TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Verbandsliga Mannschaft
  • hinten:
    Shqiprim Binakay, Sebastian Gleißner, Julian Geldner, Leon Maier, Thomas Doser, Marc Bitzer, Michl Bauer, Loris Maier, Patrick Tichy, Niklas Kalafatis
    Mitte:
    Rui Tiago Caldas de Carvalho, Team Koordinator Michael Quattlender, Betreuer Bernd Dannhäußer, Betreuer/Zeugwart Rolf Wörner, Torwart Trainer Marc Hess, Trainer Holger Ludwig, Co-Spielertrainer Mario Marinic, Physiotherapeut Volker Max, Mannschaftsarzt Dr.med. Jochen Nufer, Ressort Vorstand Marc Erdmann, Louis Wiesheu, Volksbank Vorstand Jürgen Schwab
    vorne:
    Benito Baez-Ayala, Niklas Pollex, Mert Tasdelen, Mika Wilhelm, Oguzhan Biyik, Marcel Knauß, Adnan Rakic, Marvin Zimmermann, Jannik Dannhäusser
    Es fehlt David Kienast
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Ein Ja, das nicht selbstverständlich war

Fußball-Oberligist TSG Backnang freut sich, dass die umworbenen Brüder Leon und Loris Maier ihre Verträge bis zum Sommer 2023 verlängert haben. Die Zwillinge aus Rudersberg betonen, dass sie sich im Murrtal mittlerweile stark verbunden fühlen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 08.03.21

„Das war keine Selbstverständlichkeit“, erklärt Marc Erdmann und ist deshalb erst recht erfreut, dass es ihm gelungen ist, mit den Brüdern Leon und Loris Maier Einigung zu erzielen. Gestern haben die beiden ihre diesen Sommer auslaufenden Verträge beim Backnanger Fußball-Oberligisten bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Damit haben sich die Zwillinge unter anderem gegen Angebote von höherklassigeren Vereinen entschieden. Wie das 49-jährige TSG-Vorstandsmitglied schon sagte, war es jedoch kein Selbstläufer, die beiden 21-Jährigen beim Verein aus den Etzwiesen zu halten.

Entgegen kam Backnangs Verantwortlichen, dass das Duo aus dem Wieslauftal schon seit sieben Jahren im Murrtal die Kickstiefel schnürt. „Nach so langer Zeit gibt’s schon eine starke Verbundenheit, die bei der Zusage durchaus reingespielt hat“, sagt Leon Maier und wird von Bruder Loris bestätigt: „Hier passt einfach sehr, sehr viel. Das Umfeld stimmt, wir haben viele Freunde im Team und das ist bei höherklassigen Vereinen sicherlich nicht überall so.“ Positives, das beide auch in Bezug auf die sportliche Seite von sich geben: „Wir sehen hier eine Perspektive. Die Qualität im Team stimmt und ein großer Teil der Mannschaft ist noch richtig jung.“ Heißt? „Dass es hier zumindest tabellarisch in den nächsten Jahren noch nach oben gehen kann.“

Marc Erdmann lobt die Willensstärke und den Ehrgeiz der Brüder

Marc Erdmann hört die Worte wohl und antwortet mit Lob für den spielstarken Rechtsverteidiger Leon und den offensiven Mittelfeldmann Loris Maier. Beide seien willensstark, selbstkritisch und hätten sich auch deshalb trotz ihrer jungen Jahre einen Stammplatz erarbeitet, sagt Backnangsr Sportchef und urteilt: „Man muss kein großer Prophet sein, um zu erkennen, dass beide die Voraussetzungen für noch höhere Aufgaben mitbringen und schon jetzt in der Lage sind, in unserem Team größere Verantwortung zu übernehmen.“

Erkannt haben das Talent allerdings nicht nur die Macher beim Etzwiesen-Verein. Die Zwillinge bestätigen, dass sie auch von einigen anderen Vereinen Angebote hatten, darunter auch aus der Regionalliga. Vor allem Letzteres hätten sich beide zwar vorstellen können, „doch wir wollen Fußball spielen und nicht Fußball schauen“, erklärt Loris Maier, dass er zu jenen gehört, die lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach haben. Sportlich gesehen. Wobei die Spieler auch damit hätten leben könne, den Vertrag nur um eine Saison zu verlängern. „Marc Erdmann wollte aber unbedingt zwei Jahre“, erzählen die Brüder und blicken schmunzelnd zum Vorstandsmitglied. Das gesteht freimütig ein, „das Potenzial von beiden ist so, dass wir schon schauen mussten, dass es möglichst langfristig hier weiter geht“.

Das hat ja nun auch geklappt und Erdmann ist froh, dass „wir sie von unserem Konzept überzeugt haben.“ Eine Selbstverständlichkeit war das offenbar nicht. Was wiederum nicht verwundert, schließlich sind die beiden Rudersberger ehrgeizig und schieben neben Studium und Training noch Zusatzschichten im Kraftstudio: „Der Dank dafür gebührt aber nicht nur uns, sondern auch unserem Torwart Marcel Knauss. Der hat uns mitgeschleppt und es hat Spaß gemacht.“ Und prompt gibt es von Marc Erdmann nun auch noch ein Kompliment dafür, „dass sie sehr akribisch an ihrem Körper gearbeitet haben und dadurch in der Lage sind in Zweikämpfen noch robuster und aggressiver zu agieren beziehungsweise diese für sich zu entscheiden.“

Zum großen Glück für alle Seiten fehlt nach der Vertragsverlängerung nun nur noch das Ende der Coronazwangspause. Denn Leon und Loris Maier brennen darauf, mit ihren Freunden von der TSG endlich wieder gemeinsam dem Ball hinterherjagen zu können. Erst recht, nachdem die eigenen Zukunftsfragen nun geklärt sind, obwohl es für alle Beteiligten keineswegs ein Selbstläufer war.

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Kienasts Knie spielt einfach nicht mehr mit!

Nach eineinhalb Jahren gibt der Verteidiger der Backnanger Oberliga-Fußballer seinen Kampf um eine Rückkehr aufs Spielfeld auf. Der 31-jährige Ex-Drittliga-Spieler der SG Sonnenhof Großaspach bleibt dem Etzwiesenklub im Scouting-Bereich erhalten.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 23.01.21 / Foto: Volker Müller

Der Entschluss ist David Kienast nicht leichtgefallen, doch sein linkes Knie ließ ihm einfach keine andere Wahl. Mit 31 Jahren beendet der Backnanger Oberliga-Fußballer seine Karriere. Eineinhalb Jahre hatte er gehofft, doch die Nachwirkungen des im TSG-Testspiel beim badischen Verbandsligisten VfB Eppingen erlittenen Kreuzbandrisses lassen es unmöglich zu, „dass ich noch auf hohem Niveau weiterspielen kann“. Derzeit ohnehin nicht, ging an jenem 13. Juli 2019 doch nicht nur sein vorderes Kreuzband kaputt. Auch der Knorpel wurde so stark beschädigt, dass „ich seitdem nicht mal mehr joggen kann und selbst das Treppensteigen nicht ohne Probleme geht“. Eine erneute Operation, bei der frischer Knorpel transplantiert wird, soll nun zumindest leichte Besserung bringen.

Fest steht bereits, dass der ehemalige deutsche U-16- und U-17-Nationalspieler dem Etzwiesenklub erhalten bleibt, wenn auch in anderer Funktion, wie Vorstandsmitglied Marc Erdmann berichtet: „Nachdem David als Spieler bedauerlicherweise aufhören muss, freut es mich auf der anderen Seite, dass er für uns im Scouting-Bereich nun eine neue Aufgabe übernimmt.“ Ein Posten, für den Kienast bestens geeignet sei, sagt Erdmann und erklärt: „Er bringt dafür das fußballerische Know-how und die entsprechenden Kontakte mit.“ Damit spielt der Manager der Backnanger Oberliga-Elf nicht darauf an, dass David Kienast in seiner Jugendzeit mit Spielern wie Bayern-Star Thomas Müller, dem ehemaligen Nationaltorwart Ron-Robert Zieler oder dem Mainzer Danny Latza gemeinsam die deutschen Farben vertrat. Erdmann hat die vielen Jahre im Blick, die der gebürtige Reutlinger nach seiner Zeit beim VfB-Nachwuchs für Vereine wie Darmstadt 98, die TSG Hoffenheim, die SG Sonnenhof Großaspach, den SGV Freiberg und die TSG Backnang am Ball war. 50 Dritt-, 106 Regional- und 75 Oberliga-Spiele hatte David Kienast auf dem Buckel, als er sich im Vorbereitungsspiel in Eppingen so schwer verletzte.

Mit vier von seinen fünf Vereinen im Männerbereich einen Aufstieg gefeiert.

„Sportlich waren die fünf Jahre in Großaspach sicherlich die erfolgreichsten“, blickt der Mann zurück, der im Mai 2014 zu dem SG-Team zählte, das in den zwei Relegationsspielen gegen den VfL Wolfsburg II den umjubelten Aufstieg in die Dritte Liga schaffte. Überhaupt war Aspach für ihn die wohl wichtigste Station im Aktivenbereich. Immerhin brachte er es dort auf insgesamt 136 Einsätze in den drei Regionalliga- und zwei Drittliga-Runden. Und: „Alexander Zorniger war neben meinem VfB-A-Jugend-Trainer Hansi Kleitsch vielleicht der Coach, der mich mit am meisten geprägt hat.“ Wobei Kienast auch sagt, dass es ihm eigentlich überall gefallen hat. „Jede meiner Stationen hatte ihren eigenen Charme“, sagt der Routinier, der als Kind beim SV Würtingen auf der Schwäbischen Alb mit der Kickerei einst begonnen hat und der als Aktiver mit fast jedem Verein einen Titel gewonnen sowie einen Aufstieg gefeiert hat. Unter Trainer Markus Gisdol gelang ihm zum Beispiel mit Hoffenheim II der Sprung von der Ober- in die Regionalliga, mit Großaspach ging es wie erwähnt hoch in die Dritte Liga und mit dem SGV Freiberg sowie der TSG Backnang jeweils von der Verbands- in die Oberliga.

Nun ist Schluss und Kienast, der sich selbst als Fußballer aus Leidenschaft bezeichnet, blickt „mit einem weinenden und einem lachenden Auge“ auf seinen selbst gewählten Abpfiff zurück. „Einerseits fehlen mir die vielen Kontakte zu den Jungs beim gemeinsamen Training und beim Spiel, andererseits habe ich zuletzt durchaus zu schätzen gelernt, dass die Kickerei nicht mehr ganz so viel Zeit in meinen Leben beansprucht.“

Wobei ganz weg vom Fußball ist er ja nicht. Auch weil er in seinen nunmehr zweieinhalb Jahren bei der TSG Backnang in den Etzwiesen ein wenig heimisch geworden ist. „Wir haben da unten auch menschlich eine richtig tolle Truppe“, sagt der 31-Jährige und bekennt: „Ich bin Marc Erdmann sehr dankbar, dass er mir diese Möglichkeit bietet, und ich habe richtig Lust darauf.“ Scouting und auch ein Stück weit Kaderplanung seien Dinge, die ihm durchaus liegen würden, sagt David Kienast und gibt sich gleich wieder so, wie er auch als Verteidiger auf dem Platz aufgetreten ist – nicht als Haudrauf, sondern umsichtig und vorausschauend: „Ich gehe die Aufgabe in aller Ruhe an und weiß, dass ich mit Marc Erdmann einen super Ansprechpartner habe.“ Einen, der wiederum ebenfalls zu schätzen versteht, was er da an zusätzlicher Qualität in seinem Planungsstab dazubekommen hat. Sportlich und menschlich. Deshalb ist es ihm wichtig, noch zu betonen: „Wir werden David als Spieler nicht einfach so gehen lassen, sondern dann, wenn Zuschauer wieder erlaubt sind, in einem entsprechenden Rahmen auch offiziell verabschieden. Das hat er sich einfach verdient.“

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Dauerläufer läuft weiter für TSG auf!

Julian Geldner verlängert seinen Vertrag beim Backnanger Fußball-Oberligisten um zwei Jahre.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 19.12.20 - Foto: Volker Müller

Die Hälfte seines bisherigen Lebens hat er bereits bei der TSG Backnang verbracht. Das ist dem 24-jährigen Julian Geldner offenbar aber noch nicht lang genug. Diese Woche hat er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim Fußball-Oberligisten aus den Etzwiesen bis zum 30. Juni 2023 verlängert. „Der Verein ist für mich fast schon zur zweiten Heimat geworden“, sagt der ursprünglich von der SKG Erbstetten stammende Leistungsträger, der einst als Zwölfjähriger nach Backnang wechselte. Mittlerweile gehört er dort fast schon zur festen Einrichtung. In einem hat Geldner sogar Torjäger Mario Marinic was voraus: Der Mittelfeldmann ist der einzige Spieler in den Etzwiesen mit einem eigenen Fanklub. Zusammen setzt sich der vor allem aus Familienmitglieder und aus Personen aus seinem Heimatort. Entsprechend viele Erbstettener sind deshalb bei den Backnanger Punktspielen zu finden.

Das ist allerdings nicht der Grund, weshalb sich der Spieler und die Verantwortlichen der TSG recht schnell einig wurden. Wichtiger war, dass beide Seiten mit dem jeweiligen Gegenüber sehr zufrieden sind. TSG-Vorstandsmitglied Marc Erdmann erklärt: „Wir sind überglücklich, dass wir nach Michl Bauer einen weiteren Spieler aus der Region für weitere zwei Jahre an den Verein binden konnten. Beide sind absolute Mentalitätsspieler.“ Hinzu komme, dass sich der aus der eigenen Jugend stammende Mittelfeldmann in den vergangenen Jahren dank stets konstanter Leistungen zum Stammspieler entwickelt habe, so Backnangs sportlicher Leiter. In der Tat zählt Geldner nun schon einige Zeit zu den sogenannten Leistungsträgern. Unabhängig davon, ob der Trainer Markus Lang, Beniamino Molinari, Andreas Lechner, Evangelos Sbonias oder Holger Ludwig hieß oder heißt. Für Erdmann ist der hohe Stellenwert, den der Spieler bei den Übungsleitern einnimmt, keine Überraschung: „Neben seinem tollen Charakter zeichnen ihn seine unheimliche Laufbereitschaft und Physis sowie sein Wille aus. Zudem ist er ein sehr lernwilliger Spieler. Einer, der bereit ist, auch an seinen Schwächen weiter hart zu arbeiten.“

Vor allem die letztgenannte Eigenschaft half dem ausgebildeten Physiotherapeuten, der seit eineinhalb Jahren in Stuttgart-Vaihingen Bewegungswisschenschaft studiert, bei der Entwicklung vom jungen Ergänzungsspieler in der Verbandsliga zum mittlerweile gestandenen Oberliga-Fußballer. Geldner spielte sowohl beim Aufstieg vor dreieinhalb Jahren wie bei dem in der vergangenen Saison eine wichtige Rolle. Auch weil er zu der Sorte von Fußballern zählt, die auf dem Platz eigentlich nie aufstecken. Ein Ehrgeiz, den der 24-Jährige aber nicht nur für sich allein in Anspruch nimmt. Sein Bleiben begründet er zum Beispiel damit, „dass man spürt, das sich der Verein Schritt für Schritt weiterentwickelt. Alle, die hier ehrenamtlich tätig sind, hauen sich voll rein.“

Ein Lob, das Marc Erdmann gerne zur Kenntnis nimmt und berichtet: „Die Spieler registrieren unsere Entwicklung und auch weitere, bereits in die Wege geleitete Projekte und Visionen.“ Die TSG sei mittlerweile neben dem benachbarten Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach seit Jahren das Aushängeschild des Fußballs im Rems-Murr-Kreis, sagt der 49-Jährige und sieht sich darin durch Geldners Verlängerung erneut bestätigt.

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Backnangs Fußball-Oberligist bastelt in der Zwangspause weiterhin fleißig an seinem Kader für die kommende Saison.
 
Fußball-Oberligist TSG Backnang nutzt die Zwangspause wegen der Corona-Pandemie weiterhin fleißig, um den Kader für die kommende Saison festzuzurren. Zumindest in der Innenverteidigung kann der Verein aus den Etzwiesen offenbar auch in Zukunft auf die bewährten Kräfte setzen. Nachdem Michl Bauer (22) schon vor Wochen und Thomas Doser (31) vor zwei Tagen dem derzeitigen Tabellenzwölften ihre Zusage gegeben haben, zog nun Patrick Tichy (27) nach.
 
Quelle: Backnanger Kreiszeitung / Foto: Nico Schoch
 
„Wir sind glücklich, dass auch Patrick nun dabei bleibt“, bestätigt Backnangs Vorstandsmitglied Marc Erdmann die Einigung mit dem Abwehrmann. Der 49-Jährige bezeichnet den ursprünglich vom TSV Leutenbach stammenden Tichy als „einen unserer spielstärksten Innenverteidiger und wir sind froh, ihn weiterhin als eine Säule unserer Abwehr bei uns zu haben“. Das auch, weil Tichy, der im Sommer 2017 nach dem Backnanger Oberliga-Aufstieg vom ehemaligen Verbandsliga-Rivalen VfB Neckarrems in die Etzwiesen wechselte, in den dreieinhalb Jahren bei der TSG unheimlich gereift sei, urteilt Marc Erdmann. Der Spieler selbst sagt, dass er seine Zusage für die dann fünfte Saison im Murrtal auch gegeben hat, weil „hier das Umfeld sowie das Team passen und ich in der Mannschaft noch Potenzial sehe“. Dinge, die ihm in den guten Gesprächen mit Marc Erdmann ein weiteres Mal bewusst geworden seien. Trotzdem habe er sich seine Entscheidung gut überlegt, berichtet Patrick Tichy, „denn ich hatte auch von anderen Oberligisten Angebote“. Letztendlich habe unter anderem seine berufliche Situation und die Nähe zum Wohnort Leutenbach den Ausschlag gegeben. So macht er seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann zum Beispiel bei einem Backnanger Unternehmen. Neben der kurzen Wege zwischen Wohnung, Arbeitsplatz und der Kickerei bei der TSG findet der Verteidiger, der in den neun Partien vor der Zwangspause stets zur Backnanger Startformation zählte, noch etwas überaus positiv: „So wie’s aussieht bleibt der Stamm der Mannschaft zusammen.“
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Im College-Fußball das Glück gefunden Der frühere TSG-Mittelfeldflitzer Athanasios Coutroumpas bereut nach seinem Gang in die USA im Sommer 2018 nur, dass er den Schritt erst mit 22 und nicht schon mit 18 Jahren gewagt hat.

Gute Chancen für ein Comeback beim Oberligisten aus den Etzwiesen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 04.01.21 / Foto: TSG

„Ich hatte mit 18 bereits die Chance und habe es nicht gemacht, was ich mittlerweile fast ein wenig bereue.“ Athanasios Coutroumpas spricht von der Entscheidung, in den USA das Studium und den Sport ideal miteinander verbinden zu können. Im Fall des 25-jährigen Ex-Backnangers, der über den Winter die alte Heimat besucht, ist das auf der einen Seite der Master in Business Administration und auf der anderen der Fußball.

Zweieinhalb Jahre ist es her, da entschloss sich der Spezialist für beide offensive Außenbahnen der TSG dazu, nach einem Jahr Oberliga mit dem Etzwiesenverein, seine Zelte hier vorübergehend abzubrechen und sein Studium in den Vereinigten Staaten fortzusetzen. Möglich gemacht hatte das ein Stipendium als Fußballer bei der New Yorker Long-Island-Universität. „Das beinhaltet die Studiengebühren, dein Essen und eine kostenlose Wohnung“, erklärt der gebürtige Waiblinger, der das in Zahlen beziffert: „In New York ist das ein Gegenwert von ungefähr 60000 Dollar pro Jahr. In Florida dürften es 45000 Dollar sein.“ Denn nach zwei Jahren in Big Apple ging es für Coutroumpas vergangenen Sommer einmal die Ostküste komplett runter nach Lakeland.

Grund dafür ist das Alter. Mit den sogenannten LIU Sharks, dem 2019 entstandenen Fusionsteam zweier zuvor separater Universitäten aus Brooklyn und Brookville, war der Backnanger von der Division II in die Division I hochgestuft worden. Für die höchste Ebene des College-Systems ist der Schwabe mit griechischem Pass mit seinen 25 Jahren allerdings zu alt. In der Division II, in der das Uni-Team Southern Mocs des Florida South College spielt, darf er dagegen noch ran und kann so seinen Masterstudiengang vollends abschließen.

Einerseits Glück für den Flügelstürmer, andererseits auch Anerkennung für seine fußballerischen Leistungen. Denn in New York hatte er es bereits in seiner ersten Saison zum Kapitän gebracht. Zudem „haben wir sogar unsere Conference gewonnen und es im nationalen Finalturnier unter die besten 16 gebracht.“ Auf gutes Oberliga-Niveau schätzt Coutroumpas die Qualität solcher Endturniere und sagt: „Die besten Leute könnten durchaus im Kader von deutschen Drittligisten stehen.“ Überhaupt werde die Leistungsstärke der College-Teams hierzulande eher unterschätzt, da die Vereinigten Staaten bei den Männern nicht gerade als Fußballgroßmacht gelten. Aber: „Bei mir in der Mannschaft stehen gerade mal zwei US-Amerikaner in der Startelf, der Rest kommt von überall her.“ Sehr oft aus Europa. So wie er aus Deutschland, aber auch aus den Niederlanden, aus Italien, aus Spanien.

Für Athanasios Coutroumpas, der vor seinem Wechsel an die Long Island University in Hohenheim Wirtschaftswissenschaft studiert und den Bachelor dann in New York fertig gemacht hat, steht fest, dass der Gang in die Fremde für ihn das Richtige war. Aus schulischen und aus sportlichen Gründen. „Wir trainieren hier im Prinzip unter Profibedingungen“, erzählt er und erklärt, dass es dafür allerdings durchaus Disziplin braucht. Denn: „Die erste Einheit auf dem Platz ist um 7 Uhr. Dann ist Studieren angesagt, ehe es gegen 15 Uhr wieder auf den Fußballplatz geht.“ Möglich sei das, weil sein Studienplan von den Uni-Verantwortlichen perfekt auf seine Trainingseinheiten abgestimmt ist, sagt der frühere TSG-Kicker und macht klar: „Dafür müssen dann aber auch die Leistungen stimmen.“ Auf beiden Spielfeldern.

Wobei es im Sport an keiner Annehmlichkeit fehlt. In Sachen Ausstattung und Umfeld sei’s eine andere Welt zu dem, was er als Jugendlicher des FSV Waiblingen, des 1. FC Normannia Gmünd, der TSG Backnang und des VfR Aalen kennengelernt hat, sagt Coutroumpas und schwärmt: „Selbst ein deutscher Drittligist kann das alles nicht vorweisen.“ Er berichtet von perfekten Rasenplätzen, bestens ausgestatteten und großzügigen Umkleidekabinen, die in der Tat eher an den FC Bayern München als an eine Studentenmannschaft erinnern. Hinzu komme an seiner Uni ein rund zehnköpfiger Trainerstab, mehrere Physiotherapeuten, so der 1,70 Meter große Fußballer, der im Aktivenbereich erst für die zweite Mannschaft der SG Sonnenhof Großaspach und dann drei Jahre unter den Trainern Markus Lang sowie Beniamino Molinari bei der TSG in der Verbands- und Oberliga gespielt hat. Sein Urteil über das, was er erst in New York vorgefunden hat und nun in Lakeland genießt: „Es fehlt dir einfach an nichts.“

Rückkehr zur TSG Backnang ist für den 25-Jährigen die erste Option.

Stellt sich die Frage, wie es für ihn im Dezember kommenden Jahres weitergeht, wenn er den Masterabschluss in der Tasche hat. Seine Hoffnungen, per Draft einen Platz in einer Mannschaft der amerikanischen Profiliga zu bekommen, halten sich in Grenzen, aber völlig aus dem Blickfeld hat er so etwas nicht verloren. Klar ist für ihn auf jeden Fall schon: „Wenn ich zurückkomme nach Deutschland, dann komme ich auch zurück zur TSG.“ Denn hier habe er sich zuvor wohlgefühlt und deshalb hat er mit dem Backnanger Vorstandsmitglied Marc Erdmann über dieses Szenario auch schon gute Gespräche geführt. Bis dahin freut er sich allerdings erst einmal, im Sommer 2018 den Sprung über den großen Teich gewagt zu haben. Das einzige, was ihn mittlerweile ein klein wenig reut, das ist, dass er diese Chance nicht bereits direkt nach dem Abitur am Waiblinger Staufergymnasium genutzt hat.

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Solo zweier Großkopfeter sorgt für Ärger!

In der Fußball-Oberliga haben die TSG Backnang und viele Konkurrenten kein Verständnis dafür, dass Spitzenreiter SGV Freiberg und Verfolger Stuttgarter Kickers mithilfe von städtischen Sondergenehmigungen den Trainingsbetrieb aufrechterhalten dürfen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 17.11.20

„Da wird immer Solidarität gefordert, doch wenn’s drauf ankommt, steht sich jeder selbst am Nächsten.“ Ein Satz, den TSG-Vorstandsmitglied Marc Erdmann vor allem auf die beiden Erstplatzierten in der Fußball-Oberliga gemünzt hat. Nachdem der Tabellenzweite Stuttgarter Kickers bereits vergangene Woche von der Stadt Stuttgart grünes Licht erhalten hat, den Trainingsbetrieb aufrechterhalten zu dürfen, haben nun die Stadt Freiberg und der dortige Sport- und Gesangverein, seines Zeichens mit fünf Punkten Vorsprung führender Spitzenreiter der Liga, nachgezogen. Sehr zum Missfallen der anderen 19 baden-württembergischen Fünftligisten, die die wegen der Coronapandemie verordnete Zwangspause bis mindestens Ende November einhalten müssen oder wollen.

Die Frage ist, wie lange noch, nachdem das Topduo aus der Reihe getanzt ist. Zumindest der 1. CfR Pforzheim hat bereits verlauten lassen, sich nun ebenfalls um eine Ausnahmegenehmigung zu bemühen. Die anderen Konkurrenten belassen es momentan bei teilweiser harscher Kritik. Zumindest der SGV fühlt sich deshalb offenbar nicht wohl in seiner Haut. Freibergs Pressesprecher Joachim Plemenik teilt mit, dass sowohl sein Verein als auch die Stadt nicht glücklich über die Uneinheitlichkeit in der Liga seien und eine landeseinheitliche Regelung befürworten würden, da die Oberliga in ganz Baden-Württemberg beheimatet ist. Plemenik erklärt dazu: „Sowohl der SGV als auch die Stadt Freiberg haben solch eine Klarstellung kurzfristig beantragt.“ Eventuell hat der noch unbesiegte Tabellenführer mit dieser Initiative ja mehr Erfolg als mit dem angeblichen Versuch, den auf Degerlochs Höhen beheimateten Verfolger davon abzuhalten, sich die Sondergenehmigung von der Stadt Stuttgart zu besorgen. Das zumindest behaupten Kenner der Szene. Sie berichten, dass Freiberg mit den Kickers ein sogenanntes Gentlemen’s Agreement treffen wollte, dass keiner der zwei großen Titelanwärter den Trainingsbetrieb aufnimmt und versucht, sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Für Marc Erdmann ist das Thema Wettbewerbsgleichheit ein Punkt. Ein anderer ist für ihn aber der gesundheitlich Aspekt. „Derzeit haben wir Coronahöchstwerte, da sind für mich solche Aktionen völlig unverständlich“, ärgert sich der 49-Jährige über die beiden Großkopfeten und legt nach: „Für mich ist es ein Unding, dass es solche Schlupflöcher überhaupt gibt.“ Dabei sei es ihm ziemlich egal, ob dies die Politik und Behörden oder der Verband möglich machen. Zudem ist es für den sportlichen Leiter des Tabellenzwölften aus den Etzwiesen auch eine Frage des eigenen moralischen Anspruchs: „Wie sollen wir solche Dinge unseren Kinder und Jugendlichen in den Vereinen erklären, denen wir sagen, dass sie derzeit nicht kicken dürfen.“

Wobei Erdmann nicht nur die Einschränkungen im Fußball und im Sport im Allgemeinen im Blick hat, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen. „Die Gastronomen und viele andere müssen leiden, haben extreme Einbußen.“ Da gehe es einfach nicht, dass Fußballvereine selbst in einer fünften Liga glaubten, über den Dingen zu stehen. Erdmanns klare Ansage: „Gesundheitliche Aspekte und Verantwortung sollten immer über allem stehen.“ Das Backnanger Vorstandsmitglied steht mit seiner Meinung nicht alleine da. Auch andere Vereine wie der SSV Reutlingen, der Freiburger FC und der FV Lörrach-Brombach ärgern sich über die Solotour der beiden Titelaspiranten, die damit auch die Empfehlung und Bitte der drei Fußballverbände Nordbaden, Südbaden sowie Württemberg, den Trainingsbetrieb vorläufig ruhen zu lassen, ad absurdum geführt haben. Richtig deutlich wird die Neckarsulmer Sport-Union, die auf ihrer Internetseite unkt: „Die Oberliga Baden-Württemberg steht vor der Zerreißprobe.“ Ganz so weit will Marc Erdmann noch nicht gehen. Er sagt: „Ich hoffe, dass die Vernunft am Ende siegt.“
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Leistungsträger Thomas Doser wird auch in der neuen Saison das rote Trikot der Backnanger aus den Etzwiesen tragen.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 25.02.21 

Die Fußballer der TSG Backnang treiben die Personalplanungen für die Saison 2021/2022 voran. „Wir hoffen, dass wir in der laufenden Runde noch mal spielen können, doch das ist momentan offen“, sagt Teammanager Isaak Avramidis. Die derzeitige coronabedingte Pause nutzen er und die anderen TSG-Verantwortlichen um den sportlichen Leiter Marc Erdmann dazu, den Mannschaftskader für die neue Saison zusammenzustellen. Und dieser soll, wenn es nach dem Willen des Etzwiesenklubs geht, wieder in der Oberliga spielen. Sollten die Roten den momentanen zwölften Tabellenplatz halten oder verbessern können, dann stünde einem weiteren Jahr in der fünfthöchsten Spielklasse nichts mehr im Wege.

Ein wichtiger Baustein in der Mannschaft von Trainer Holger Ludwig ist Thomas Doser. In der laufenden Runde stand der 31-Jährige bei allen bislang absolvierten Partien auf dem Platz. Auf 779 Spielminuten in den zwölf Begegnungen hat er es bisher in dieser Runde gebracht. Dabei erzielte Doser einen Treffer und gab auch eine Torvorlage. Er ist also eine feste Größe bei der TSG. So sieht es Doser auch selbst: „Ich bin in Backnang sehr zufrieden.“ Deshalb zögerte er nicht lange, seinen im Sommer dieses Jahres auslaufenden Kontrakt um ein Jahr zu verlängern.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir den Klassenverbleib schaffen. Ich habe Lust auf eine weitere Saison in der Oberliga“, erklärt der Innenverteidiger. Der ist mit seiner Größe von 1,94 Metern eine sichere Bank in der TSG-Defensive. Zu seinen Stärken gehört auf jeden Fall das Kopfballspiel. „Ich bin auch zweikampfstark“, zählt Doser eine weitere positive Eigenschaft von sich auf. Er möchte auch noch mehr für die Mannschaft sein. „Ich versuche, mich aufgrund meiner Erfahrung als Führungsspieler einzubringen“, sagt Doser. Das freut auch den Teammanager Isaak Avramidis. „Thomas passt vom Charakter her sehr gut in die Mannschaft. Seine Leistungen stimmen auch. Deshalb freuen wir uns, dass er ein weiteres Jahr für uns spielen wird.“

Doser war im Sommer 2018 vom Rems-Murr-Rivalen SV Fellbach zur TSG gewechselt. Auf Anhieb passte es. Dies belegen 32 Einsätze in 34 Oberliga-Begegnungen. Nach dem Abstieg blieb der Innenverteidiger in Backnang und wurde mit der TSG in der coronabedingt abgebrochenen Saison 2019/2020 Meister in der Verbandsliga. Damit stand die schnelle Rückkehr in die Oberliga fest. Seinen Anteil daran hatte Doser, dessen Heimatverein der TSV Schmiden ist. Er absolvierte 15 von den 20 Begegnungen und machte dabei zwei Treffer.

„Wir wissen, was wir an ihm haben“, macht Avramidis klar. Der Teammanager hatte deshalb alles versucht, um den Innenverteidiger für ein weiteres Jahr an die Roten zu binden. Allerdings war dies nicht ganz so einfach. Aber nicht von den Vorstellungen beider Seiten her, sondern durch die coronabedingten Umstände. „Früher saßen wir zusammen und haben miteinander gesprochen. Nun sind solche Treffen kaum mehr möglich“, schildert Avramidis. So wurden die Kontakte via Telefon und WhatsApp geknüpft. Am Ende kam für die TSG und auch für Thomas Doser eine sehr gute Lösung zustande. Die Backnanger hoffen, dass dies auch positive Auswirkungen auf andere Spieler hat. „Die Gespräche laufen weiter“, erklärt Avramidis. Der Teammanager schiebt nach: „Wenn alles klappt, können wir noch in dieser Woche einen weiteren Vollzug vermelden.“

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Unsere 1. Mannschaft ganz kreativ zu Weihnachten. Schaut euch eine Auswahl der Videos von Spielern unserer 1. Mannschaft mit Botschaften zur Weihnacht 2020 an. Auch neben dem Platz haben es unsere Jungs richtig drauf! 

 

 

 

 

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Karrieren abseits des Sports (5): Auf dem Fußballplatz personifiziert Mario Marinic als Torgarant des Oberligisten TSG Backnang die Abteilung Attacke, als Versicherungsfachmann federt er die Lebensrisiken seiner Kunden ab und baut mit ihnen fürs Alter vor.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 14.11.20 / Foto: TSG Backnang 
 

War ihm das überhaupt bewusst, wie weit seine Herangehensweisen als Sportler und am Arbeitsplatz auseinanderklaffen? „Darüber habe ich noch nie nachgedacht“, entgegnet Marinic und lacht, „aber es stimmt: Auf dem Rasen soll ich beim Gegner für Verunsicherung sorgen, hier im Büro bin ich für die Absicherung von Lebensrisiken zuständig.“ Von A wie Autoversicherung bis Z wie Zahnzusatzversicherung könne er seinen Kunden als stellvertretender Geschäftsstellenleiter einer Agentur in Waiblingen das gesamte Portfolio anbieten. Nur die Lebensversicherung, die er als Torgarant für die Roten darstellt und die er für seine Ex-Vereine auch schon gewesen ist, „ist in der Branche nicht mehr so präsent. Man spricht eher von Rentenversicherung oder von Vorsorge im Allgemeinen.“

Für den Entschluss, nach der mittleren Reife den kaufmännischen Berufsweg einzuschlagen und mit einer Bankausbildung zu starten, gibt es vor allem drei Erklärungen. Zum einen hat der Schwabe mit kroatischen Wurzeln, der mit seinen Füßen so präzise Schüsse abfeuern kann, kein Problem mit dem Eingeständnis, mit den anderen Extremitäten ungeschickt zu sein: „Ich habe zwei linke Hände und bin froh, wenn ich ein Ikea-Regal zusammenbauen kann.“ Etwas Handwerkliches machte also keinen Sinn, dazu hatte es dem Teenager die Berufskleidung angetan: „Der Anzug macht was her, das war mir als 16-Jähriger nicht unwichtig.“ Nicht zuletzt legte er wie sein Elternhaus Wert darauf, sich eine solide Basis im Job zu schaffen, um den Rücken für den Versuch freizuhaben, auch im Fußball möglichst weit zu kommen.

Alles der Jagd nach dem runden Leder unterzuordnen, kam für Marinic aber lange nicht infrage. Nach der Jugendzeit beim FSV Waiblingen und dem SV Fellbach sowie dem Sprung zu den Aktiven beim SVF, der nach dem Verbandsliga-Abstieg in der Landesliga kickte, wechselte er mit 19 sogar nach Oeffingen in die Bezirksliga, um sich noch besser auf die einjährige Zusatzqualifikation zum Versicherungsfachmann konzentrieren zu können. Seit der heute 36-Jährige dieses Papier in der Tasche hat, steht er in Diensten der Sparkassenversicherung. Auch als Spieler ist er eine treue Seele, seit 2012 geht er für Backnang auf Torejagd. Keine Selbstverständlichkeit, „heutzutage ist im Sport und im Beruf alles viel schnelllebiger“, weiß Mario Marinic mit Blick auf Kollegen und Mitspieler.

Sechs Monate in Aalen bleiben der einzige Abstecher ins Profigeschäft.

Er selbst bildete sich innerhalb der Firma weiter, wollte aber nicht nochmals die Schulbank drücken, „weil ich den Fußball als zweites Standbein hatte und es zeitlich schwierig geworden wäre“. Nach vier Jahren Oeffingen mit je zwei Auf- und Abstiegen kehrte der Stürmer nach Fellbach zurück und tat, was er immer tat: Er machte Buden wie am Fließband. Im Januar 2010 wollte ihn der VfR Aalen, denn „ich hatte eine überragende Vorrunde hinter mir und wurde mit 23 Treffern, so meine ich, sogar Landesliga-Torschützenkönig“. Und dies, obwohl er dem Lockruf des damaligen Regionalligisten folgte und damit nur halb so viele Partien wie die Angreifer aller Ligarivalen absolviert hatte. „Das war der erste und letzte Versuch, hauptsächlich mit dem Fußball Geld zu verdienen“, erinnert sich Marinic, dafür sei es mit 25 „fast zu spät“ gewesen. Zu Oeffinger Zeiten hatten die Kickers mit ihrem damaligen Trainer Robin Dutt, der VfB II mit Rainer Adrion und Spielern wie Adam Szalai oder die aufstrebenden Heidenheimer mit den Machern Holger Sanwald und Frank Schmidt ein Auge auf ihn geworfen. Weil der Torjäger auf dem Platz zwar gerne Dribblings mit ungewissem Ausgang wagt, abseits davon jedoch ein hohes Sicherheitsbedürfnis hat, scheute er immer wieder das Risiko.

Erst für Aalen machte Marinic die Ausnahme, ließ sich vom Arbeitgeber vorübergehend freistellen. Nach Startschwierigkeiten bekam er Kurzeinsätze in der Liga, im Pokal traf er beim 7:0 gegen Bissingen dreimal. Es lief gut, doch nach einem Mittelfußbruch im Halbfinale war er „außen vor“. Aalen stieg in die Dritte Liga auf, Marinic kehrte nach sechs Monaten zum Landesligisten Fellbach und ins Büro zurück. Es blieb sein einziger Profiversuch, aber der Ehrgeiz war ungestillt. Ihn zog es zu Neckarrems in die Oberliga und 2012 nach Backnang, wo er sportlich heimisch wurde und entscheidend mithalf, dass die TSG mittlerweile gute Karten hat, sich in der Oberliga zu etablieren. In dieser Runde hat er auch schon siebenmal getroffen.

Sport und Beruf unter einen Hut zu bekommen, gelingt ihm gut. „Ich konnte mir die Zeit schon immer selbst einteilen und bin daher sehr flexibel“, sagt Marinic, der spätestens um 8 Uhr im Büro ist und montags, dienstags und donnerstags ab 18 Uhr keine Termine vereinbart, um trainieren zu können. Vorher geht’s meist kurz heim, um die Sporttasche zu holen, deshalb kriegen ihn die Teamkameraden selten im feinen Zwirn zu sehen. Seine Frau akzeptiere das zeitaufwendige Hobby, „darüber bin ich froh“, aber trotzdem stellt sich die Frage, wie lange der werdende Papa noch kicken will. „Ich fühle mich gut, das rechte Knie macht keine Probleme“, sagt Marinic. „Es ist nicht selbstverständlich, nach einem Knorpelschaden mit 34 Jahren nochmals zu alter Form zurückzufinden.“ Bei ihm hat es geklappt, nun „will ich selbst entscheiden, wann ich aufhöre, und mir das nicht von Corona oder vom Knie diktieren lassen. Es macht mir Spaß und ich habe weiterhin den Ehrgeiz und die Motivation. Wir werden im Frühjahr weitersehen.“

Ohne Fußball wird es bei Mario Marinic ohnehin nie gehen, den weichen Übergang ins Trainergeschäft habe er als spielender Assistenzcoach ja schon eingeläutet. „Irgendwann werde ich an der Seitenlinie stehen“, kündigt er an, und damit Verantwortung für das große Ganze tragen – wie er es im Beruf bereits seit einiger Zeit tut.

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