TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Oberliga Mannschaft
  • hinten:
    Daniel Lang, Julian Geldner, Mario Marinic, Marvin Schmid (nicht mehr im Verein), Thomas Doser, Tyrone Reyinger (nicht mehr im Verein), Matej Maglica, Patrick Tichy, Julian Schiffmann
    Mitte:
    Jürgen Schwab (Vorstandsmitglied Volksbank Backnang), Marc Erdmann, Physiotherapeut Volker Max, Frank Sigle, Bernd Dannhäusser, Rolf Wörner, Dr. med. Jochen Nufer, Torspielertrainer Joan Sara, Co-Trainer Darko Milosevic, Trainer Andreas Lechner (nicht mehr im Verein)
    vorne:
    David Kienast, Louis Wiesheu, Oguzhan Biyik, Mika Wilhelm, Marcel Knauss, Michael Quattlender, Benito Baez-Ayala, Giosue Tolomeo, Jannik Dannhäusser
    es fehlen Loris Maier, Leon Maier, Paul Weber, Michl Bauer und Nino Galle
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Backnanger Kreiszeitung am 19.11.2018   Dem Favoriten einen Punkt abgetrotzt   Fußball-Oberligist TSG Backnang verschafft dem neuen Trainer Evangelos Sbonias mit dem 1:1 gegen Freiberg eine gute Premiere
Ausgerechnet gegen Titelanwärter SGV Freiberg stoppten Backnangs Oberligafußballer ihre Pleitenserie. Beim Debüt von Trainer Evangelos Sbonias trotzten sie den Gästen mit einer starken kämpferischen Leistung, bei der auch ihr spielerisches Potenzial aufblitzte, ein 1:1 ab. Oguzhan Biyik hatte für die in Hälfte eins besseren Roten vorgelegt, doch Maximilian Rohr nutzte kurz vor der Pause einen Fehler in der TSG-Abwehr zum Ausgleich.
Von Dieter Gall
Nach der Trennung von Andreas Lechner waren Backnangs Anhänger auf die erste Startelf unter Nachfolger Evangelos Sbonias gespannt. Wunderdinge waren vom neuen Mann an der Seitenlinie nicht zu erwarten, doch er hatte sich mit seinem Team akribisch auf Freiberg vorbereitet.

So überraschte Sbonias nicht nur die Fans mit einer Dreierkette, in der sich mit Matej Maglica ein Spieler fand, der sich zuletzt in der Bezirksligaelf die Spielpraxis holte. Vorneweg: Auch wenn der neue Trainer nach der Partie keinen seiner Akteure explizit loben wollte, waren sich die Beobachter doch einig, dass Maglica eine tadellose Vorstellung abgeliefert hatte.

Aber auch die anderen Etzwiesenkicker überzeugten. Herausragend war dabei die Vorstellung von Kapitän Oguzhan Biyik, der die Räume vor der Abwehr zusammen mit David Kienast und Giosue Tolomeo eng machte. Er war es auch, der nach einer Viertelstunde für Jubel unter dem Viadukt sorgte. Kurz nach der Mittellinie erkämpfte sich der Taktgeber den Ball, lief noch ein Stück und zog aus 18 Metern beherzt ab. Unhaltbar für den SGV-Keeper Thomas Bromma landete die Kugel zur frühen Führung im Freiberger Kasten.

Die Gäste zeigten sich beeindruckt und sahen sich weiteren Backnanger Angriffen ausgesetzt. Nur 180 Sekunden nach dem 1:0 boxte Bromma einen weiten Ball gerade noch rechtzeitig vor Julian Schiffmann weg. In der 23. Minute passte Daniel Lang zu dem mitgelaufenen Schiffmann, dessen Versuch aus kurzer Distanz jedoch zu schwach war. Erst nach 40 Minuten wurde die erste echte Torchance für Freiberg notiert. David Müller zog aus 18 Metern ab, doch TSG-Torwart Marcel Knauss lenkte den Ball zur Ecke ab. Eine Minute später freuten sich die Gäste über den Ausgleich durch Rohr, der eine Uneinigkeit in Backnangs Hintermannschaft eiskalt zum 1:1-Pausenstand nutzte. Backnang hatte es versäumt, seine Überlegenheit im ersten Durchgang in weitere Tore umzumünzen.

Im zweiten Abschnitt hatte Aufstiegsaspirant Freiberg mehr Ballbesitz, doch die erste klare Möglichkeit hatten erneut die Murrtaler. In der 63. Minute köpfte Michl Bauer die Kugel nach einem Freistoß von Biyik von der Torauslinie zurück auf Julian Geldner, der den Schuss aus zehn Metern aber etwas zu hoch ansetzte. Mit zunehmender Spielzeit stieg die Spannung rund um den Kunstrasenplatz in den Etzwiesen. Während Freiberg das Spiel kontrollierte, versuchten es die Roten mit Nadelstichen in der Offensive. Fast hätte es auch geklappt, denn in der zweiten Minute der Nachspielzeit stand der eingewechselte Paul Weber plötzlich einschussbereit im Strafraum. Statt seinen Freiraum zum Abschluss zu nutzen, wollte er abspielen. Ein Versuch, der an einem Freiberger Abwehrbein scheiterte. Die Fans rauften sich die Haare, ob der vergebenen Torchance.

Letztlich wurde aber der eine Punkt bejubelt, der für die Moral sehr wichtig ist und hoffen lässt, dass die TSG den Kampf um den Ligaverbleib nun richtig annimmt.

TSG Backnang: Knauss – Bauer, Doser, Maglica – Tolomeo, Biyik, Kienast – Wiesheu (72. Weber), Geldner – Lang (71. Loris Maier), Schiffmann.

SGV Freiberg: Bromma – Braun (87. Öztürk), Zagaria, Rohr, Gentner – Kröner (32. Fossi), Müller – Kutlu, Uygun (63. Marotta) – Muzliukaj, Sökler.

Tore: 1:0 (15.) Biyik, 1:1 (41.) Rohr. – Schiedsrichter: Schlegel (Unterstadion). – Zuschauer: 450.

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Backnanger Kreiszeitung am 05.11.2018     Erneute Schlappe für die TSG     Fußball-Oberligist aus Backnang zieht beim Tabellennachbarn SV Linx mit 1:4 den Kürzeren
Die Talfahrt der TSG Backnang in der Fußball-Oberliga nimmt bedenkliche Formen an. Auch beim Tabellennachbarn in Linx verließen die Roten mit einer 1:4-Schlappe als Verlierer das Spielfeld. Dabei sah es bis zu Pause noch recht gut für das Etzwiesenteam aus.
Von Dieter Gall
Es ist momentan nicht vergnügungssteuerpflichtig, sich ein Spiel der Etzwiesenelf anzuschauen. Vor allem die treuen TSG-Fans müssen einem leidtun. Leidenschaftlich feuern sie ihre Jungs an, um am Ende gefrustet und mit leeren Händen die Heimfahrt ertragen zu müssen.

Die Durststrecke der Murrtaler sollte in Linx eigentlich ein Ende nehmen. Bis zur Pause sah es für die Gäste auch ziemlich verheißungsvoll aus. Nachdem sich in der ersten Viertelstunde die Partie weitgehend im Mittelfeld ohne nennenswerte Torchancen abspielte, versuchte es TSG-Angreifer Daniel Lang in der 16.Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. SV-Keeper Norman Riedinger hatte damit zwar seine Probleme, verhinderte aber einen Rückstand.

Fünf Minuten später zappelte die Kugel dann auf der gegenüberliegenden Seite im Tornetz. Auf der rechten Backnanger Abwehrseite bekam Patrick Tichy den Linxer Linksaußen Jean-Gabriel Dussot nicht in den Griff. Der Franzose konnte unbedrängt nach innen flanken, wo Adrian Vollmer im Fünfmeterraum völlig freistehend zur 1:0-Führung für die Hausherren einköpfte.

Ein Nackenschlag für die Roten, die sich aber schnell davon erholten und ein paar Minuten später das Kommando auf dem Platz übernahmen. Wieder war es Lang, der in der 27. Minute mit seinem Distanzschuss an Torhüter Riedinger scheiterte. Aber die Backnanger ließen nun nicht locker. Nachdem Julian Geldner in der 34. Minute knapp übers gegnerische Gehäuse geköpft hatte, leistete Leon Maier in der 41. Minute eine tolle Vorarbeit für Lang, der nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte und nach langer Zeit die Torflaute bei der TSG beendete.

Der Ausgleichstreffer spornte die Gäste noch weiter an. Die Abwehr der Gastgeber hatte Schwerstarbeit zu verrichten und konnte froh darüber sein, dass die Schützlinge von Trainer Andreas Lechner mit ihren Chancen nichts anzufangen wussten. Weder Gelder (42.), noch der aufgerückte Tichy mit seinem Kopfball (45.) verpassten den bis dahin sicherlich nicht unverdienten Führungstreffer.

Der starke Auftritt ihrer Mannschaft kurz vor der Pause machte den TSG-Anhängern frischen Mut und ließ ein paar davon vom lang ersehnten dritten Saisonsieg träumen. Jedoch schon zehn Minuten nach dem Seitenwechsel gab es für die Roten die kalte Dusche. Nach einem Freistoß der Platzherren stand Marc Rubio im Backnanger Strafraum sträflich frei und war zur 2:1-Führung erfolgreich. Dieser Treffer zeigte Wirkung bei den Gästen, die den Faden zusehends verloren. Nur zehn Minuten später war es erneut Dussot, der die TSG-Hintermannschaft alt aussehen ließ und den eingewechselten Nathan Recht glänzend in Szene setzte. Linx führte mit 3:1 – der Widerstand der Backnanger war damit endgültig gebrochen. Das Selbstvertrauen der TSG-Kicker war nach der Niederlagenserie eh schon am Boden. Obwohl noch etwas mehr als 20 Minuten zu spielen waren, gab es bei den TSG-Fans keine Hoffnung mehr. Auch die Akteure auf dem Feld ließen zunehmend die Köpfe hängen, Torchancen der Gäste blieben aus. Es kam allerdings noch dicker für die Roten, denn in der 83. Minute schloss Rubio einen Konter mit dem 4:1 ab. Damit ließen es die gewiss nicht übermächtigen Hausherren bewenden. Während Linx weiter in Richtung gesichertes Mittelfeld marschiert, verliert Backnang zusehends den Blick zum rettenden Ufer.

SV Linx: Riedinger – Dennis Kopf, Dennis Kopf, Schmider, Feist – Adrian Vollmer (84. Barzewitsch), Merkel – Henkel (56. Recht), Dussot (84. Schindler) – Tine (65. Gülsoy), Rubio. – TSG Backnang: Quattlender – Tichy (70. Loris Maier), Doser, Bauer, Kienast – Biyik, Leon Maier – Schiffmann, Geldner, Dannhäußer – Lang. – Tore: 1:0 (21.) Vollmer, 1:1 (41.) Lang, 2:1 (56.) Rubio, 3:1 (67.) Recht, 4:1 (83.) Rubio. – Schiedsrichter: Zanke (Neulingen). – Zuschauer: 200.

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Backnanger Kreiszeitung am 15.10.2018
Der TSG fehlt es an der Durchschlagskraft     Fußball-Oberligist aus Backnang zieht vor 1500 Zuschauern im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers mit 0:2 den Kürzeren
Auch die TSG Backnang konnte die Erfolgsserie der Stuttgarter Kickers in der Fußball-Oberliga nicht stoppen. Durch zwei Treffer von Abdenour Amachaibou nahmen die Gäste aus Degerloch verdient alle drei Punkte mit. Die Backnanger mühten sich zwar redlich, aber im Angriff fehlte es den Roten einfach an der notwendigen Durchschlagskraft.
Von Dieter Gall

Rund 1500 Zuschauer, die meisten aus Stuttgart, gaben der Partie im Etzwiesenstadion den gebührenden Rahmen. Die Kickers-Fans verhielten sich anständig und fair, machten die Auswärtspartie an der Murr zum Heimspiel. Am Sieg der Gäste gab es letztlich nichts zu lamentieren. Die Stuttgarter hatten mehr Ballbesitz und die Partie stets im Griff.

Bei den Hausherren merkte man einmal mehr das Fehlen der kompletten Angriffsreihe. Engjell Hoti und Julian Geldner hatten gegen die aufmerksame Kickers-Abwehr einen schweren Stand. Auf der anderen Seite rieben sich die Angreifer der Blauen aber auch an der Backnanger Hintermannschaft ziemlich auf. Die Partie entwickelte sich zäh, Torchancen waren an einer Hand abzuzählen.

Nach 20 Minuten hatten die Gastgeber eine erste, aber hochkarätige Möglichkeit. Loris Maier zog aus zehn Metern volley ab und verfehlte nur um Zentimeter das Stuttgarter Gehäuse. Nach einer halben Stunde waren dann auch die Kickers an der Reihe. Michael Klauß verfehlte das Ziel nach einer Ecke per Kopfball nur knapp. In der 39. Minute hatte TSG-Angreifer Hoti nach einem Freistoß von Oguzhan Biyik eine Chance, aber gegen die von Tobias Feisthammel glänzend organisierte Hintermannschaft der Gäste gab es kein Durchkommen.

Drei Zeigerumdrehungen später gingen die Blauen in Front. Allerdings ging dem Führungstreffer von Amachaibou ein klares Foul an TSG-Verteidiger Giosue Tolomeo voraus. Der Backnanger wurde von hinten umgestoßen, was dem ansonsten recht unauffällig wirkenden Schiedsrichter Jochen Rottner entgangen war. Amachaibou stand goldrichtig und nutzte seinen Freiraum aus.

Nach dem Wechsel gab es dasselbe Bild. Die Stuttgarter waren Herr im fremden Haus, kontrollierten das Geschehen auf dem Platz. Die Hausherren mühten sich, um auf Augenhöhe zu bleiben. Während sich die Gäste immer mehr dem Verwalten der Führung zuwendeten, versuchten sich die Platzherren, wenigstens mit Standards Gefährlichkeit auszustrahlen. Aber diese Waffe blieb ziemlich stumpf. Weder Eckbälle noch Freistöße von Kapitän Oguzhan Biyik waren von Erfolg gekrönt. Die Partie plätscherte so vor sich hin, bis in der 63. Minute Amachaibou zum zweiten Mal zuschlagen konnte. Feisthammel scheiterte zunächst, doch der Kicker-Torschütze schaltete schneller als die Backnanger Hintermannschaft und staubte zum 2:0 ab. Damit war das Spiel nach etwas mehr als einer Stunde eigentlich schon entschieden. Die Roten zeigten sich beeindruckt und brachten keinen gescheiten Angriff mehr zustande. Während die Kickers nun als Tabellenführer grüßen, müssen sich die Backnanger weiterhin mit einem Abstiegsplatz begnügen.

TSG Backnang: Quattlender – Tolomeo, Bauer, Doser, Kienast – Biyik, Leon Maier (82. Wiesheu) – Loris Maier (66. Schiffmann), Dannhäußer – Geldner, Hoti.

SV Stuttgarter Kickers: Castellucci – Jäger, Auracher, Feisthammel, Ludmann – Halili (80. Miftari), Klauß – Kling (64. Blank), Amachaibou (64. Schaller) – Badiane, Tunjic (90. Stepcic).

Tore: 0:1 (43.) Amachaibou, 0:2 (63.) Amachaibou. – Schiedsrichter: Rottner (Poppenweiler). – Zuschauer: 1500.

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Backnanger Kreiszeitung am 12.11.2018   Etzwiesen-Elf geht selbst beim Schlusslicht leer aus
Backnangs Oberligafußballer verlieren in Friedrichstal mit 0:2 – Überraschende Rückkehr von Mario Marinic bringt der TSG nichts
Von Uwe Flegel
Backnangs Oberligafußballer schlittern immer tiefer in die Krise. Beim Tabellenletzten Germania Friedrichstal verlor die Elf aus den Etzwiesen mit 0:2. Dabei half der TSG auch das unerwartete Comeback von Torjäger Mario Marinic herzlich wenig. Der schwache Start und die beiden frühen Gegentore von Tim Baumgärtner (3.) sowie Claudio Ritter (21.) waren vom Drittletzten aus dem Murrtal beim Neuling nicht mehr wettzumachen.

Vorstandsmitglied Marc Erdmann und Trainer Andreas Lechner waren sich nach dem herben Rückschlag in Sachen Abstiegskampf schnell einig: Die schnelle Führung der Gastgeber war Gift für die Nerven der angeschlagenen Gäste. „Da kam alles zusammen, was wir nicht brauchten“, sagte Erdmann zu dem, was er in der dritten Minute mitansehen musste. Erst verursachte Verteidiger Thomas Doser unnötig einen Eckball für den Aufsteiger aus der Karlsruher Ecke, dann flog die Kugel am unentschlossen wirkenden TSG-Schlussmann Marcel Knauß vorbei auf den zweiten Pfosten und dort brachte Baumgärtner das Leder zwischen zwei auf der Linie stehenden Backnanger Abwehrspielern hindurch zum 1:0 für Friedrichstal im Tor unter. „Wenn man sich viel vornimmt und dann so früh in Rückstand gerät, dann wird der Rucksack schon arg schwer“, sagte Coach Lechner zu der Szene und zu dem, was danach auf dem Spielfeld folgte.

Denn nach 21 Minuten lagen die Schwaben bereits 0:2 zurück. Diesmal war’s ein Fehler im Spielaufbau der Gäste, der den Hausherren einen Konter ermöglichte, den Claudio Ritter erfolgreich abschloss. Es war nicht der Tag der Backnanger. Das hatte sich zuvor schon in der Offensive gezeigt. Denn als Daniel Lang in der zehnten Minute nach einem Pass von Doser frei vor Friedrichstals Torhüter Sören Hemmelgarn stand und regelwidrig zu Fall gebracht wurde, blieb der Pfiff von Schiri Michael Hieber aus. Schlecht für die TSG. Noch schlechter: Es war die einzige und letzte Möglichkeit der Murrtaler in der gesamten Partie.

Marc Erdmann machte nach der Begegnung dann auch nicht lange rum, ob die Niederlage gerecht war oder nicht: „Wenn du in 90 Minuten eine einzige Torchance herausspielst, dann ist das zu wenig.“ Schon zur Halbzeit hatte sich der Macher der Etzwiesen-Elf geärgert und über die Spielweise seiner Mannschaft geurteilt: „Das ist zu statisch, ohne Tempo und ohne Ideen. Wenn hier noch was gehen soll, dann bedarf es einer extremen Leistungssteigerung.“

Kurz und knapp gesagt: Die blieb aus. Denn der Drittletzte schaffte es nicht, die Defensive der Gastgeber in Verlegenheit zu bringen. Selbst die überraschende Rückkehr von dem lange wegen einer Knieverletzung fehlenden Torjäger Mario Marinic änderte daran nichts. Marc Erdmann berichtete: „Wir waren zwar überlegen, aber nur in den Zonen, in denen es nicht zählt.“ Im gegnerischen Strafraum ging auf jeden Fall nichts und TSG-Vorstandsmitglied Erdmann war nach dem heftigen Schlag ins Backnanger Kontor entsprechend enttäuscht: „Zu diesem Auftritt fällt mir nicht mehr viel ein.“

Germania Friedrichstal: Hemmelgarn – Diringer, Höniges, Kranich, Weiß – Di Giorgio (77. Wobbe), Arnejo (86. Laschuk), Baumgärtner, Yörükoglu, Ritter (90. Durmaz) – Rödling (90. Kyei).

TSG Backnang: Knauß – Leon Maier, Doser (80. Baez-Ayala), Bauer, Dannhäußer – Geldner, Bihik, Wiesheu (61. Loris Maier), Schiffmann – Lang, Marinic (72. Maglica).

Tore: 1:0 (3.) Baumgärtner, 2:0 (21.) Ritter.

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Backnanger Kreiszeitung am 29.10.2018   Zum sechsten Mal in Serie kein Tor erzielt    Fußball-Oberligist TSG Backnang verliert zu Hause gegen Neuling Ilshofen mit 0:2 und versinkt immer tiefer im Abstiegskampf
Die Sorgenfalten auf der Stirn der TSG-Fußballer werden immer größer. Bei der 0:2-Heimpleite gegen Neuling TSV Ilshofen blieb Backnang im sechsten Oberligaspiel in Serie ohne eigenen Torerfolg, nur ein Punkt sprang in diesem Zeitraum heraus. Mit den Treffern von Spielertrainer Ralf Kettemann und dem eingewechselten Lukas Lienert schickten die Gäste die Roten endgültig ins Tal der Tränen.
Von Dieter Gall

Fassungslosigkeit bei den Fans des Etzwiesenvereins und Ratlosigkeit bei seinen Spielern beherrschten die Szenerie nach dem Abpfiff. Wieder einmal standen die Schützlinge von Trainer Andreas Lechner mit leeren Händen da und suchten verzweifelt nach Erklärungen. Nichts hatte im Duell mit Ilshofen unversucht bleiben sollen, um die Durststrecke endlich überwinden zu können. So schreckten die Einheimischen auch nicht davor zurück, die Begegnung auf dem von so manchem Anhänger nicht gerade ins Herz geschlossenen Kunstrasen auszutragen. Doch auch diese Maßnahme griff letztlich ins Leere, spielerisch konnten die Hausherren kaum Akzente setzen. Vom Lob des Rivalen für eine starke kämpferische Leistung konnten sich die TSG-Fußballer nichts kaufen.

Für den gesperrten Giosue Tolomeo war Patrick Tichy auf die rechte Abwehrseite gerückt, der wieder einsatzbereite Michl Bauer bildete mit Thomas Doser die Innenverteidigung. Aber bereits nach sechs Minuten musste die Abwehr einen Gegentreffer hinnehmen. Der 18-Meter-Freistoß von Kettemann flog über Backnangs Mauer und unhaltbar für Michael Quattlender zur 1:0-Gästeführung in das TSG-Gehäuse. „Da gab es nichts zu halten“, nahm Lechner seinen Torwart, der mal wieder der Beste im TSG-Trikot war, in Schutz.

Ein früher Dämpfer für den angekündigten Tatendrang der Einheimischen, die sich zwar rasch vom Rückstand erholten, aber mit den wenigen Torchancen keinen Schaden beim Gegner anrichten konnten. Julian Schiffmanns Schuss wurde nach zehn Minuten zur Ecke abgewehrt, eine Direktabnahme von David Kienast landete knapp neben dem linken Pfosten.

Die beste Möglichkeit für die Roten ergab sich nach 25 Minuten für den aufgerückten Doser, der nach einem Freistoß von Kapitän Oguzhan Biyik im Strafraum völlig frei zum Kopfball kam, die Kugel aber weit über den Kasten beförderte. Ilshofen überstand diese TSG-Drangperiode schadlos und rettete die knappe Führung ohne allzu große Probleme in die Pause.

In den ersten Minuten nach dem Wechsel drängten die von ihrem Anhang angefeuerten Backnanger vehement auf den Ausgleich. Der emsige Julian Geldner zog aus 20 Metern beherzt ab, doch Gäste-Keeper Karel Nowak lenkte das Leder mit einer spektakulären Einlage über die Latte. Lediglich 120 Sekunden später landete ein Freistoß aus dem Mittelfeld bei Jannik Dannhäußer. Der passte nach innen, doch Schiffmann brachte den Ball im Fünfmeterraum nicht richtig unter Kontrolle. Nur eine Zeigerumdrehung später kam Geldner im Ilshofener Strafraum zum Schuss, doch Nowak hatte damit keine Mühe.

So schnell wie der rote Angriffswirbel begonnen hatte, so schnell war er wieder vorbei. Die Gäste bekamen die Partie wieder unter Kontrolle, hielten die TSG-Kicker fast mühelos vom Strafraum fern. Mit den Einwechslungen von Lienert und Simon Wilske bewies TSV-Trainer Kettemann ein glückliches Händchen. Das Duo sorgte in der 75. Minute für die Vorentscheidung. Wilske enteilte Backnangs Defensive auf der linken Abwehrseite und flankte unbedrängt in den Strafraum, wo Lienert zum 2:0 abschloss. Damit war die Messe gelesen, die Roten ließen die Köpfe hängen Es war am Ende ein verdienter Erfolg für den Neuling, der die Abstiegssorgen der Hausherren weiter vergrößert.

TSG Backnang: Quattlender – Tichy, Doser, Bauer, Kienast – Biyik, Leon Maier (66. Loris Maier) – Schiffmann, Geldner, Dannhäußer (66. Hoti) – Lang.

TSV Ilshofen: Nowak – Yarbrough, Mbodji, Egner, Murphy – Kandazoglu (46. Lienert), Kettemann – Rummler (67. Wilske), Weidner (61. Wackler) - Schelhorn, Lindner (77. Varallo).

Tore: 0:1 (6.) Kettemann, 0:2 (75.) Lienert. – Schiedsrichter: Forster (Oberderdingen). – Zuschauer: 250.

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Backnanger Kreiszeitung am 08.10.2018
Diszipliniert, willig und dennoch ohne Punkt
Backnangs Fußball-Oberligist verliert in Neckarsulm eine chancenarme Partie mit 0:1 – Vorne fehlt die Durchschlagskraft
Von Uwe Flegel

Die Enttäuschung war groß, als Schiri David Schmidt das letzte Mal an dem Abend in seine Pfeife geblasen hatte. 0:1 verloren. Backnangs Oberligafußballer standen in Neckarsulm mit leeren Händen da. Die Niederlage nagte an Spielern und Trainer Andreas Lechner. Nicht weil die TSG besser als die Sport-Union war, sondern weil die disziplinierte und kämpferisch gute Leistung der Etzwiesen-Elf nicht einmal zu einem Punkt gereicht hatte.

Ursache dafür war eine Szene in der 36. Minute. Die Gäste verloren im Mittelfeld den Ball. Danach schafften sie es gleich zweimal nicht, den Ball zu klären. Und als die Linksflanke von Volkan Demir flach in den Strafraum hereinkam. stand Mario Müller goldrichtig und drückte den Ball aus wenigen Metern zum 1:0 über die Linie. So etwas nennt man effektiv, war es doch die erste gute Chance für Neckarsulm. Überhaupt war es die erste gute Möglichkeit der gesamten Partie gewesen. TSG-Teammanager Marc Erdmann ärgerte sich nach der Begegnung: „Bei uns wird derzeit einfach jeder Fehler sofort bestraft.“

Von Backnang kam in der Offensive in der ersten Halbzeit ähnlich wenig wie von Neckarsulm. Beide Mannschaften verdienten sich fast über die gesamten 90 Minuten die Prädikate bemüht, diszipliniert, willig. Und bei beiden Teams war es die Defensivarbeit, mit der sie überzeugten. Bedeutete für die Gästefans: Einzig ein Schuss aus 18 Metern von Loris Maier, den der Ex-Aspacher Marcel Susser im Tor der Hausherren problemlos parierte, war vor der Pause ein kleines Zeichen in Sachen Angriff. Das Fehlen der beiden Stürmer Mario Marinic (Knie) und Daniel Lang (Muskelfaserriss) war deutlich zu spüren. Es wäre auch ein Wunder gewesen, wenn nicht, hatte das Duo doch bislang sieben der zehn Backnanger Saisontreffer erzielt.

Andreas Lechner machte deshalb nach der Partie auch gar nicht lange rum: „Uns fehlt vorne Durchschlagskraft. Offensiv sind wir derzeit einfach limitiert.“ Stimmt. Zwar mühten sich Julian Geldner und Engjell Hoti in der Spitze, hatten auch durchaus die eine oder andere gute Aktion, aber zwingend war es in den wenigsten Situationen. Und weil diesmal im Gegensatz zum 2:0-Pokalcoup gegen den Drittligisten Aalen auch nach Eckbällen oder Freistößen nichts ging, fehlte es der Etzwiesen-Elf einfach an Gefahr. „Du kannst nicht immer nur auf Standards hoffen, das ist ist zu wenig“, urteilte Torjäger Marinic, der wie Erdmann und Lechner aber auch weiß, dass seiner Elf bis zur Rückkehr von ihm und von Lang nicht viel mehr übrig bleiben wird. Und das kann noch zwei, drei Wochen sein.

Positiv bei Backnang war, dass es nicht aufsteckte, versuchte, sich Chancen zu erarbeiten. Mehr als Weitschüsse (Dannhäußer 59., Geldner 69., Hoti 77.) gab es allerdings nicht groß. Auf der anderen Seite sah es lange Zeit nicht viel anders aus. Erst in der Schlussphase des Vergleichs nutzte die Sport-Union die Räume, die sich boten, als die Gäste in Sachen Offensive einen Gang hoch schalteten, um die Partie zu drehen oder wenigstens den Ausgleich noch zu erzielen. Allerdings zeigte Michael Quattlender erneut, dass auf ihn Verlass ist, als er in der 74. Minute einen Kopfball von Quadie Barini aus fünf Metern klasse von der Linie kratzte. Ansonsten hatte Demir, der zehn Minuten vor Schluss aus 13 Metern etwas zu hoch zielte, noch eine Chance, doch mehr ließ die TSG nicht zu.

Neckarsulmer Sport-Union: Susser – Islamaj, Enzo Romano (56. Marco Romano), Klotz, Seybold – Ayvaz (80. Albert), Müller, Schneckenberger, Gebert (86. Hatzis) – Barini (90. Reitz), Demir.

TSG Backnang: Quattlender – Leon Maier, Doser, Bauer, Kienast – Loris Maier, Weber (75. Schiffmann), Biyik, Dannhäußer – Geldner, Hoti.

Tore: 1:0 (36.) Müller. – Schiedsrichter: Schmidt (Frankfurt am Main). – Zuschauer: 350.

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Kellerkind zieht die Reißleine

Backnangs Fußball-Oberligist trennt sich von Andreas Lechner – Co-Trainer Darko Milosevic übernimmt beim Drittletzten vorläufig

Diese Niederlage war zu viel. Nach dem 0:2 beim Schlusslicht FC Germania Friedrichstal trennte sich Backnangs Fußball-Oberligist von Trainer Andreas Lechner. Vorstandsmitglied Marc Erdmann beteuert, dass ihm die Entscheidung wehtut, der Verein aber einen Impuls setzen will. Nach acht sieglosen Spielen in Folge benötigt die TSG dringend eine Trendwende. Wer die einleiten soll, ist unklar. Ein Lechner-Nachfolger wird noch gesucht.

Aus der Backnanger Kreiszeitung vom 13.11.18

Ein Blick ins Gesicht von Marc Erdmann spricht Bände: Das für die erste Mannschaft der TSG zuständige Vorstandsmitglied hat nicht gut geschlafen. Die 0:2-Niederlage in der Karlsruher Ecke und ihre Folgen haben ihm eine denkbar schlechte Nacht beschert. „Die Entscheidung tut mir grundsätzlich und auch menschlich weh, aber die Leistung von Friedrichstal war Anlass, die Situation neu zu bewerten“, begründet er, warum sich der Drittletzte nun doch vom Coach getrennt hat. Denn in der Vorwoche hatte der Klub Andreas Lechner noch das Vertrauen ausgesprochen. Nach der Niederlage im Kellerduell war das Geschichte. „Zu statisch, ideenlos, fehlerhaft“, urteilt Erdmann über die 90 Minuten und sagt bitter enttäuscht: „Ich habe die Elf selten so schwach gesehen.“ Es fällt das Wort „unterirdisch“ und Unverständnis über einen solchen Auftritt: „Was mich vor allem wurmt, das ist die Art und Weise.“

Ein Satz, der auch vom bisherigen Trainer kommt, wenn es darum geht, dass ihm der Stuhl vor die Tür gestellt wurde. „Die Art und Weise war nicht okay“, sagt Andreas Lechner dazu. Der 41-Jährige erinnert an die Rückenstärkung von Klubseite vor einer Woche und fügt an: „Fünf Tage später war das Vertrauen weg.“ Wobei der bisherige Coach weiß, dass sein Team in den vergangenen Wochen alles andere als überzeugt hat und im Fußball vor allem Ergebnisse zählen. Die stimmten eigentlich nur zu Beginn der Saison und im Pokal, in dem die Etzwiesenelf trotz starker Gegner wie Oberliga-Spitzenreiter Stuttgarter Kickers oder dem Drittligisten VfR Aalen im Viertelfinale steht. In der Punktrunde wartet der Verein jedoch seit dem 15. September (3:1 gegen Göppingen) auf einen Sieg. Mit nur acht Punkten nach 15 Saisonspielen und zuletzt acht Partien in Folge ohne Dreier ist die TSG mittlerweile auf den drittletzten Platz abgerutscht.

Einig sind sich Erdmann und Lechner, dass Coach und Mannschaft in jüngster Vergangenheit auch viel Pech hatten. „Das Spielglück war sicher nicht auf der Seite unseres Trainers“, sagt das Vorstandsmitglied und führt als Beispiel den Fakt an, dass Backnang nach den Verletzungen von Mario Marinic und Daniel Lang einige Begegnungen ohne oberligatauglichen Stürmer auskommen musste. Eine Tatsache, die der Coach bisher nicht groß in den Vordergrund stellte, nun aber bekennt: „Ich hätte nicht gedacht, dass ein Spieler so wichtig sein kann.“ Dabei spricht er von Mario Marinic, der nicht nur als Torjäger, sondern auch als Typ für diese Mannschaft extrem wichtig sei. So bedeutend, dass der Angreifer in Friedrichstal auf dem Platz stand, obwohl er nach seiner Knie-Operation eigentlich noch nicht richtig fit dafür war. Ein Risiko, das sich bekanntlich nicht auszahlte und an dessen Ende nun die Trennung von Lechner steht. Dabei sagt Erdmann über seinen nunmehr Ex-Trainer: „Ich schätze ihn weiterhin als Fußballfachmann.“ Einer, dessen Arbeit in den Etzwiesen unter keinem guten Stern stand.

Vielleicht hat der Nachfolger von Andreas Lechner ja mehr Glück. Wer das sein wird, weiß Marc Erdmann im Moment noch nicht. Vorläufig wird Co-Trainer Darko Milosevic den Chefposten übernehmen, nächsten Samstag beim Heimspiel gegen den Nachbarn aus Freiberg vermutlich auch auf der Bank das Sagen haben und dann an jemand übergeben, „der die Sache ohne Vorbelastung angeht“, so Erdmann, der sich in einem sicher ist: „Die Mannschaft braucht einen neuen Impuls, der von außen kommt.“

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Die Backnanger Kreiszeitung am 22.10.2018

TSG-Fußballer im Pech

Fußball-Oberligist aus Backnang verliert in Pforzheim mit 0:1 und Giosue Tolomeo mit Rot

Es ist wie verhext: Die TSG-Fußballer bekommen den Ball einfach nicht im gegnerischen Tor unter. Auch im Oberligaspiel beim 1. CfR Pforzheim hielt die Torflaute der Backnanger an. Zu allem Überfluss sah Giosue Tolomeo nach einer Fehlentscheidung des Unpartei-ischen nach 25 Minuten die Rote Karte.
Von Dieter Gall

Zuversichtlich sahen die mitgereisten TSG-Fans der Partie am Rande des Schwarzwaldes entgegen. Erst recht, als in der Aufstellung der Gäste mit Daniel Lang die in den letzten Begegnungen schmerzlich vermisste Sturmspitze auftauchte. Paul Weber spielte neben Kapitän Oguzhan Biyik den defensiven Part im Mittelfeld, Julian Geldner nahm die Position im rechten Mittelfeld ein.

So müsste man eigentlich den Pforzheimern Paroli bieten können, dachten sich die Backnanger Anhänger. Die mussten aber schon nach wenigen Minuten erkennen, dass ihre Elf nach vier torlosen Punktspielen nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzend auf dem Platz stand. Die Goldstädter legten mächtig los und schnürten die Roten in der Anfangsphase in ihrer Hälfte ein. Nach fünf Minuten bewahrte der ausgezeichnete TSG-Schlussmann Michael Quattlender gegen den freistehenden Tim Oman und den Nachschuss von Dominik Salz seine Farben vor einem frühen Rückstand. Nach zehn Minuten köpfte der aufgerückte CfR-Innenverteidiger Bogdan Cristescu den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Quattlender und dessen Vorderleute hatten alle Hände voll zu tun, um den Überblick zu wahren. Die Unterstützung aus dem Mittelfeld heraus fehlte. Bei jedem Ballkontakt war die Unsicherheit der Schützlinge von Trainer Andreas Lechner zu erkennen.

Nach 25 Minuten lieferten sich Backnangs Rechtsverteidiger Tolomeo und Oman ein Laufduell in der Hälfte der Gäste. Tolomeo spitzelte das Leder zurück zu seinem Torhüter, der Pforzheimer ließ sich theatralisch fallen. Obwohl noch zwei Backnanger Verteidiger hinter dem Ball waren, entschied der Referee auf Notbremse. Mit Rot war für den TSG-Akteur die Partie vorzeitig beendet.

Jetzt wurde es für Biyik und Co. immer schwieriger einen gescheiten Spielaufbau zu starten. Glück hatten die Roten nach etwas mehr als einer halben Stunde, als Quattlender mit Unterstützung von Geldner gegen den durchgebrochenen Hakan Aslantas in höchster Not zum Eckball rettete. Der TSG-Torhüter machte vier Minuten später auch eine tolle Chance von Dominik Salz zunichte. Das Glück des Tüchtigen hatte der Schlussmann schließlich drei Minuten vor dem Pausenpfiff, als Dominik Salz aus zehn Metern nur den Außenpfosten traf.

Mit einem für die Gäste recht schmeichelhaften torlosen Remis ging es in die Kabine. Dort versuchte Trainer Lechner, sein personell dezimiertes Team auf eine weitere laufintensive zweite Hälfte vorzubereiten. Für Weber rückte Leon Maier ins Team. In der 54. Minute brachte die TSG-Hintermannschaft das Leder nicht aus der Gefahrenzone. Die Kugel fiel im Strafraum vor die Füße von Laurin Masurica, der mit einem fulminanten Linksschuss die Hausherren in Führung schoss. Von diesem Schock erholten sich die Etzwiesenkicker jedoch recht schnell. Sechs Minuten später hatte Yannik Dannhäußer nach einer Flanke von Engjell Hoti eine gute Chance, doch aus acht Metern köpfte er den Ball über den Pforzheimer Kasten. Vier Zeigerumdrehungen danach passte Lang im Strafraum der Gastgeber quer zum mitgelaufenen Thomas Doser, doch ein Abwehrbein der Gastgeber verhinderte den möglichen Ausgleich. In der Schlussviertelstunde hatten die Platzherren mehrmals die Möglichkeit, den Sack vorzeitig zuzumachen. Entweder wurden die Konter zu schlampig zu Ende gespielt oder stand, wie in der 76. Minute, dem Geschoss von Stanley Ratifo der Querbalken im Weg. In der Nachspielzeit warfen die Roten alles nach vorne. Beinahe hätte es auch noch mit einem Treffer geklappt. Ein Kopfball von Doser aus sechs Metern wurde jedoch von einem Pforzheimer von der Torlinie gekratzt. Mit hängenden Köpfen verließen die Backnanger das Spielfeld, aber trotz allen Einsatzes der Gäste muss der Sieg der Schwarzwälder als verdient bezeichnet werden.

1. CfR Pforzheim: Manuel Salz – Aslantas, Cristescu, Grupp, Masurica – Saito, Tardelli – Zinram, Oman (68. Ratifo) – Lushtaku (87. Yilmaz), Dominik Salz (81. Ando).

TSG Backnang: Quattlender – Tolomeo, Doser, Bauer, Kienast (83. Maglica) – Biyik, Weber (46. Leon Maier) – Geldner, Dannhäußer – Hoti, Lang (71. Schiffmann).

Tor: 1:0 (54.) Masurica. – Rote Karte: Tolomeo (25./TSG). – Schiedsrichter: Reuter (Frankfurt). – Zuschauer: 300.

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Backannger Kreiszeitung am 04.10.2018

Der TSG gelingt die Pokalsensation

Fußball-Oberligist aus Backnang bezwingt den Drittligisten VfR Aalen nach den Toren von Thomas Doser und Michl Bauer mit 2:0

Was für ein Feiertag für die Fußballfamilie der TSG Backnang. Mit einem 2:0 gegen den Drittligisten VfR Aalen sorgte der Oberligist gestern für die Pokalsensation. Zwei Kopfballtore von Thomas Doser und Michl Bauer beförderten die zwei Spielklassen tiefer angesiedelten Backnanger überraschend ins Viertelfinale des WFV-Pokals.
Von Dieter Gall

Nur wenige Backnanger Fans gaben ihrer Elf eine Chance gegen die Profikicker von der Ostalb. Erst recht nicht, als die Hiobsbotschaft durchsickerte, dass Mittelstürmer Daniel Lang aufgrund einer Muskelverletzung nicht auflaufen wird und voraussichtlich drei Wochen nicht mitmischen kann. So war TSG-Coach Andreas Lechner wieder mal zur Improvisation gezwungen, was seinen Angriff anbelangt. Engjell Hoti stürmte neben Julian Geldner, dafür rückte Leon Maier auf die Position des rechten Verteidigers. Paul Weber und Kapitän Oguzhan Biyik verteidigten vor der Abwehr, in der die beiden Innenverteidiger Thomas Doser und Michl Bauer, nicht nur wegen ihrer Tore, eine tadellose Leistung ablieferten.

Aber das Defensivspiel beginnt im Fußball schon weiter vorne, wo sich auch Loris Maier und Jannik Dannhäußer an die Fersen der Aalener Offensivkräfte hefteten. Die Gäste präsentierten, wie schon eine Pokalrunde zuvor in Bissingen, zunächst einmal ihren zweiten Anzug. Die Top-Leute, unter anderem Matthias Morys und Nicolas Sessa, nahmen zunächst auf der Bank Platz.

Im ersten Durchgang musste sich der Drittligist erst einmal an den recht holprigen Backnanger Untergrund gewöhnen. Für kurze Ballkontakte und Direktspiel war der Rasen völlig ungeeignet. Zwar hatte Aalen deutlich mehr Ballbesitz, aber nur eine einzige nennenswerte Torchance. Nach 17 Minuten tauchte Nils Anhölcher im Strafraum der Hausherren auf, doch mit einem Reflex wehrte TSG-Schlussmann Michael Quattlender den Schuss des VfR-Spielers zur Ecke ab.

Weitere Chancen gab es für die Gäste im ersten Abschnitt nicht zu verzeichnen. Überhaupt keine Möglichkeit, ein Tor zu erzielen, gab es bis zur Pause für die mit Defensivarbeit eingedeckten Gastgeber. Die Partie schien denselben Verlauf zu nehmen, wie der Pokalsieg der Aalener in Bissingen. Dort setzte Trainer Argirios Giannikis nach einer Stunde auf Torjäger Morys, der nach seiner Einwechslung auch den entscheidenden Treffer für den VfR erzielt hatte. Bevor die Gäste allerdings zu dieser Maßnahme greifen konnten, bebte das Etzwiesenstadion erstmals. Nach einer Stunde konnte VfR-Keeper Raif Husic einen 18-Meter-Freistoß von Biyik nur mit Mühe parieren. Fünf Minuten später zirkelte der Backnanger Kapitän eine Ecke auf den Kopf von Doser, der aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung erfolgreich war.

Ob sich der Aalener Coach da nicht verzockt hatte? Er brachte in der folgenden Minute mit Morys, Sessa und Schnellbacher drei frische Stammkräfte. Als diese aber kaum auf dem Feld waren, da bauten die Roten ihren Vorsprung auf 2:0 aus. In der 70. Minute trat Biyik erneut zur Ecke an. Dieses Mal landete die Kugel auf dem Kopf von Bauer, der ebenfalls völlig unbedrängt einnicken konnte.

Jetzt gab es bei den TSG-Anhängern kein Halten mehr. Noch waren 20 Minuten zu spielen, so richtig an die Pokalsensation wollte noch niemand glauben. Aber die Schützlinge vom Backnanger Trainer Lechner warfen sich mit Leidenschaft in jeden Zweikampf. Jede gewonnene Attacke ihrer Mannschaft wurde von den Fans in Rot mit Szenenapplaus und großem Jubel quittiert. Die Zeiger der Stadionuhr schienen noch langsamer zu laufen als normal. Andreas Lechner nahm mit den Einwechslungen von Julian Schiffmann, Patrick Tichy und Louis Wiesheu geschickt die Zeit von der Uhr. Langsam aber sicher glaubte die TSG-Familie an die Sensation, die nach einer Nachspielzeit von drei Minuten endlich zur Gewissheit wurde.

TSG Backnang: Quattlender – Leon Maier, Doser, Bauer, Kienast – Biyik, Weber (80. Schiffmann) – Loris Maier (88. Tichy), Dannhäußer – Geldner, Hoti (89. Wiesheu).

VfR Aalen: Husic – Rehfeld, Sarr, Letard (66. Sessa) – Lämmel, Feil – Trianni, Schorr, Bär – Anhölcher (66. Morys), Watanabe (66. Schnellbacher).

Tore: 1:0 (65.) Doser, 2:0 (70.) Bauer. – Schiedsrichter: Bergmann (Erbach) – Zuschauer: 450.

TSG schlägt den Drittligisten VfR Aalen mit 2:0   
Eine ganz starke Abwehrleistung ließ die Spieler des VfR Aalen verzweifeln. Dann gingen die langen Kerle nach vorne. Thomas Doser und Michl Bauer köpften zum sensationellen 2:0 - Sieg ein.

 

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MikaWilhelm

Mika
Wilhelm

Position: Torspieler
Rückennummer: 30
Jahrgang: 1999
MarcelKnauss

Marcel
Knauss

Position: Torspieler
Rückennummer: 1
Jahrgang: 1996
MichaelQuattlender

Michael
Quattlender

Position: Torspieler
Rückennummer: 25
Jahrgang: 1987
JannikDannhäußer

Jannik
Dannhäußer

Position: Abwehr
Rückennummer: 23
Jahrgang: 1995
ThomasDoser

Thomas
Doser

Position: Abwehr
Rückennummer: 18
Jahrgang: 1989
MichlBauer

Michl
Bauer

Position: Angriff
Rückennummer: 26
Jahrgang: 1998
LeonMaier

Leon
Maier

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 12
Jahrgang: 1999
PatrickTichy

Patrick
Tichy

Position: Abwehr
Rückennummer: 20
Jahrgang: 1993
GiosueTolomeo

Giosue
Tolomeo

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 4
Jahrgang: 1994
OguzhanBiyik

Oguzhan
Biyik

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 7
Jahrgang: 1986
JulianGeldner

Julian
Geldner

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 6
Jahrgang: 1996
DavidKienast

David
Kienast

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 31
Jahrgang: 1989
LorisMaier

Loris
Maier

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 16
Jahrgang: 1999
JulianSchiffmann

Julian
Schiffmann

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 11
Jahrgang: 1991
PaulWeber

Paul
Weber

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 8
Jahrgang: 1993
LouisWiesheu

Louis
Wiesheu

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 24
Jahrgang: 1998
BenitoBaez-Ayala

Benito
Baez-Ayala

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 21
Jahrgang: 1989
AntonioBelobrajdic

Antonio
Belobrajdic

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 2
Jahrgang:
MatejMaglica

Matej
Maglica

Position: Abwehr
Rückennummer: 14
Jahrgang: 1998
DanielLang

Daniel
Lang

Position: Angriff
Rückennummer: 9
Jahrgang: 1992
MarioMarinic

Mario
Marinic

Position: Angriff
Rückennummer: 10
Jahrgang: 1984
NinoGalle

Nino
Galle

Position: Angriff
Rückennummer: 15
Jahrgang: 1999
MicheleVarallo

Michele
Varallo

Position: Angriff
Rückennummer: 29
Jahrgang:
MarcelZimmermann

Marcel
Zimmermann

Position: Angriff
Rückennummer: x
Jahrgang:
EvangelosSbonias

Evangelos
Sbonias

Trainer


DarkoMilosevic

Darko
Milosevic

Co-Trainer


SalvatoreRivarolo

Salvatore
Rivarolo

Co-Trainer


JoanSara

Joan
Sara

Torspieler Trainer


VolkerMax

Volker
Max

Physiotherapeut


FrankSigle

Frank
Sigle

Team Manager


RolfWörner

Rolf
Wörner

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Avramidis

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