TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Verbandsliga Mannschaft
  • hinten:
    Mert Tasdelen, Niklas Kalafatis, Marcus Kasongo-Ndijele, Marc Bitzer, Thomas Doser, Michl BauLer, Leon Maier, Loris Maier, Julian Geldner, Yannik Dannhäuser, Shqiprim Binakaj

    Mitte:
    Marc Erdmann, Bernd Dannhäuser, Rolf Wörner, Marc Hess, Julian Schieber, Mario Marinic, David Kienast, Volker Max, Michael Quattlender, Volksbank Vorstand Jürgen Schwab

    vorne:
    Benito Baez-Ayala, Niklas Pollex, Adnan Rakic, Julian Guttenson, Marcel Knauss, Mika Wilhelm, Oguzhan Biyik, Sebastian Gleissner, Christian Weiller

    Es fehlen Patrick Tichy und Louis Wiesheu
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Kellerkind bestraft Passivität der TSG Backnang.

Die Oberliga-Fußballer aus den Etzwiesen handeln sich nach einer enttäuschenden Vorstellung eine 2:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Bruchsal ein. Die TSG-Elf kassiert in den letzten sechs Spielminuten zwei Treffer und gibt die zweimalige Führung durch Flavio Santoro noch komplett her.

 

Enttäuscht verließen die Anhänger der TSG Backnang nach dem Schlusspfiff das Etzwiesenstadion. Einig waren sich die Zuschauer darüber, dass die 2:3-Heimniederlage des Oberliga-Dritten gegen Kellerkind 1. FC Bruchsal höchst überflüssig war, denn die Gäste aus dem Badischen waren gewiss kein übermächtiger Kontrahent.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Torjäger und Spielertrainer Mario Marinic stellte sich Loris Maier ins Sturmzentrum der Roten. Marc Bitzer agierte neben Kapitän Oguzhan Biyik im defensiven Mittelfeld. Die Innenverteidigung bildeten Thomas Doser und Patrick Tichy.

Auf dem schwer bespielbaren Untergrund in den Etzwiesen gab es zu Beginn der Partie nur eine sehenswerte Aktion und die gehörte den Gästen. Schon nach drei Minuten boxte TSG-Keeper Julian Guttenson eine Ecke von Patrick Berecko aus dem rechten Tordreieck. Damit hatte es sich aber schon. Aus Sicht der Hausherren gab es in der Offensive nichts zu berichten, denn die fand bis dahin gar nicht statt. Erst nach einer halben Stunde war es endlich so weit. Jubel brandete auf, als Flavio Santoro nach einem Freistoß von Biyik per Kopf den 1:0-Führungstreffer für Backnang erzielte.

Aber für Beruhigung im teilweise recht konfus wirkenden Aufbauspiel der Hausherren sorgte das Tor nicht. Zu oft wurden die Bälle schon im Mittelfeld verloren und ein Kombinationsspiel war kaum zu erkennen. Sekunden vor der Pause hatte Bitzer aus zehn Metern eine gute Möglichkeit, doch der Schuss wurde noch zur Ecke abgewehrt.

Die Backnanger Anhänger hofften auf Besserung im zweiten Durchgang. Trainer Marinic brachte mit Julian Geldner und Sebastian Gleißner zwei frische Leute fürs Mittelfeld. Dafür blieben Shqiprim Binakaj und Marc Bitzer in der Kabine.

Und diese Maßnahme hätte sich beinahe gleich ausgezahlt, denn Gleißner stand in der 47. Minute völlig frei vor Gästeschlussmann Yannick Merz, schoss diesen aber an. Die Gastgeber machten nun aber mächtig Druck und hatten in der 56. Minute die nächste große Chance. Jannik Dannhäußer, einer der wenigen, die bei der TSG ein gutes Spiel machten, tankte sich im gegnerischen Strafraum durch, wurde gefoult, doch Niklas Pollex schoss den unplatzierten Elfmeter in die Hände von Schlussmann Merz.

Eine für den weiteren Spielverlauf mit entscheidende Szene war in der 67. Minute die Verletzung von Patrick Tichy. Er musste nach einem Zusammenprall angeschlagen vom Platz und fortan schlichen sich Unsicherheiten in der Backnanger Abwehr ein. Nur vier Minuten später fühlte sich dort keiner für den eingewechselten Andre Redekop zuständig und der bedankte sich für die Freiheiten mit einem Lupfer zum 1:1. Redekop hätte zwei Zeigerumdrehungen später nachlegen können, doch frei stehend schoss er am Backnanger Kasten vorbei.

Das Auslassen dieser tollen Chance rächte sich nur wenig später, denn Santoro warf sich in der 76. Minute in einen Schuss von Pollex und bugsierte die Kugel mit seinem zweiten Treffer zum 2:1 und damit zur zweiten Backnanger Führung ins Gästetor.

Die Hausherren gaben sich damit zufrieden und verwalteten den knappen Vorsprung. Das gelang nicht, denn die Passivität wurde in der 87. Minute bestraft. Nach einem Handspiel von Torhüter Julian Guttenson beim Verlassen seines Strafraums gab es Freistoß für die Badener. Den köpfte Roman Hajeck zum 2:2 ins Netz. Doch damit nicht genug. In der dritten Minute der Nachspielzeit gab es Eckball für Bruchsal und den köpfte Andre Walica unbedrängt zum 3:2-Siegtreffer des Kellerkinds ein.

Eine herbe Enttäuschung hatten Kapitän Oguzhan Biyik und seine Mitstreiter ihrem Anhang bereitet. Bleibt abzuwarten, wie es um das Selbstbewusstsein der Roten beim kommenden schweren Auswärtsspiel beim FSV 08 Bissingen bestellt sein wird.

 

Quelle BKZ

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Starke 20 Minuten reichen dem Etzwiesenteam aus.

Nach drei vergeblichen Anläufen holen sich die Oberliga-Fußballer der TSG Backnang endlich mal wieder auswärts einen Dreier. Beim 2:0-Sieg beim abstiegsgefährdeten TSV Ilshofen begannen die Roten stark, lassen dann aber nach. Mit den Toren von Mario Marinic und Jannik Dannhäußer wird der dritte Tabellenplatz verteidigt.

In Villingen, Rielasingen und Pforzheim gingen die Backnanger Fußballer noch leer aus. Beim abstiegsgefährdeten TSV Ilshofen platzte der Knoten. Starke 20 Minuten reichten der TSG, um auch in der Fremde mal wieder als Sieger vom Platz gehen zu können. Mario Marinic schickte nach dem 4:1-Heimerfolg gegen den Freiburger FC dieselbe Elf in Ilshofen auf den Platz. Aus einer Viererkette heraus sollten seine Schützlinge dem defensiv auftretenden Tabellenvorletzten entgegentreten.

Diese Maßnahme des Trainers hatte sofort Erfolg. Schon nach zehn Minuten landete ein Freistoß von Kapitän Oguzhan Biyik beim aufgerückten Innenverteidiger Marc Bitzer. Der legte per Kopf in die Mitte zu Mario Marinic und der Toptorjäger der TSG vollendete zur 1:0-Führung. Die Etzwiesenelf gab mächtig Gas. Nur vier Minuten später zappelte die Kugel erneut im Tor der Hausherren. Jannik Dannhäußer fasste sich auf dem linken Flügel ein Herz und donnerte das Leder zum 2:0 ins rechte Tordreieck. Die mitgereisten TSG-Fans witterten ein Schützenfest, die Anhänger der Gastgeber schüttelten verzweifelt den Kopf.

Aber der Anfangseuphorie bei den Gästen folgte rapide aufkommender Frust. Der Ball lief nicht mehr wie gewünscht und plötzlich waren die zunächst bieder auftretenden Gastgeber obenauf. Nach einer halben Stunde stand Moritz Lindner frei vor dem TSG-Tor, drosch die Kugel aber um Zentimeter am TSG-Gehäuse vorbei. Es war ein erster Warnruf für die Roten, die diesen aber komplett ignorierten. Sechs Minuten später tauchte TSV-Angreifer Benjamin Kurz mutterseelenallein vor TSG-Keeper Julian Guttenson auf, aber auch er zielte knapp vorbei. Während die Backnanger immer mehr ins Verwalten ihrer Führung verfielen, wurden die Platzherren immer mutiger. Vier Minuten vor dem Pausenpfiff hatte der Ex-Backnanger Julian Schiffmann den Anschlusstreffer schon auf dem Fuß, doch aus fünf Metern traf der Angreifer zum Glück für die Gäste nur den rechten Pfosten.

Die Pausenführung für die Murrtaler war am Ende zwar verdient, hing aber am seidenen Faden. Nach dem Seitenwechsel drängten die Gäste auf die vorzeitige Entscheidung. Kapitän Oguzhan Biyik (46.) setzte einen Freistoß aus 25 Metern nur um wenige Millimeter am Tor der Hausherren vorbei. In der 59. Minute köpfte der aufgerückte Innenverteidiger Thomas Doser einen von Biyik getretenen Freistoß knapp über das Tor der Gastgeber.

 

Danach überließen die Backnanger den Platzherren weitgehend das Terrain. Spielertrainer Marinic reagierte und schickte mit Julian Geldner und Sebastian Gleißner frische Kräfte auf das Feld. Die Wechsel sorgten für mehr Ruhe im Aufbauspiel der Backnanger, nach vorne ging aber so gut wie nichts mehr. Aber auch bei Ilshofen bewegte sich in der Offensive nicht viel, weshalb den Zuschauern wenig ansehnlicher Fußball geboten wurde. Die TSG musste nicht und Ilshofen konnte nicht. Am Ende schaukelten die Roten das Ergebnis problemlos über die Zeit und untermauerten mit nun 31 Punkten ihren dritten Tabellenplatz.

TSV Ilshofen: Wieszt – Rummler, Egner, Mbodji, Stüber, Schmelzle – Lienert (72. Marmein), Lindner (66. Frosynis) – Schiffmann, Wilske – Kurz.

TSG Backnang: Guttenson – Leon Maier, Bitzer, Doser, Dannhäußer – Biyik (86. Tichy) – Binakaj (60. Geldner), Pollex (71. Gleißner) – Loris Maier, Santoro (79. Sejdinovic) – Marinic.

Tore: 0:1 (10.) Marinic, 0:2 (14.) Dannhäußer. – Schiedsrichter: Mattern (Mannheim). – Zuschauer: 150.

 

Quelle BKZ - Dieter Gall / Foto: A. Hornauer

 

 

 

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Mit einem verdienten 3:0-Sieg gegen die Sport-Union Neckarsulm mischen die Fußballer aus Backnang weiter in der Oberliga-Spitzengruppe mit. Flavio Santoro, Loris Maier und Mario Marinic erzielen die Tore.

Ziemlich viel Platz gab es auf der Ersatzbank der Roten. Verletzungen und Corona sorgten dafür, dass neben Torhüter Mika Wilhelm nur drei Feldspieler zur Verfügung standen. Aber wie so oft in den letzten Wochen, machten die Backnanger das Beste daraus. Allerdings war die erste Hälfte alles andere als vergnügungssteuerpflichtig. Beide Teams boten kein gutes Fußballspiel. Spielertrainer Mario Marinic ließ zur Pause in der Kabine gewaltig Dampf ab, rüttelte seine Jungs wach und die hatten es offenbar verstanden. Denn im zweiten Abschnitt zeigten die Mitstreiter von Kapitän Oguzhan Biyik, zu was sie eigentlich fähig sind.

In der ersten halben Stunde plätscherte die Partie so vor sich hin. Langeweile war im Etzwiesenstadion angesagt. Erst nach 24 Minuten wurde es interessant. Flavio Santoro schnappte sich kurz nach der Mittellinie die Kugel, zog an der Strafraumgrenze der Gäste nach innen und versuchte es einfach mal aus der Distanz. Gästekeeper Lukas Mai ahnte wohl die Gefahr nicht, stand in seinem Kasten zu weit am linken Pfosten und hatte so keine Abwehrmöglichkeit mehr, als der Ball am rechten Eck zur 1:0-Führung der Gastgeber einschlug.

Fünf Minuten später wurde Loris Maier im Fünfmeterraum der Gäste im letzten Moment abgeblockt. Glück hatten die Hausherren nach einer halben Stunde, denn Steven Neupert stocherte das Leder freistehend nicht nur an Backnangs Torhüter Julian Guttenson sondern auch am Tor der Gastgeber vorbei. Mario Marinic und Co-Trainer Julian Schieber hatte die Vorstellung ihrer Mannschaft im ersten Durchgang überhaupt nicht gefallen. In der Pause wurden die Defizite deutlich angesprochen. Zwei Minuten nach dem Wechsel lag der Ball erneut im Tor der Gäste. Loris Maier spielte mit Julian Geldner im gegnerischen Strafraum einen Doppelpass, Maier vollendete in Torjägermanier zum 2:0. Ab diesem Zeitpunkt lief es wie geschmiert für die Platzherren.

Neckarsulm verlor den Faden, hatte aber in der 58. Minute noch eine tolle Chance durch Pasqual Pander, der frei vor TSG-Schlussmann Guttenson auftauchte. Doch der Backnanger verhinderte den Anschlusstreffer. Nicht nur wegen dieser Aktion hatte sich der Torhüter ein Sonderlob verdient. Fünf Minuten später fiel die Vorentscheidung. Leon Maier schickte seinen Spielertrainer mit einem Zuckerpass auf die Reise. Marinic lupfte die Kugel über den herausstürzenden Torwart zum 3:0 ins Gäste-Gehäuse. Danach hatten die Hausherren die Partie sicher im Griff. Die TSG besaß in der 84. Minute eine spektakuläre Dreifachchance durch Benjamin Sejdinovic, Loris und Leon Maier. Jedes Mal parierte SU-Keeper Mai. Zwei Minuten vor dem Abpfiff stand TSG-Schlussmann Guttenson wieder im Blickpunkt. David Gotovac hatte freistehend schon den Ehrentreffer für die Gäste auf dem Fuß, doch der Backnanger Torhüter wehrte die Kugel mit einem tollen Reflex zur Ecke ab.

 

Quelle: BKZ 

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U23 der TSG Backnang hat einen Trainer
 
Vorbereitungen für das neue U23 Team laufen !
 
 
Die Fußballer der TSG Backnang wollen in der Saison 2022/2023 mit einer U-23-Mannschaft wieder am Spielbetrieb teilnehmen (wir berichteten). Die Vorbereitungen dafür laufen. „Die Mannschaft nimmt Gestalt an“, sagt Teammanager Michael Selig. Er teilt zudem mit, dass der Coach feststeht. „Wir freuen uns sehr, dass wir uns mit dem erfahrenen Trainer Hakan Keskin einigen und ihn für das neue Projekt begeistern konnten.“ Keskin trainiert derzeit den FSV Weiler zum Stein, der die Tabelle in der Kreisliga A 2 anführt. Der Inhaber der Trainer-B- und -Elite-Lizenz hat auch schon Erfahrungen in der Bezirksliga gesammelt.
 
„Wir kennen uns vom SV Steinbach gut, wo wir bereits gemeinsam erfolgreich zusammen gearbeitet haben“, so Selig. Keskin sagt: „Mir persönlich war es sehr wichtig, dass der gesamte Verein hinter diesem Projekt steht, und dieses Gefühl habe ich von Anfang an gespürt. Daher reizt es mich sehr, dieses Projekt unter dem Dach der TSG mitgestalten zu dürfen.“ Weiter freut sich Selig, dass ein geeigneter Teamkoordinator verpflichtet wurde. Diesen Posten übernimmt der Backnanger Ralf Kemmler, der über viele Jahre beim SV Steinbach unter anderem im Vorstand sowie als Jugendleiter und zuletzt Jugendtrainer tätig war. „Auch im Bereich der Spieler kommen wir gut voran, sodass wir optimistisch sind, bis zum Frühjahr eine schlagkräftige Mannschaft zu präsentieren“, erklärt Michael Selig.
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TSG Backnang kassiert dritte Auswärtspleite in Serie

Auf fremden Plätzen ist mit dem Backnanger Fußball-Oberligisten momentan kein großer Staat zu machen. Nach dem 0:2 beim FC 08 Villingen und dem 1:2 beim 1. FC Rielasingen-Arlen zogen die Roten am gestrigen Abend auch beim 1. CfR Pforzheim mit 1:3 den Kürzeren.

Der bislang letzte TSG-Auswärtssieg datiert vom 10. September, auch damals war es ein Spiel an einem Freitagabend: An der Kreuzeiche behielten die Etzwiesenkicker gegen den SSV Reutlingen mit 2:0 die Oberhand. Seit dieser Partie vor sechs Wochen liegt es an der Heimstärke, dass die Murrtaler weiterhin im Vorderfeld der Oberliga-Tabelle mitmischen. Leer gingen sie nur gegen Freiberg aus und gegen Dorfmerkingen gab es ein Unentschieden. Die Duelle mit Ravensburg, Linx und zuletzt noch Neckarsulm entschieden die Roten jeweils für sich.

Im Vergleich zum 3:0-Sieg am vergangenen Samstag hatte TSG-Spielertrainer Mario Marinic die Startelf in Pforzheim um einen Namen verändert. Benjamin Sejdinovic kam rein und verteidigte anstelle von Leon Maier, der auf die Doppelsechs neben Kapitän Oguzhan Biyik beordert wurde, auf der rechten Seite. Marc Bitzer rückte aus dem zentralen defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung neben Patrick Tichy, dafür musste Thomas Doser auf die Ersatzbank.

Eigentlich könnte man über den Verlauf der ersten Halbzeit im Stadion im Brötzinger Tal getrost den Mantel des Schweigens hüllen, denn beide Mannschaften überboten sich an Harmlosigkeit. Richtiger Spielfluss wollte hüben wie drüben nicht aufkommen. Es gab Ballverluste am laufenden Band, und genau zu dieser Art von Fußball passte schließlich auch der Führungstreffer für die Hausherren. In der 38. Minute landete ein weiter Abwehrschlag des Pforzheimers Denis Gudzevic bei seinem Teamkollegen Noah Lulic. Der legte sich die Kugel zwar zu weit vor, doch der Rettungsversuch von TSG-Keeper Julian Guttenson klatschte an den Fuß von Lulic und von dort segelte das Leder an den Querbalken. Den Abpraller beförderte Lulic zum 1:0 in den TSG-Kasten. Ein ziemlich kurioser Treffer.

Nach der schwachen Leistung der Etzwiesenelf im ersten Durchgang konnte es nach dem Wechsel nur besser werden. Für Sejdinovic kam Niklas Pollex – eine Maßnahme, die dem weitgehend harmlosen Angriff der Gäste gut tun sollte. Der Neue war kaum fünf Minuten drin, als sein Schuss aus 20 Metern von CfR-Keeper Yusuf Tirso nur mit Mühe gehalten wurde. Nur wenig später lag Pforzheim aber mit zwei Treffern vorne. Im Strafraum holte Bitzer in der 63. Minute den quirligen Salvatore Catanzano von den Beinen. Klarer Fall: Elfmeter für die Hausherren, der von Kapitän Maurizio Macorig sicher zum 2:0 verwandelt wurde.

 Backnangs Spieler ließen die Köpfe hängen. Zehn Minuten später ließ sich der starke Catanzano nicht aufhalten und schloss eine tolle Einzelleistung zum 3:0 ab. Das war die Entscheidung, die Gäste verloren nun vollends den Faden. Erst gegen Ende kamen sie noch zu ihren Möglichkeiten. In der 83. Minute köpfte Doser nach einer Ecke von Biyik nur knapp am Gehäuse vorbei. 60 Sekunden darauf verkürzte Marinic mit einem Flachschuss immerhin auf 1:3. Zu spät, um noch für eine Wende zu sorgen. Bezeichnend, dass sich Marinic die einzige Gelbe Karte der TSG abholte, während die CfR-Spieler etliche Kartons sammelten.

1. CfR Pforzheim: Tirso – Di Biccari, Gudzevic, Macorig, Sheron – Latifovic (75. Rienhart), Türköz – Kariman, Varese (79. Asare), Lulic (75. Münst) – Catanzano (79. Böhm).

TSG Backnang: Guttenson – Sejdinovic (46. Pollex), Bitzer, Tichy, Dannhäußer – Biyik (87. Rakic), Leon Maier – Loris Maier, Geldner (81. Doser), Santoro (74. Binakaj) – Marinic.

Tore: 1:0 (38.) Lulic, 2:0 (63./FE) Macorig, 3:0 (73.) Catanzano, 3:1 (84.) Marinic. – Schiedsrichter: Eisele (Münchingen). – Zuschauer: 350.

 

Quelle: BKZ - Dieter Gall / Foto: A. Hornauer

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Ein Strafstoßtor reicht der TSG Backnang nicht für Zählbares

Unnötige 1:2-Niederlage beim 1. FC Rielasingen-Arlen

Fußball-Oberligist TSG Backnang handelte sich beim 1. FC Rielasingen-Arlen eine unnötige Pleite ein. Mert Tasdelen sorgte mit einem Foulelfmeter für den zwischenzeitlichen Ausgleich, in der Schlussminute kassierten die Roten aber noch das 1:2. Das passte zu den Ereignissen im Vorfeld.

 

Der Kreuzbandriss bei Keeper Marcel Knauß und gleich zwei Coronafälle: In der vergangenen Woche hatte die TSG Backnang mehrere Hiobsbotschaften zu verkraften. Und dann auch noch das: Bei strahlendem Sonnenschein und recht angenehmen Temperaturen ging es in Rielasingen an der Grenze zur Schweiz auf einen Kunstrasenplatz. Nicht nur Mario Marinic und Julian Schieber zeigten sich wenig glücklich mit diesem Untergrund. Einig waren sich die TSG-Trainer aber auch darin, dass das Spielfeld nicht Schuld an der Niederlage war. Den Gästen fehlte es vielmehr im Angriff an der nötigen Durchschlagskraft. Und, was am Ende noch entscheidender war, da die Kräfte schwanden: Wegen der verletzungs- und coronabedingten Ausfälle hatten die Murrtaler die Fahrt in den Südschwarzwald mit nur drei Auswechselspielern antreten können.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die vor allem auf Backnangs linker Abwehrseite auftraten, fingen sich TSG-Kapitän Oguzhan Biyik und seine Mitstreiter. Das Etzwiesenteam übernahm die Initiative. Nach 25 Minuten köpfte Marinic eine Ecke von Biyik an den rechten Pfosten. Nur acht Zeigerumdrehungen später tat es ihm Rielasingens Nico Kunze gleich, indem er aus zehn Metern freistehend den linken Pfosten traf. Aufregung gab es im Backnanger Strafraum in der 39. Minute. Adnan Rakic berührte Kunze am Bein, der Spieler der Hausherren nutzte die Gunst der Stunde. Er sank theatralisch zu Boden und der nicht immer sichere Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Julian Guttenson, der als Nummer zwei der Gäste den lange verletzten Stammtorwart Marcel Knauß ersetzen soll, schnappte sich den von Albert Malaj getretenen Strafstoß mit einer tollen Reaktion.

Für die zweite Halbzeit kam bei der TSG mit Jannik Dannhäußer ein frischer Außenverteidiger. Rakic machte auf der linken Seite für ihn Platz. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn zappelte die Kugel im Netz der Murrtaler. Pascal Rasmus stand nach einem Querpass am langen Eck völlig frei und drückte das Leder problemlos zur 1:0-Führung für Rielasingen-Arlen über die Linie. Ein Schock für die Etzwiesenelf, die sich davon nur langsam erholte. Marinic traf zwar in der 53. Minute ins gegnerische Gehäuse, doch eine klare Abseitsstellung verhinderte den Ausgleich. Nach einer Stunde kam Mert Tasdelen für den entkräfteten Flavio Santoro. Der Joker war kaum eine Minute auf dem Feld, schon gab es Elfmeter. Marinic wurde im Strafraum vom etwas übermotivierten FC-Schlussmann Dennis Klose einfach umgemäht. Klarer Fall, Strafstoß. Tasdelen trat an und verwandelte souverän zum 1:1.

Anstatt nachzulegen, verloren die Backnanger komplett den Faden. Von einem gescheiten Aufbauspiel waren Biyik und seine Kollegen weit entfernt. Rielasingen zeigte wie es geht und machte mächtig Druck. In der 86. Minute rettete der starke Patrick Tichy auf der Linie den möglichen Punkt. Als sich die TSG-Anhänger schon mit diesem einen Zähler einverstanden erklärt hatten, schlugen die Hausherren noch einmal zu. Tobias Bertsch war in der Schlussminute zur Stelle und erzielte den nicht unverdienten 2:1-Siegtreffer. In der Nachspielzeit wurde Marinic im gegnerischen Fünfmeterraum klar umgerissen, doch dieses Mal blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm.

 

Quelle BKZ / Foto Volker Müller

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