz allen Einsatzes der Gäste muss der Sieg der Schwarzwälder als verdient bezeichnet werden.

1. CfR Pforzheim: Manuel Salz – Aslantas, Cristescu, Grupp, Masurica – Saito, Tardelli – Zinram, Oman (68. Ratifo) – Lushtaku (87. Yilmaz), Dominik Salz (81. Ando).

TSG Backnang: Quattlender – Tolomeo, Doser, Bauer, Kienast (83. Maglica) – Biyik, Weber (46. Leon Maier) – Geldner, Dannhäußer – Hoti, Lang (71. Schiffmann).

Tor: 1:0 (54.) Masurica. – Rote Karte: Tolomeo (25./TSG). – Schiedsrichter: Reuter (Frankfurt). – Zuschauer: 300.

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Backnanger Kreiszeitung am 19.11.2018   Dem Favoriten einen Punkt abgetrotzt   Fußball-Oberligist TSG Backnang verschafft dem neuen Trainer Evangelos Sbonias mit dem 1:1 gegen Freiberg eine gute Premiere
Ausgerechnet gegen Titelanwärter SGV Freiberg stoppten Backnangs Oberligafußballer ihre Pleitenserie. Beim Debüt von Trainer Evangelos Sbonias trotzten sie den Gästen mit einer starken kämpferischen Leistung, bei der auch ihr spielerisches Potenzial aufblitzte, ein 1:1 ab. Oguzhan Biyik hatte für die in Hälfte eins besseren Roten vorgelegt, doch Maximilian Rohr nutzte kurz vor der Pause einen Fehler in der TSG-Abwehr zum Ausgleich.
Von Dieter Gall
Nach der Trennung von Andreas Lechner waren Backnangs Anhänger auf die erste Startelf unter Nachfolger Evangelos Sbonias gespannt. Wunderdinge waren vom neuen Mann an der Seitenlinie nicht zu erwarten, doch er hatte sich mit seinem Team akribisch auf Freiberg vorbereitet.

So überraschte Sbonias nicht nur die Fans mit einer Dreierkette, in der sich mit Matej Maglica ein Spieler fand, der sich zuletzt in der Bezirksligaelf die Spielpraxis holte. Vorneweg: Auch wenn der neue Trainer nach der Partie keinen seiner Akteure explizit loben wollte, waren sich die Beobachter doch einig, dass Maglica eine tadellose Vorstellung abgeliefert hatte.

Aber auch die anderen Etzwiesenkicker überzeugten. Herausragend war dabei die Vorstellung von Kapitän Oguzhan Biyik, der die Räume vor der Abwehr zusammen mit David Kienast und Giosue Tolomeo eng machte. Er war es auch, der nach einer Viertelstunde für Jubel unter dem Viadukt sorgte. Kurz nach der Mittellinie erkämpfte sich der Taktgeber den Ball, lief noch ein Stück und zog aus 18 Metern beherzt ab. Unhaltbar für den SGV-Keeper Thomas Bromma landete die Kugel zur frühen Führung im Freiberger Kasten.

Die Gäste zeigten sich beeindruckt und sahen sich weiteren Backnanger Angriffen ausgesetzt. Nur 180 Sekunden nach dem 1:0 boxte Bromma einen weiten Ball gerade noch rechtzeitig vor Julian Schiffmann weg. In der 23. Minute passte Daniel Lang zu dem mitgelaufenen Schiffmann, dessen Versuch aus kurzer Distanz jedoch zu schwach war. Erst nach 40 Minuten wurde die erste echte Torchance für Freiberg notiert. David Müller zog aus 18 Metern ab, doch TSG-Torwart Marcel Knauss lenkte den Ball zur Ecke ab. Eine Minute später freuten sich die Gäste über den Ausgleich durch Rohr, der eine Uneinigkeit in Backnangs Hintermannschaft eiskalt zum 1:1-Pausenstand nutzte. Backnang hatte es versäumt, seine Überlegenheit im ersten Durchgang in weitere Tore umzumünzen.

Im zweiten Abschnitt hatte Aufstiegsaspirant Freiberg mehr Ballbesitz, doch die erste klare Möglichkeit hatten erneut die Murrtaler. In der 63. Minute köpfte Michl Bauer die Kugel nach einem Freistoß von Biyik von der Torauslinie zurück auf Julian Geldner, der den Schuss aus zehn Metern aber etwas zu hoch ansetzte. Mit zunehmender Spielzeit stieg die Spannung rund um den Kunstrasenplatz in den Etzwiesen. Während Freiberg das Spiel kontrollierte, versuchten es die Roten mit Nadelstichen in der Offensive. Fast hätte es auch geklappt, denn in der zweiten Minute der Nachspielzeit stand der eingewechselte Paul Weber plötzlich einschussbereit im Strafraum. Statt seinen Freiraum zum Abschluss zu nutzen, wollte er abspielen. Ein Versuch, der an einem Freiberger Abwehrbein scheiterte. Die Fans rauften sich die Haare, ob der vergebenen Torchance.

Letztlich wurde aber der eine Punkt bejubelt, der für die Moral sehr wichtig ist und hoffen lässt, dass die TSG den Kampf um den Ligaverbleib nun richtig annimmt.

TSG Backnang: Knauss – Bauer, Doser, Maglica – Tolomeo, Biyik, Kienast – Wiesheu (72. Weber), Geldner – Lang (71. Loris Maier), Schiffmann.

SGV Freiberg: Bromma – Braun (87. Öztürk), Zagaria, Rohr, Gentner – Kröner (32. Fossi), Müller – Kutlu, Uygun (63. Marotta) – Muzliukaj, Sökler.

Tore: 1:0 (15.) Biyik, 1:1 (41.) Rohr. – Schiedsrichter: Schlegel (Unterstadion). – Zuschauer: 450.

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Backnanger Kreiszeitung am 05.11.2018     Erneute Schlappe für die TSG     Fußball-Oberligist aus Backnang zieht beim Tabellennachbarn SV Linx mit 1:4 den Kürzeren
Die Talfahrt der TSG Backnang in der Fußball-Oberliga nimmt bedenkliche Formen an. Auch beim Tabellennachbarn in Linx verließen die Roten mit einer 1:4-Schlappe als Verlierer das Spielfeld. Dabei sah es bis zu Pause noch recht gut für das Etzwiesenteam aus.
Von Dieter Gall
Es ist momentan nicht vergnügungssteuerpflichtig, sich ein Spiel der Etzwiesenelf anzuschauen. Vor allem die treuen TSG-Fans müssen einem leidtun. Leidenschaftlich feuern sie ihre Jungs an, um am Ende gefrustet und mit leeren Händen die Heimfahrt ertragen zu müssen.

Die Durststrecke der Murrtaler sollte in Linx eigentlich ein Ende nehmen. Bis zur Pause sah es für die Gäste auch ziemlich verheißungsvoll aus. Nachdem sich in der ersten Viertelstunde die Partie weitgehend im Mittelfeld ohne nennenswerte Torchancen abspielte, versuchte es TSG-Angreifer Daniel Lang in der 16.Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. SV-Keeper Norman Riedinger hatte damit zwar seine Probleme, verhinderte aber einen Rückstand.

Fünf Minuten später zappelte die Kugel dann auf der gegenüberliegenden Seite im Tornetz. Auf der rechten Backnanger Abwehrseite bekam Patrick Tichy den Linxer Linksaußen Jean-Gabriel Dussot nicht in den Griff. Der Franzose konnte unbedrängt nach innen flanken, wo Adrian Vollmer im Fünfmeterraum völlig freistehend zur 1:0-Führung für die Hausherren einköpfte.

Ein Nackenschlag für die Roten, die sich aber schnell davon erholten und ein paar Minuten später das Kommando auf dem Platz übernahmen. Wieder war es Lang, der in der 27. Minute mit seinem Distanzschuss an Torhüter Riedinger scheiterte. Aber die Backnanger ließen nun nicht locker. Nachdem Julian Geldner in der 34. Minute knapp übers gegnerische Gehäuse geköpft hatte, leistete Leon Maier in der 41. Minute eine tolle Vorarbeit für Lang, der nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte und nach langer Zeit die Torflaute bei der TSG beendete.

Der Ausgleichstreffer spornte die Gäste noch weiter an. Die Abwehr der Gastgeber hatte Schwerstarbeit zu verrichten und konnte froh darüber sein, dass die Schützlinge von Trainer Andreas Lechner mit ihren Chancen nichts anzufangen wussten. Weder Gelder (42.), noch der aufgerückte Tichy mit seinem Kopfball (45.) verpassten den bis dahin sicherlich nicht unverdienten Führungstreffer.

Der starke Auftritt ihrer Mannschaft kurz vor der Pause machte den TSG-Anhängern frischen Mut und ließ ein paar davon vom lang ersehnten dritten Saisonsieg träumen. Jedoch schon zehn Minuten nach dem Seitenwechsel gab es für die Roten die kalte Dusche. Nach einem Freistoß der Platzherren stand Marc Rubio im Backnanger Strafraum sträflich frei und war zur 2:1-Führung erfolgreich. Dieser Treffer zeigte Wirkung bei den Gästen, die den Faden zusehends verloren. Nur zehn Minuten später war es erneut Dussot, der die TSG-Hintermannschaft alt aussehen ließ und den eingewechselten Nathan Recht glänzend in Szene setzte. Linx führte mit 3:1 – der Widerstand der Backnanger war damit endgültig gebrochen. Das Selbstvertrauen der TSG-Kicker war nach der Niederlagenserie eh schon am Boden. Obwohl noch etwas mehr als 20 Minuten zu spielen waren, gab es bei den TSG-Fans keine Hoffnung mehr. Auch die Akteure auf dem Feld ließen zunehmend die Köpfe hängen, Torchancen der Gäste blieben aus. Es kam allerdings noch dicker für die Roten, denn in der 83. Minute schloss Rubio einen Konter mit dem 4:1 ab. Damit ließen es die gewiss nicht übermächtigen Hausherren bewenden. Während Linx weiter in Richtung gesichertes Mittelfeld marschiert, verliert Backnang zusehends den Blick zum rettenden Ufer.

SV Linx: Riedinger – Dennis Kopf, Dennis Kopf, Schmider, Feist – Adrian Vollmer (84. Barzewitsch), Merkel – Henkel (56. Recht), Dussot (84. Schindler) – Tine (65. Gülsoy), Rubio. – TSG Backnang: Quattlender – Tichy (70. Loris Maier), Doser, Bauer, Kienast – Biyik, Leon Maier – Schiffmann, Geldner, Dannhäußer – Lang. – Tore: 1:0 (21.) Vollmer, 1:1 (41.) Lang, 2:1 (56.) Rubio, 3:1 (67.) Recht, 4:1 (83.) Rubio. – Schiedsrichter: Zanke (Neulingen). – Zuschauer: 200.

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Backnanger Kreiszeitung am 15.10.2018
Der TSG fehlt es an der Durchschlagskraft     Fußball-Oberligist aus Backnang zieht vor 1500 Zuschauern im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers mit 0:2 den Kürzeren
Auch die TSG Backnang konnte die Erfolgsserie der Stuttgarter Kickers in der Fußball-Oberliga nicht stoppen. Durch zwei Treffer von Abdenour Amachaibou nahmen die Gäste aus Degerloch verdient alle drei Punkte mit. Die Backnanger mühten sich zwar redlich, aber im Angriff fehlte es den Roten einfach an der notwendigen Durchschlagskraft.
Von Dieter Gall

Rund 1500 Zuschauer, die meisten aus Stuttgart, gaben der Partie im Etzwiesenstadion den gebührenden Rahmen. Die Kickers-Fans verhielten sich anständig und fair, machten die Auswärtspartie an der Murr zum Heimspiel. Am Sieg der Gäste gab es letztlich nichts zu lamentieren. Die Stuttgarter hatten mehr Ballbesitz und die Partie stets im Griff.

Bei den Hausherren merkte man einmal mehr das Fehlen der kompletten Angriffsreihe. Engjell Hoti und Julian Geldner hatten gegen die aufmerksame Kickers-Abwehr einen schweren Stand. Auf der anderen Seite rieben sich die Angreifer der Blauen aber auch an der Backnanger Hintermannschaft ziemlich auf. Die Partie entwickelte sich zäh, Torchancen waren an einer Hand abzuzählen.

Nach 20 Minuten hatten die Gastgeber eine erste, aber hochkarätige Möglichkeit. Loris Maier zog aus zehn Metern volley ab und verfehlte nur um Zentimeter das Stuttgarter Gehäuse. Nach einer halben Stunde waren dann auch die Kickers an der Reihe. Michael Klauß verfehlte das Ziel nach einer Ecke per Kopfball nur knapp. In der 39. Minute hatte TSG-Angreifer Hoti nach einem Freistoß von Oguzhan Biyik eine Chance, aber gegen die von Tobias Feisthammel glänzend organisierte Hintermannschaft der Gäste gab es kein Durchkommen.

Drei Zeigerumdrehungen später gingen die Blauen in Front. Allerdings ging dem Führungstreffer von Amachaibou ein klares Foul an TSG-Verteidiger Giosue Tolomeo voraus. Der Backnanger wurde von hinten umgestoßen, was dem ansonsten recht unauffällig wirkenden Schiedsrichter Jochen Rottner entgangen war. Amachaibou stand goldrichtig und nutzte seinen Freiraum aus.

Nach dem Wechsel gab es dasselbe Bild. Die Stuttgarter waren Herr im fremden Haus, kontrollierten das Geschehen auf dem Platz. Die Hausherren mühten sich, um auf Augenhöhe zu bleiben. Während sich die Gäste immer mehr dem Verwalten der Führung zuwendeten, versuchten sich die Platzherren, wenigstens mit Standards Gefährlichkeit auszustrahlen. Aber diese Waffe blieb ziemlich stumpf. Weder Eckbälle noch Freistöße von Kapitän Oguzhan Biyik waren von Erfolg gekrönt. Die Partie plätscherte so vor sich hin, bis in der 63. Minute Amachaibou zum zweiten Mal zuschlagen konnte. Feisthammel scheiterte zunächst, doch der Kicker-Torschütze schaltete schneller als die Backnanger Hintermannschaft und staubte zum 2:0 ab. Damit war das Spiel nach etwas mehr als einer Stunde eigentlich schon entschieden. Die Roten zeigten sich beeindruckt und brachten keinen gescheiten Angriff mehr zustande. Während die Kickers nun als Tabellenführer grüßen, müssen sich die Backnanger weiterhin mit einem Abstiegsplatz begnügen.

TSG Backnang: Quattlender – Tolomeo, Bauer, Doser, Kienast – Biyik, Leon Maier (82. Wiesheu) – Loris Maier (66. Schiffmann), Dannhäußer – Geldner, Hoti.

SV Stuttgarter Kickers: Castellucci – Jäger, Auracher, Feisthammel, Ludmann – Halili (80. Miftari), Klauß – Kling (64. Blank), Amachaibou (64. Schaller) – Badiane, Tunjic (90. Stepcic).

Tore: 0:1 (43.) Amachaibou, 0:2 (63.) Amachaibou. – Schiedsrichter: Rottner (Poppenweiler). – Zuschauer: 1500.

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MikaWilhelm

Mika
Wilhelm

Position: Torspieler
Rückennummer: 30
Jahrgang: 1999
MarcelKnauss

Marcel
Knauss

Position: Torspieler
Rückennummer: 1
Jahrgang: 1996
MichaelQuattlender

Michael
Quattlender

Position: Torspieler
Rückennummer: 25
Jahrgang: 1987
JannikDannhäußer

Jannik
Dannhäußer

Position: Abwehr
Rückennummer: 23
Jahrgang: 1995
ThomasDoser

Thomas
Doser

Position: Abwehr
Rückennummer: 18
Jahrgang: 1989
MichlBauer

Michl
Bauer

Position: Angriff
Rückennummer: 26
Jahrgang: 1998
LeonMaier

Leon
Maier

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 12
Jahrgang: 1999
TyroneReyinger

Tyrone
Reyinger

Position: Abwehr
Rückennummer: 5
Jahrgang: 1996
MarvinSchmid

Marvin
Schmid

Position: Abwehr
Rückennummer: 2
Jahrgang: 1996
PatrickTichy

Patrick
Tichy

Position: Abwehr
Rückennummer: 20
Jahrgang: 1993
GiosueTolomeo

Giosue
Tolomeo

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 4
Jahrgang: 1994
OguzhanBiyik

Oguzhan
Biyik

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 7
Jahrgang: 1986
JulianGeldner

Julian
Geldner

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 6
Jahrgang: 1996
DavidKienast

David
Kienast

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 31
Jahrgang: 1989
LorisMaier

Loris
Maier

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 16
Jahrgang: 1999
JulianSchiffmann

Julian
Schiffmann

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 11
Jahrgang: 1991
PaulWeber

Paul
Weber

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 8
Jahrgang: 1993
LouisWiesheu

Louis
Wiesheu

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 24
Jahrgang: 1998
BenitoBaez-Ayala

Benito
Baez-Ayala

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 21
Jahrgang: 1989
MatejMaglica

Matej
Maglica

Position: Abwehr
Rückennummer: 14
Jahrgang: 1998
DanielLang

Daniel
Lang

Position: Angriff
Rückennummer: 9
Jahrgang: 1992
MarioMarinic

Mario
Marinic

Position: Angriff
Rückennummer: 10
Jahrgang: 1984
NinoGalle

Nino
Galle

Position: Angriff
Rückennummer: 15
Jahrgang: 1999
AndreasLechner

Andreas
Lechner

Trainer


DarkoMilosevic

Darko
Milosevic

Co-Trainer


JoanSara

Joan
Sara

Torspieler Trainer

VolkerMax

Volker
Max

Physiotherapeut

FrankSigle

Frank
Sigle

Team Manager

RolfWörner

Rolf
Wörner

Spielleiter

Isaak Avramidis

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Avramidis

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