TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Verbandsliga Mannschaft
  • hinten:
    Mert Tasdelen, Niklas Kalafatis, Marcus Kasongo-Ndijele, Marc Bitzer, Thomas Doser, Michl BauLer, Leon Maier, Loris Maier, Julian Geldner, Yannik Dannhäuser, Shqiprim Binakaj

    Mitte:
    Marc Erdmann, Bernd Dannhäuser, Rolf Wörner, Marc Hess, Julian Schieber, Mario Marinic, David Kienast, Volker Max, Michael Quattlender, Volksbank Vorstand Jürgen Schwab

    vorne:
    Benito Baez-Ayala, Niklas Pollex, Adnan Rakic, Julian Guttenson, Marcel Knauss, Mika Wilhelm, Oguzhan Biyik, Sebastian Gleissner, Christian Weiller

    Es fehlen Patrick Tichy und Louis Wiesheu
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Mario Marinic im Stile von Klaus Fischer -

Der Torjäger rettet Backnangs Verbandsliga-Fußballern mit einem Fallrückzieher in der Nachspielzeit ein 1:1 in Pfullingen

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 17.11.19 / Foto: Joachim Koschler

Es ist vollbracht. Mit dem 1:1 beim VfL Pfullingen beendete Fußball-Verbandsligist TSG Backnang die Vorrunde ohne Niederlage. Dabei sah es lange so aus, als sollte es die Murrtaler doch noch erwischen. Sie lagen bis in die Nachspielzeit hinten, ehe wieder einmal Torjäger Mario Marinic die Kohlen aus dem Feuer holte. Und er tat dies auch noch mit einem spektakulären Fallrückzieher.

TSG-Trainer Evangelos Sbonias setzte in der Abwehr erneut auf die Dreierkette mit Michl Bauer, Leon Maier und dem überragenden Patrick Tichy. Im Mittelfeld gaben Kapitän Oguzhan Biyik, Julian Geldner und Louis Wiesheu den Takt vor, insbesondere Wiesheu spielte richtig stark.

Der Tabellenführer drückte von Beginn an aufs Tempo. Schon nach 120 Sekunden verhinderte VfL-Keeper Tim Becker nach einem Marinic-Kopfball mit einer tollen Reaktion das Führungstor der Roten. Eine Zeigerumdrehung später scheiterte Shqiprim Binakaj mit einem Heber nahe der Strafraumgrenze. Die TSG war tonangebend und hatte mehrmals das 1:0 auf dem Fuß. Nur sporadisch kamen die Einheimischen aus der Deckung – etwa nach einer Viertelstunde, als Daniel Kühnbach Azevedo nach einem Konter frei im Fünfmeterraum stand und der aufmerksame Bauer die Backnanger vor dem Rückstand bewahrte. Dann herrschte wieder Einbahnstraßenfußball aufs Pfullinger Tor. Geldner (18.) sowie Leon Maier (21.) brachten die Kugel aber nicht im Kasten unter.

Die Etzwiesenkicker mussten sich zur Pause den Vorwurf gefallen lassen, mit ihren Torchancen zu schlampig umgegangen zu sein. Dazu kam in der Kabine noch die Hiobsbotschaft: Bauer hatte sich bei einer tollen Kopfballmöglichkeit kurz vor der Halbzeit eine Platzwunde zugezogen und musste raus. Für ihn kam Marc Mägerle. Im zweiten Durchgang ließen es die Roten etwas ruhiger angehen. Je länger die Nullnummer stand, desto mutiger wurde Pfullingen. Torchancen wurden zwar nur auf Backnangs Konto notiert, aber die waren spärlich und blieben ungenutzt. Marinic auf Pass von Wiesheu wurde auf Kosten einer Ecke gestoppt (57.), Loris Maier zielte vom Strafraumrand zu ungenau (70.).

In der 75. Minute ergoss sich dann die kalte Dusche über dem Favoriten. Mägerle unterlief im Mittelfeld ein fataler Fehlpass, die Einheimischen gingen dazwischen und Nico Seiz sorgte im Fallen für das Pfullinger 1:0. Der Spitzenreiter versuchte nach kurzem Schütteln aber alles, um die erste Pleite zu verhindern. Die Roten packten die Brechstange aus, zunächst ohne Erfolg. Der Referee ahndete das Zeitspiel des VfL mit fünf Extraminuten. In der zweiten hatte mal wieder der in der zweiten Hälfte bis dahin kaum in Erscheinung getretene Marinic einen großen Auftritt. Nach einem Rückpass von Michele Varallo auf Geldner und dessen Rechtsflanke schraubte sich im Strafraum der TSG-Torjäger in die Höhe und erzielte im Stile des legendären Klaus Fischer mit einem spektakulären Fallrückzieher das 1:1. Das Tor entzückte nicht nur die Gästefans, auch Pfullingens Anhänger spendeten Beifall. Das Remis war am Ende mehr als verdient und die Roten beendeten die erste Halbserie ungeschlagen. Für den VfL endete diese Partie mit einer Roten Karte: Der eingewechselte Christos Chatzimalousis hatte sich gegenüber dem Unparteiischen offenbar im Ton vergriffen.

VfL Pfullingen: Becker – Wagner, Schlecht, Tiryaki-Zeeb, Seiz – Yilmaz, Dünkel (88. Chatzimalousis) – Kühnbach Azevedo, Packert, Haussmann (63. Szalanszki) – Früh (33. Karasalihovic).

TSG Backnang: Knauss – Leon Maier, Tichy, Bauer (46. Mägerle) – Biyik, Geldner – Loris Maier, Wiesheu (72. Zimmermann), Dannhäußer, Binakaj (85. Varallo) – Marinic.

Tore: 1:0 (75.) Seiz, 1:1 (90.+2.) Marinic. – Rote Karte: (90.+4.) Chatzimalousis. – Schiedsrichter: Doering (Brigachtal). – Zuschauer: 210.

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Verbandsliga-Spitzenreiter behauptet sich nach zwei frühen Toren gegen den FC Heiningen

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 28.10.19 / Foto: Alexander Hornauer

Die TSG Backnang bot im Verbandsliga-Heimspiel gegen den FC Heiningen zwar nur Fußballmagerkost, doch am Ende siegte der Tabellenführer mit 2:1. Da die Konkurrenz patzte, baute die Etzwiesenelf ihren Vorsprung auf satte zwölf Zähler aus. „Wir müssen uns für einen Sieg nicht entschuldigen“, lautete die Ansage von Evangelos Sbonias. Der TSG-Coach war zwar alles andere als erfreut über die Vorstellung seiner Schützlinge, aber wenn der Gegner die Schwächen nicht nutzt, liegt die Schuld sicherlich nicht an den Roten. Sbonias stellte von Dreier- auf Viererkette um. Dafür blieb Thomas Doser auf der Bank und Marvin Zimmermann rückte ins Team.

Nach drei Minuten zappelte der Ball im gegnerischen Netz. Eine Linksflanke von Jannik Dannhäußer landete beim mitgelaufenen Loris Maier, der jedoch am herausstürzenden Gästekeeper Emre Tekin scheiterte, doch den Abpraller brachte Marinic zur Führung über die Torlinie. Nach einer Viertelstunde legten die Roten nach. Einen Pass von Shqiprim Binakaj beförderte Marinic nach dreimaligem Nachfassen zum 2:0 ins Gästetor. Der Vorsprung sorgte offenbar für Sorglosigkeit in den Reihen der Einheimischen. Eine Minute nach dem zweiten Treffer patzte Biyik bei einem Rückpass, doch André Kriks wusste mit dem Geschenk nichts anzufangen. Diese Szene war der Startschuss für ein Offensivspektakel des FC Heiningen. Nach 18 Minuten verkürzte Kriks auf 1:2. Vier Zeigerumdrehungen später lenkte TSG-Keeper Marcel Knauss einen Distanzschuss von Kriks an den Querbalken. In der 27. Minute verfehlte Heiningens Kapitän Benjamin Kern das Backnanger Tor nur um Haaresbreite. Zehn Minuten später köpfte Lennart Ruther das Leder nach einer Ecke aus sechs Metern am Kasten vorbei. Von den Hausherren kam vor der Pause überhaupt nichts mehr.

Sbonias nahm sich seine Mannen in der Pause zur Brust. Er forderte mehr Konzentration in der Defensive und beim Spielaufbau. Zunächst sah es auch so aus, als hätten es seine Spieler verstanden. Eine Minute nach Wiederbeginn lenkte Heiningens Torhüter einen Schuss von Binakaj um den Pfosten. 120 Sekunden später legte Julian Geldner die Kugel auf den Fuß des herannahenden Loris Maier, doch aus zehn Metern traf der Backnanger nur ein Abwehrbein der Gäste. Danach war es aber wieder dahin mit den Offensivbemühungen der Platzherren. Die TSG verwaltete ihren knappen Vorsprung und hielt die Heininger weitgehend vom eigenen Strafraum weg. Erst nach 70 Minuten gab es mal wieder eine Chance für die Gastgeber. Nach einer Flanke von Binakaj köpfte Marinic den Ball aus fünf Metern aufs Gästetor, doch Torhüter Tekin verhinderte einen weiteren Treffer mit einem tollen Reflex. In der Schlussphase versuchten es die Gäste mit der Brechstange. Ein Kopfball von Kriks landete auf dem Querbalken.

TSG Backnang: Knauss – Leon Maier, Tichy, Bauer (56. Doser), Dannhäußer – Biyik – Geldner, Zimmermann (66. Baez-Ayala) – Loris Maier (59. Varallo), Binakaj (90. Mägerle) – Marinic. – FC Heiningen: Tekin – Rössler, Reichert, Roos, Nuding – Lennart Ruther, Gromer (63. Hamamci), Kern, Edwardson (63. Yannick Ruther) – Kriks, Hölzli. – Tore: 1:0 (3.) Marinic, 2:0 (15.) Marinic, 2:1 (18.) Kriks. – Schiedsrichter: Woldai (Filderstadt). – Zuschauer: 220.

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Die TSG-Fußballer drängen beim 2:0 in Wangen so lange auf das Führungstor, bis es nach 83 Minuten auch tatsächlich fällt

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 04.10.19 / Foto: Alexander Hornauer

Die Verbandsliga-Fußballer der TSG Backnang haben ihre Spitzenposition in der Verbandsliga mit einem 2:0-Auswärtssieg beim FC Wangen gefestigt. Die Akteure von Trainer Evanglos Sbonias bewiesen dabei große Geduld. Das Führungstor wollte lange nicht fallen, trotzdem behielten die Murrtaler kühlen Kopf – in der Schlussphase entschieden sie die Partie dann zu ihren Gunsten.

Der Mann des (vor)entscheidenden Treffers in der 83. Minute war Mittelstürmer Mario Marinic. Der routinierte Angreifer mit der eingebauten Torgarantie hatte sich bei einem Eckball geschickt der Bewachung seiner Gegenspieler entzogen, indem er aus dem Zentrum heraustrat und sich auf Höhe der 16-Meter-Linie positionierte. Gerade so, als ob er es geahnt hätte. Denn genau dorthin köpfte ein Defensivmann des traditionsreichen Allgäuer Fußballvereins den Ball. Mario Marinic hatte den Bruchteil einer Sekunde, den ein Stürmer seiner Güteklasse nur benötigt, um sich den Ball mit der Brust zurechtzulegen und dann dermaßen geschickt ins linke Eck das Tores zu schießen, dass FCW-Schlussmann Julian Hinkel das Spielgerät nur noch mit den Fingerspitzen touchierte. Der Ball kullerte trotzdem über die Linie. Riesenjubel bei den Backnanger Kickern, bei Trainer Evangelos Sbonias und bei den TSG-Fans, die sich in großer Zahl auf die Reise ins Allgäu gemacht hatten.

Der Sieg war zur Hälfte eingetütet. Vollends beschlossene Sache war er mit dem Beginn der Nachspielzeit, als Niklas Kalafatis aus kurzer Distanz zum 2:0 einschob. Der achte Erfolg der TSG-Fußballer im zehnten Saisonspiel war hochverdient, aber er stand – weil es so lange 0:0 hieß – auf tönernen Füßen. An Torgelegenheiten für den Tabellenführer hatte es nicht gemangelt. Allein dreimal rettete der Pfosten für den geschlagenen Wangener Keeper Hinkel. Auf Seiten der Mannschaft aus dem Etzwiesen bedauerten Shqiprim Binakaj, Patrick Tichy und Michel Bauer hingegen den Umstand, das Ziel um Millimeter verfehlt zu haben. Gefahr, dass die Hausherren die Backnanger Abschlussschwäche durch einen entschlossenen Gegenstoß bestrafen würde, bestand de facto nicht. Das Team von Trainer Adrian Philipp stand sehr, sehr, sehr defensiv. Ein Torschuss in der 70. Minute war die erste und einzige gefährliche Annäherung ans Backnanger Tor. Ansonsten verteidigte der Außenseiter aus dem Allgäu – und das ohne Frage mit sehr großem Einsatz – mitunter mit allen Mann im eigenen Strafraum.

Deshalb stellte sich auf den Rängen vor allem eine Frage: Reicht es dem Spitzenreiter irgendwie noch zu einem Tor, oder rettet sich der FC Wangen zum glücklichen Remis. Sieben Minuten vor dem Ende gab Marinic die Antwort. Saisontor Nummer elf. Das Anrennen des weiterhin ungeschlagenen Tabellenführers hatte sich bezahlt gemacht. Backnangs Evangelos Sbonias freute sich und sagte: „Natürlich war es ein hartes Stück Arbeit. Wangen hat sich mit allem dagegen gestemmt. Wenn man dann so viele Chancen vergibt wie wir, dann wird es eng. Gerade deshalb war es absolut richtig, immer und immer wieder anzulaufen und dabei immer wieder im Plan zu bleiben.“ Man nennt es auch Beharrlichkeit, und die wurde belohnt. Wangens Coach Adrian Philipp machte dann auch nicht rum: „Wir hatten lange Zeit Glück, Backnang hat hochverdient gewonnen.“

FC Wangen: Hinkel – Gleinser (75. Spöri), Schumacher, Eninger (35. Heinzelmann), Metzen - Wetzel, Basar, Biedenkapp, Fleischer (87. Knapp) – Demircan (56. Müller), Housein.

TSG Backnang: Knauss – Leon Maier, Bauer, Tichy, Dannhäußer – Loris Maier (66. Varallo), Wiesheu (58. Zimmermann), Biyik, Geldner (78. Kalafatis), Binakaj – Marinic.

Schiedsrichter: Zeiher (Ludwigsburg). – Zuschauer: 300. – Tore: 1:0 (83.) Marinic, 2:0 (90.) Kalafatis.

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Spitzenreiter muss sich mit Nullnummer begnügen - 

Backnangs Verbandsliga-Fußballer sind nach dem 0:0 beim kämpferisch starken TSV Berg bereits Herbstmeister

- Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 04.11.19 / Foto: Volker Müller

Nach einem torlosen Unentschieden beim TSV Berg bleiben die Verbandsliga-Fußballer der TSG Backnang ungeschlagen und so nebenbei sicherte sich die Etzwiesenelf bereits drei Spieltage vor Schluss der Vorrunde den inoffiziellen Titel eines Herbstmeisters. Davon können sich die Roten zwar nichts kaufen, aber nachdem die Konkurrenz erneut Federn ließ, bekommt die Rückkehr in die Oberliga immer konkretere Konturen.

Dass keiner seiner Schützlinge einen Freifahrtschein hat, bewies Trainer Evangelos Sbonias auch in Berg. Nach eher bescheidenen Trainingsleistungen fanden sich die Brüder Loris und Leon Maier zunächst auf der Ersatzbank wieder. In der Viererkette begann wieder Thomas Doser, der allerdings nach etwas mehr als einer halben Stunde wegen einer Verletzung gegen Marc Mägerle ausgetauscht werden musste. Aber vorneweg, auch Mägerle bot im Oberschwäbischen eine gute Partie und gab der Hintermannschaft des Teams aus dem Murrtal genug Stabilität.

Die hoch motivierten Gastgeber begannen aggressiv, suchten in jedem Zweikampf den Körperkontakt und schon nach fünf Minuten sah der ansonsten stark aufspielende Dan Constantinescu nach einem rüden Foul an Julian Geldner die Gelbe Karte. Eine Verwarnung mit Folgen, denn Sekunden vor dem Pausenpfiff sah der Berger Innenverteidiger nach einer völlig überzogenen Attacke, erneut gegen Geldner, die Ampelkarte.

Zuvor boten die Hausherren dem Tabellenführer aus dem Murrtal Paroli, wobei die Gäste die besseren Möglichkeiten hatten. So steuerte Shqiprim Binakaj nach 16 Minuten alleine auf den Strafraum der Hausherren zu, umspielte zwei Gegenspieler, am Ende wurde sein Schuss jedoch zur Ecke abgeblockt. Sechs Minuten später hatte Mario Marinic eine Riesenchance. Frei stehend hob er die Kugel jedoch am herausstürzenden TSV-Keeper Alin Constantinescu und übers Tor. In der 25. Minute hatten auch die Gastgeber eine Möglichkeit, doch TSG-Schlussmann Marcel Knauss bewies gegen Vlad Munteanu seine Klasse. Mit Gelb-Rot für Dan Constantinescu endete eine aufregende und von TSV-Trainer Oliver Ofentausek recht emotional gestaltete erste Halbzeit.

In Unterzahl warfen die Gastgeber alles in die Waagschale. Eine kämpferisch herausragende Leistung muss man dem TSV Berg attestieren, wenngleich die Etzwiesenelf auch im zweiten Durchgang die besseren Torchancen hatte. Marinic köpfte den Ball in der 52. Minute in aussichtsreicher Position zu schwach und vier Zeigerumdrehungen später zielte der Verbandsliga-Torjäger nach einer Binakaj-Flanke mit dem Kopf zu ungenau.

Die Roten hatten mit zunehmender Spieldauer zwar wesentlich mehr Spielanteile, doch vor dem Strafraum der Einheimischen waren die Backnanger oft mit ihrem Latein am Ende. Für viel Wirbel sorgte auf der linken Seite Jannik Dannhäußer, der eine Viertelstunde vor Schluss das Leder nur knapp am Berger Tor vorbeischoss. Eine tolle Chance hatte in der 81. Minute der eingewechselte Loris Maier, doch um Haaresbreite verfehlte sein Schuss von der Strafraumgrenze das Gehäuse der Gastgeber.

Die feierten nach dem Schlusspfiff das Unentschieden wie einen Sieg. Grund dazu hatte die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft um Kapitän Moritz Fäßler. Aber auch die Backnanger brauchten die Köpfe nicht hängen lassen. Sie durften den Jubel der Hausherren über den einen Zähler durchaus als Kompliment für die eigene Leistung verstehen.

Nach den überraschenden Niederlagen der Verfolger aus Ehingen, Essingen und Hollenbach können die Murrtaler mit dem einen Punkt gut leben. Am kommenden Samstag steht der TSG dann das Topspiel gegen den schärfsten Verfolger aus Schwäbisch Gmünd ins Haus.

TSV Berg: Alin Constantinescu – Damjanovic (64. Sburlea), Dan Constantinescu, Fäßler, Hodapp (70. Hummel) – Maucher, Frick – Kalteis (73. Wanner), Munteanu, Deutelmoser (83. Bozoglu) –Kittel.

TSG Backnang: Knauss – Bauer, Doser (35. Mägerle), Tichy – Geldner, Biyik (67. Zimmermann) Baez-Ayala (53. Leon Maier), Binakaj, Dannhäußer – Varallo (63. Loris Maier), Marinic.

Gelb-Rot: (45./Berg) Dan Constantinescu. – Schiedsrichter: Angenendt (Ulm) – Zuschauer: 200.

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Verbandsliga-Spitzenreiter bejubelt beim Mitkonkurrenten Essingen ein 2:1 – Mario Marinic erweist sich einmal mehr als Torgarant

Aus der Backnanger Kreiszeitung vom 21.10.19 - Foto: Alexander Hornauer

Backnangs Verbandsliga-Fußballer lassen sich auf dem Weg zurück in die Oberliga offenbar von niemandem aufhalten. Beim TSV Essingen, einem Mitkonkurrenten im Titelkampf, zeigte sich der Spitzenreiter von der besten Seite und siegte nach einem engagierten und spielerisch überzeugenden Auftritt verdient mit 2:1. Verlass war wieder einmal auf Torjäger Mario Marinic, der beide Treffer erzielte.

Bis auf den angeschlagenen Benito Baez-Ayala konnte Trainer Evangelos Sbonias auf seine Wunschelf zurückgreifen. Die Dreierkette bildeten Michl Bauer, Thomas Doser und der fehlerfreie Patrick Tichy. Davor sorgten Julian Geldner und Kapitän Oguzhan Biyik, der von seinem Coach ein Sonderlob erhielt, für die nötige Stabilität in der Defensive. Das Angriffsspiel wurde von den Brüdern Leon und Loris Maier angekurbelt.

Nur in den ersten fünf Minuten durfte sich die mit viel Tatendrang ausgestattete Elf von Essingens Coach Benjamino Molinari, einst auch in Diensten der TSG, austoben. Dann bekamen die Gäste Ball und Gegner immer besser in den Griff. Nach acht Minuten köpfte Bauer die Kugel nach einem Freistoß von Biyik am langen Eck vorbei und in der 18. Minute schraubte sich Marinic nach einer Flanke von Leon Maier zum Fallrückzieher in die Höhe, doch TSV-Keeper Jakob Pfleiderer ließ sich nicht überraschen.

Die Roten bekamen zusehends Oberwasser und Molinari gab nach der Partie zu: „Da hat meinen Spielern letztlich der Mut gefehlt.“ Offensichtlich beeindruckt von der Spielstärke des Tabellenführers überließen die Gastgeber der TSG das Feld. Nach einer halben Stunde bekamen sie dafür die Quittung. Einen Zuckerpass von Loris Maier verwertete Marinic in gewohnter Manier eiskalt zum 1:0.

Angesichts der Führung kehrte bei den Gästen ein wenig der Schlendrian ein. Eine Unachtsamkeit in der Abwehr nutzte Essingen in der 40. Minute zum 1:1 durch den frei stehenden Fabian Weiß.

Fünf Minuten nach der Pause stockte den TSG-Fans der Atem, denn Backnangs Schlussmann Marcel Knauss bewahrte seine Elf gegen Tamas Herbaly vor einem Rückstand. Zwei Zeigerumdrehungen später beruhigten die Murrtaler ihre Anhänger jedoch wieder. Geldner spielte einen Traumpass auf Marinic, der zwischen zwei Abwehrspielern der Platzherren das Spielgerät locker annehmen konnte und mit einem Lupfer über Torhüter Pfleiderer das 2:1 erzielte.

Jetzt wurde es hektisch auf dem Feld. Stergios Dodontsakis ließ sich vor dem eigenen Strafraum zu einem hässlichen Foul an Geldner hinreißen. Der wohl gefrustete Essinger hatte bereits schon Gelb gesehen und musste nach der Ampelkarte vorzeitig unter die Dusche.

In Unterzahl spielten die Gastgeber jedoch druckvoller. Torchancen gab es zunächst nur für Backnang, obwohl Torgarant Marinic nach wiederholt hartem Einsteigen von Jose Munoz Gurrionero gegen Michele Varallo ausgetauscht werden musste. Sieben Minuten später versuchte es Varallo mit einem Heber aus 40-Metern, doch im letzten Moment verhinderte Schlussmann Pfleiderer einen höheren Rückstand des TSV. 120 Sekunden später hatte Shqiprim Binakaj im Fünfmeterraum der Gastgeber den dritten Treffer auf dem Kopf, doch der Ball strich über die Latte. Biyik versuchte es in der 85. Minute nach einem Rückpass von Binakaj aus 18-Metern, nur haarscharf segelte die Kugel am Tor vorbei.

In der fünften Minute der Nachspielzeit wären die offensiven Nachlässigkeiten hinten fast noch bestraft worden, doch Herbaly köpfte den Ball frei stehend in die Arme von Torhüter Knauss.

Nach dem Abpfiff gab es minutenlangen Beifall von den mitgereisten TSG-Fans. Mit einer bemerkenswerten Leistung hat Backnang in Sachen Oberligaaufstieg ein großes Ausrufezeichen gesetzt.

TSV Essingen: Pfleiderer – Ruth, Müller, Gurrionero Munoz, Biebl (70. Knecht) – Nierichlo (30. Dayan/83. Ibrahim), Funk, Dodontsakis – Weiß, Groiß (58. Rakic) – Herbaly.

TSG Backnang: Knauss – Bauer, Doser, Tichy ¨– Geldner, Biyik – Leon Maier (78. Baez-Ayala), Loris Maier (84. Wiesheu), Binakaj (90. Kalafatis) – Marinic (68. Varallo).

Tore: 0:1 (31.) Marinic, 1:1 (40.) Weiß, 1:2 (52.) Marinic. – Gelb-Rot: (56.) Dodontsakis. – Schiedsrichter: Bauch (Tübingen). – Zuschauer: 220.

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Fußball-Verbandsligist TSG Backnang zeigt beim 3:0 auf eigenem Platz gegen Tübingen nicht den Glanz der vorherigen Partien

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 30.09.19 - Foto: Alexander Hornauer

Erst ein 4:1 bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach, nun ein 3:0-Heimerfolg gegen die TSG Tübingen: Mit seinen Namensvettern macht Fußball-Verbandsligist TSG Backnang kurzen Prozess. Dass es gegen das Team aus der Universitätsstadt ein Arbeitssieg war, ist zweitrangig: Die Roten sind weiterhin ungeschlagen und führen die Tabelle mit 23 Punkten klar an. Die Tore erzielten Mario Marinic, Benito Baez-Ayala und Thomas Doser.

Michael Frick wirkte in der Pressekonferenz ziemlich frustriert. „Wir haben den Rückstand gut weggesteckt und danach eigentlich ein gutes Spiel gemacht“, sagte Tübingens Trainer und stand mit dieser Meinung nicht alleine da. Die Gäste hatten die Backnanger ein ums andere Mal in Verlegenheiten gestürzt, ohne aber zu zwingenden Torchancen zu kommen.

Den Murrtalern fehlte ihrerseits die nötige Ruhe und Ordnung im Aufbauspiel, die sie in den letzten Partien noch so ausgezeichnet hatte. Vielleicht lag das am anfänglichen Fehlen des leicht angeschlagenen und geschonten Kapitäns: Als Oguzhan Biyik an seinem 33. Geburtstag dann nach einer knappen Stunde eingewechselt wurde, gelang es ihm, dem Angriffsspiel seines Teams Struktur zu verleihen.

Begonnen hatte die Begegnung aber mit einem Paukenschlag, denn bereits nach 77 Sekunden bugsierte Marinic den Ball nach einem Querpass von Loris Maier zur 1:0-Führung in den Tübinger Kasten. So kann es weitergehen, dachten sich die Fans der Etzwiesen-Kicker. Doch weit gefehlt, das Duell wurde zunehmend zum Langweiler. Erst nach 40 Minuten ergab sich für Julian Geldner eine Schusschance, doch in Rücklage war damit nicht viel anzufangen. Vier Minuten später probierte es Loris Maier mit einem Heber, aber der Gäste-Keeper Lukas Weber passte auf und angelte sich das Leder. Sekunden vor der Halbzeit hatte auch der Drittletzte aus Tübingen zur Abwechslung mal eine gute Möglichkeit. Der Drehschuss von Christoph Hollnberger von der Strafraumgrenze segelte lediglich um Zentimeter am Gehäuse vorbei.

Direkt nach der Pause versiebten Leon Maier (49.) und Marinic (53.) zwei große Torchancen, doch die Antwort der Gäste kam prompt. Lars Lack hätte binnen 60 Sekunden zweimal den Ausgleich herstellen können, doch er scheiterte am toll reagierenden Torwart Marcel Knauss. Nach einer knappen Stunde brachte Backnangs Trainer Evangelos Sbonias mit Biyik und Marvin Zimmermann frische Kräfte, die wieder für mehr Leben im Spiel seines Teams sorgten. Schon vier Minuten später zappelte die Kugel im Kasten der Tübinger. Eine Flanke von Loris Maier verwertete Baez-Ayala am langen Eck zum 2:0.

Nun erlahmte der Tatendrang der Gäste, die Murrtaler hatten die Partie im Griff. Weitere Chancen vergaben der sonst wenig auffällige Shqiprim Binakaj (70.) und Marinic (71.). Michele Varallo sorgte als Joker noch einmal für Wirbel im Strafraum der Gäste. In der 76. Minute scheiterte er aus zehn Metern an Keeper Weber, den Nachschuss drosch Marinic drüber. Ein Schuss von Varallo klatschte kurz darauf an den Pfosten, den Abpraller stocherte der aufgerückte Thomas Doser zum 3:0 ins Netz.

TSG Backnang: Knauss – Baez-Ayala (78. Mägerle), Doser, Tichy, Dannhäußer – Geldner – Leon Maier (59. Zimmermann), Wiesheu (59. Biyik), Binakaj (75. Varallo) – Loris Maier, Marinic.

TSG Tübingen: Weber – Alfonzo, Glück (84. Bischoff), Zajonz, Fetzer – Bok (77. Wiehl), Zenner (59. Braun) – Hollnberger (69. Rosmer), Lack – Pereira, Dörre.

Tore: 1:0 (2.) Marinic, 2:0 (64.) Baez-Ayala, 3:0 (79.) Doser. – Schiedsrichter: Huthmacher (Sigmaringen). – Zuschauer: 150.

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