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E-Juniorinnen: Ein Tag im Zeichen des Mädchenfußballs

Vier Felder auf einem Platz und überall wird zeitgleich gekickt: Der Spieltag für E- und F-Juniorinnen, den die TSG Backnang organisiert, sorgt auf dem Kunstrasen in den Etzwiesen für großes Gewusel. Um sich mit Gleichaltrigen messen zu können, müssen Teams zum Teil frühmorgens los.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 25.10.23 / Foto: Tobias Sellmaier 

Es wird gedribbelt, geschossen und gejubelt – und ab und zu auch gefoult, obwohl es insgesamt bemerkenswert fair zugeht. Alles, was zum Fußball dazugehört, ist am Sonntagvormittag bei einem Spieltag der E- und F-Juniorinnen, wie ihn die TSG Backnang in dieser Form zum ersten Mal ausgerichtet hat, zu beobachten. Auf den vier Feldern, die auf dem Kunstrasenplatz an der Uferböschung der Murr markiert sind, spielen in jeder Runde jeweils acht der 30 teilnehmenden Teams gleichzeitig – auf die großen Tore, aber auch auf die Minivariante.

Weil es bei den Mädchen in diesen zwei Altersklassen nicht allzu viele Vereine gibt, die Mannschaften stellen wollen und können, sind in der E-Jugend neben der TSG, dem SV Steinbach und der Spvgg Kleinaspach/Allmersbach nur noch drei weitere Klubs aus dem Rems-Murr-Kreis vertreten. Der Rest der 20 Teams muss für einen Vormittag voller Mädchenfußball teils weite Anreisen aus Böblingen, Renningen oder Sindelfingen in Kauf nehmen. Und in aller Herrgottsfrühe aufbrechen, weil schon um 9.15 Uhr der erste Anpfiff ertönt. Nur zehn Starter sind es in der F-Jugend, die SGM Rommelshausen/Fellbach/Stetten ist hier der einzige Vertreter aus dem Kreis – dafür stellt der TV Zazenhausen gleich drei und der SSV Zuffenhausen zwei Mannschaften.

Die Vereine nutzen den Spieltag, um sich untereinander zu vernetzen!

Janos Kovac zeigt sich trotzdem sehr zufrieden mit der Organisation des Spieltags, die vor allem von den Trainern und Eltern der anderen Mädchenteams des Vereins gestemmt wurde. „Es ist schön, dass vor allem so viele Eltern mithelfen, das schafft auch ein Gemeinschaftsgefühl“, betont der Leiter der Geschäftsstelle der TSG Backnang. Die Spieltage der Juniorinnen gehen mittlerweile jedes Wochenende bei unterschiedlichen Vereinen über die Bühne, die Etzwiesen waren zum ersten Mal der Austragungsort. „Die Spieltage bieten eine gute Möglichkeit, sich mit den Vereinen in der Umgebung zu vernetzen“, sagt Janos Kovac. Ihn freut vor allem, dass mit der Zeit die Zahl der Teilnehmerinnen immer weiter gestiegen ist. Neben dem fußballerischen Leistungsvergleich bietet sich den Mädchen zusätzlich die Möglichkeit, neue Freundschaften zu knüpfen. Und gerade die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen ist entscheidend, um die Entwicklung im Mädchenfußball weiter voranzutreiben. Auch wenn die Distanzen zwischen den einzelnen Standorten noch groß sind, lohnt sich die Kooperation laut Kovac. Bislang, das räumt er ein, spürt er trotz der wachsenden Popularität des Frauenfußballs und der größer werdenden Relevanz in den Medien noch nicht viel von einem „Boom“ bei den Juniorinnen und betont daher die Wichtigkeit von Werbemaßnahmen: „Wir suchen immer nach neuen Möglichkeiten, fußballbegeisterte Mädchen zu erreichen, da viele von den Angeboten gar nichts mitbekommen. In Zukunft wollen wir verstärkt Werbung an den Schulen in der Umgebung betreiben.“ Das beste Hilfsmittel seien aber so gelungene Großveranstaltungen wie die nun selbst organisierte.

Der Spieltag in Backnang war aber auch der letzte in diesem Jahr. Im Freien geht es für die Mädchen im März weiter. Bis dahin soll der Winter durch Spieltage in der Halle überbrückt werden, was sich durch den Mangel an Austragungsorten bislang allerdings schwierig gestaltet. Bei der Planung künftiger Projekte arbeitet die TSG als Kooperationsverein eng mit den Stuttgarter Kickers zusammen. „Es gibt viele Mädchen, die gerne mit Fußball anfangen würden. Es sind welche dabei, die gerne mit Jungs zusammenspielen, andere wollen das dagegen nicht“, stellt Stefan Baumert fest, der neben seiner Rolle als Trainer der E-Juniorinnen der SGM Rommelshausen/Fellbach/Stetten in der Fußballschule bei den Stuttgarter Kickers aktiv ist. In diesem Zuge plant Stefan Baumert in Kooperation mit der TSG Backnang bereits ein reines Mädchenfußballcamp in den nächsten Osterferien, um diesen Mädchen den Zugang zu erleichtern.

Trotz der organisatorischen Hindernisse für die Ausrichtungsvereine und der weiten Anreisewege der Mannschaften scheint sich der Aufwand zu lohnen. Dabei ist die Unterstützung von freiwilligen Helfern wie Trainern und Eltern in Zukunft unverzichtbar. Neben dem Spaß der Mädchen am Fußball steht dabei vor allem die Vernetzung der Vereine im Vordergrund, um zusammen noch aktiver für den Mädchenfußball zu werben. Die TSG Backnang hat so mittlerweile fast alle Jahrgänge im Juniorinnenbereich abgedeckt. „Wir wollen in Zukunft die E-, D- und C-Jugend im Juniorinnenbereich stabilisieren, um in Zukunft zwischen den Jahrgängen durchschieben zu können“, lautet der Ausblick von Janos Kovac. Kann der Verein weiterhin solche Großereignisse im Mädchenfußball auf die Beine stellen, steht diesen Plänen auf jeden Fall nichts im Weg.
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