TSG Backnang Fußball 1919 e.V.

  • Die Volksbank Backnang präsentiert unsere Verbandsliga Mannschaft
  • hinten:
    Loris Maier, Patrick Tichy, Dimis Naoumis, Thomas Doser, Marc Mägerle, Michl Bauer, Leon Maier, Julian Geldner, Emanuel McDonald
    Mitte:
    Betreuer Bernd Dannhäußer, Spielleiter Rolf Wörner, Mannschaftsarzt Dr. Jochen Nufer, Physio Volker Max, Co-Trainer Darko Milosevic, Trainer Evangelos Sbonias, Torwart Trainer Salvatore Rivarolo, Team Manager Isaak Avramidis, Sportlicher Leiter Marc Erdmann, Sportvorstand Rüdiger Lüftner, Volksbank Vorstand Jürgen Schwab
    vorne:
    Benito Baez-Ayala, Jannik Dannhäußer, Mario Marinic, Oguzhan Biyik, Mika Wilhelm, Marcel Knauß, Michael Quattlender, Sascha Schmalz, Louis Wiesheu, David Kienast, Shqiprim Binakaj
    es fehlen Michele Varallo und Niklas Kalafatis
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Spitzenreiter muss sich mit Nullnummer begnügen - 

Backnangs Verbandsliga-Fußballer sind nach dem 0:0 beim kämpferisch starken TSV Berg bereits Herbstmeister

- Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 04.11.19 / Foto: Volker Müller

Nach einem torlosen Unentschieden beim TSV Berg bleiben die Verbandsliga-Fußballer der TSG Backnang ungeschlagen und so nebenbei sicherte sich die Etzwiesenelf bereits drei Spieltage vor Schluss der Vorrunde den inoffiziellen Titel eines Herbstmeisters. Davon können sich die Roten zwar nichts kaufen, aber nachdem die Konkurrenz erneut Federn ließ, bekommt die Rückkehr in die Oberliga immer konkretere Konturen.

Dass keiner seiner Schützlinge einen Freifahrtschein hat, bewies Trainer Evangelos Sbonias auch in Berg. Nach eher bescheidenen Trainingsleistungen fanden sich die Brüder Loris und Leon Maier zunächst auf der Ersatzbank wieder. In der Viererkette begann wieder Thomas Doser, der allerdings nach etwas mehr als einer halben Stunde wegen einer Verletzung gegen Marc Mägerle ausgetauscht werden musste. Aber vorneweg, auch Mägerle bot im Oberschwäbischen eine gute Partie und gab der Hintermannschaft des Teams aus dem Murrtal genug Stabilität.

Die hoch motivierten Gastgeber begannen aggressiv, suchten in jedem Zweikampf den Körperkontakt und schon nach fünf Minuten sah der ansonsten stark aufspielende Dan Constantinescu nach einem rüden Foul an Julian Geldner die Gelbe Karte. Eine Verwarnung mit Folgen, denn Sekunden vor dem Pausenpfiff sah der Berger Innenverteidiger nach einer völlig überzogenen Attacke, erneut gegen Geldner, die Ampelkarte.

Zuvor boten die Hausherren dem Tabellenführer aus dem Murrtal Paroli, wobei die Gäste die besseren Möglichkeiten hatten. So steuerte Shqiprim Binakaj nach 16 Minuten alleine auf den Strafraum der Hausherren zu, umspielte zwei Gegenspieler, am Ende wurde sein Schuss jedoch zur Ecke abgeblockt. Sechs Minuten später hatte Mario Marinic eine Riesenchance. Frei stehend hob er die Kugel jedoch am herausstürzenden TSV-Keeper Alin Constantinescu und übers Tor. In der 25. Minute hatten auch die Gastgeber eine Möglichkeit, doch TSG-Schlussmann Marcel Knauss bewies gegen Vlad Munteanu seine Klasse. Mit Gelb-Rot für Dan Constantinescu endete eine aufregende und von TSV-Trainer Oliver Ofentausek recht emotional gestaltete erste Halbzeit.

In Unterzahl warfen die Gastgeber alles in die Waagschale. Eine kämpferisch herausragende Leistung muss man dem TSV Berg attestieren, wenngleich die Etzwiesenelf auch im zweiten Durchgang die besseren Torchancen hatte. Marinic köpfte den Ball in der 52. Minute in aussichtsreicher Position zu schwach und vier Zeigerumdrehungen später zielte der Verbandsliga-Torjäger nach einer Binakaj-Flanke mit dem Kopf zu ungenau.

Die Roten hatten mit zunehmender Spieldauer zwar wesentlich mehr Spielanteile, doch vor dem Strafraum der Einheimischen waren die Backnanger oft mit ihrem Latein am Ende. Für viel Wirbel sorgte auf der linken Seite Jannik Dannhäußer, der eine Viertelstunde vor Schluss das Leder nur knapp am Berger Tor vorbeischoss. Eine tolle Chance hatte in der 81. Minute der eingewechselte Loris Maier, doch um Haaresbreite verfehlte sein Schuss von der Strafraumgrenze das Gehäuse der Gastgeber.

Die feierten nach dem Schlusspfiff das Unentschieden wie einen Sieg. Grund dazu hatte die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft um Kapitän Moritz Fäßler. Aber auch die Backnanger brauchten die Köpfe nicht hängen lassen. Sie durften den Jubel der Hausherren über den einen Zähler durchaus als Kompliment für die eigene Leistung verstehen.

Nach den überraschenden Niederlagen der Verfolger aus Ehingen, Essingen und Hollenbach können die Murrtaler mit dem einen Punkt gut leben. Am kommenden Samstag steht der TSG dann das Topspiel gegen den schärfsten Verfolger aus Schwäbisch Gmünd ins Haus.

TSV Berg: Alin Constantinescu – Damjanovic (64. Sburlea), Dan Constantinescu, Fäßler, Hodapp (70. Hummel) – Maucher, Frick – Kalteis (73. Wanner), Munteanu, Deutelmoser (83. Bozoglu) –Kittel.

TSG Backnang: Knauss – Bauer, Doser (35. Mägerle), Tichy – Geldner, Biyik (67. Zimmermann) Baez-Ayala (53. Leon Maier), Binakaj, Dannhäußer – Varallo (63. Loris Maier), Marinic.

Gelb-Rot: (45./Berg) Dan Constantinescu. – Schiedsrichter: Angenendt (Ulm) – Zuschauer: 200.

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Die TSG-Fußballer drängen beim 2:0 in Wangen so lange auf das Führungstor, bis es nach 83 Minuten auch tatsächlich fällt

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 04.10.19 / Foto: Alexander Hornauer

Die Verbandsliga-Fußballer der TSG Backnang haben ihre Spitzenposition in der Verbandsliga mit einem 2:0-Auswärtssieg beim FC Wangen gefestigt. Die Akteure von Trainer Evanglos Sbonias bewiesen dabei große Geduld. Das Führungstor wollte lange nicht fallen, trotzdem behielten die Murrtaler kühlen Kopf – in der Schlussphase entschieden sie die Partie dann zu ihren Gunsten.

Der Mann des (vor)entscheidenden Treffers in der 83. Minute war Mittelstürmer Mario Marinic. Der routinierte Angreifer mit der eingebauten Torgarantie hatte sich bei einem Eckball geschickt der Bewachung seiner Gegenspieler entzogen, indem er aus dem Zentrum heraustrat und sich auf Höhe der 16-Meter-Linie positionierte. Gerade so, als ob er es geahnt hätte. Denn genau dorthin köpfte ein Defensivmann des traditionsreichen Allgäuer Fußballvereins den Ball. Mario Marinic hatte den Bruchteil einer Sekunde, den ein Stürmer seiner Güteklasse nur benötigt, um sich den Ball mit der Brust zurechtzulegen und dann dermaßen geschickt ins linke Eck das Tores zu schießen, dass FCW-Schlussmann Julian Hinkel das Spielgerät nur noch mit den Fingerspitzen touchierte. Der Ball kullerte trotzdem über die Linie. Riesenjubel bei den Backnanger Kickern, bei Trainer Evangelos Sbonias und bei den TSG-Fans, die sich in großer Zahl auf die Reise ins Allgäu gemacht hatten.

Der Sieg war zur Hälfte eingetütet. Vollends beschlossene Sache war er mit dem Beginn der Nachspielzeit, als Niklas Kalafatis aus kurzer Distanz zum 2:0 einschob. Der achte Erfolg der TSG-Fußballer im zehnten Saisonspiel war hochverdient, aber er stand – weil es so lange 0:0 hieß – auf tönernen Füßen. An Torgelegenheiten für den Tabellenführer hatte es nicht gemangelt. Allein dreimal rettete der Pfosten für den geschlagenen Wangener Keeper Hinkel. Auf Seiten der Mannschaft aus dem Etzwiesen bedauerten Shqiprim Binakaj, Patrick Tichy und Michel Bauer hingegen den Umstand, das Ziel um Millimeter verfehlt zu haben. Gefahr, dass die Hausherren die Backnanger Abschlussschwäche durch einen entschlossenen Gegenstoß bestrafen würde, bestand de facto nicht. Das Team von Trainer Adrian Philipp stand sehr, sehr, sehr defensiv. Ein Torschuss in der 70. Minute war die erste und einzige gefährliche Annäherung ans Backnanger Tor. Ansonsten verteidigte der Außenseiter aus dem Allgäu – und das ohne Frage mit sehr großem Einsatz – mitunter mit allen Mann im eigenen Strafraum.

Deshalb stellte sich auf den Rängen vor allem eine Frage: Reicht es dem Spitzenreiter irgendwie noch zu einem Tor, oder rettet sich der FC Wangen zum glücklichen Remis. Sieben Minuten vor dem Ende gab Marinic die Antwort. Saisontor Nummer elf. Das Anrennen des weiterhin ungeschlagenen Tabellenführers hatte sich bezahlt gemacht. Backnangs Evangelos Sbonias freute sich und sagte: „Natürlich war es ein hartes Stück Arbeit. Wangen hat sich mit allem dagegen gestemmt. Wenn man dann so viele Chancen vergibt wie wir, dann wird es eng. Gerade deshalb war es absolut richtig, immer und immer wieder anzulaufen und dabei immer wieder im Plan zu bleiben.“ Man nennt es auch Beharrlichkeit, und die wurde belohnt. Wangens Coach Adrian Philipp machte dann auch nicht rum: „Wir hatten lange Zeit Glück, Backnang hat hochverdient gewonnen.“

FC Wangen: Hinkel – Gleinser (75. Spöri), Schumacher, Eninger (35. Heinzelmann), Metzen - Wetzel, Basar, Biedenkapp, Fleischer (87. Knapp) – Demircan (56. Müller), Housein.

TSG Backnang: Knauss – Leon Maier, Bauer, Tichy, Dannhäußer – Loris Maier (66. Varallo), Wiesheu (58. Zimmermann), Biyik, Geldner (78. Kalafatis), Binakaj – Marinic.

Schiedsrichter: Zeiher (Ludwigsburg). – Zuschauer: 300. – Tore: 1:0 (83.) Marinic, 2:0 (90.) Kalafatis.

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Fußball-Verbandsligist aus Backnang erzielt beim SSV Ehingen-Süd ein 1:1-Unentschieden

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 09.09.19 

Mit einem blauen Auge davongekommen sind die Verbandsliga-Fußballer der TSG Backnang im Spiel beim SSV Ehingen-Süd. Nur ihrem überragenden Torhüter Marcel Knauss haben sie es zu verdanken, dass wenigstens ein Punkt geholt wurde. Nach einer guten ersten Hälfte und dem Führungstreffer durch Mario Marinic kassierten die Gäste noch kurz vor der Pause den Ausgleich.

Vor dem Anpfiff ereilte die Roten erst mal die schlechte Nachricht, dass Innenverteidiger Michl Bauer nach einer Ohrenoperation von seinem Arzt ein Spielverbot aufgebrummt bekam. Dafür rückte Marc Mägerle ins Abwehrzentrum. Ansonsten vertraute Co-Trainer Darko Milosevic, der den im Urlaub befindlichen Coach Evangelos Sbonias vertrat, auf die Elf, die eine Woche zuvor gegen Hollenbach einen 4:3-Sieg feiern konnte.

Die Backnanger übernahmen sofort die Initiative und erspielten sich durch Julian Geldner (8.) und Mario Marinic (12., 13.) gute Möglichkeiten. Erst nach 20 Minuten konnten sich die Einheimischen aus der Umklammerung befreien. Ein abgefälschter Schuss von Filip Sapina führte zu einer ersten Ecke für Ehingen. Die brachte aber nichts ein.

Vier Minuten später landete der Ball im Tor der Hausherren. Eine Flanke von Loris Maier kam zu Shqiprim Binakaj, der bugsierte das Leder am langen Pfosten nach innen, wo Marinic unter Mithilfe der Ehinger Abwehr zur 1:0-Führung einlochen konnte. Keine Frage, die Führung war verdient, zumal drei Zeigerumdrehungen später Marinic, auf klugen Pass von Geldner, die große Chance hatte, den Vorsprung auszubauen. Der Ehinger Torhüter Benjamin Gralle stand dem zweiten TSG-Treffer jedoch im Weg.

Die Gastgeber legten mit zunehmender Spieldauer ihren Respekt vor dem Tabellenführer ab und brachten die nicht immer sattelfeste Backnanger Hintermannschaft in die eine oder andere Verlegenheit. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff war es dann so weit. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schalteten die Hausherren blitzschnell in den Angriffsmodus. Die TSG-Abwehr bekam das Spielgerät nicht unter Kontrolle und Semir Telalovic bugsierte das Leder zum 1:1-Ausgleich über die Torlinie.

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild komplett. Plötzlich gaben die Gastgeber den Ton an, bei den Roten herrschte nicht nur einmal hektisches Treiben in allen Mannschaftsteilen. Da wurde eine ordnende Hand vermisst, die im ersten Durchgang durch Kapitän Oguzhan Biyik noch präsent, aber in der zweiten Hälfte nicht mehr zu erkennen war. Die Akteure von der Murr legten sich mehrfach mit dem Unparteiischen an, der einige mahnende Worte an die Gäste richten musste und in der 55. Minute Backnangs Torwarttrainer Salvatore Rivaralo wegen zu harscher Dementis folgerichtig die Gelbe Karte zeigte.

Für Beruhigung im Spiel der Backnanger sorgten diese verbalen Attacken jedoch keinesfalls. Im Gegenteil: Ehingen kam in der Schlussphase zu tollen Chancen, doch Torhüter Marcel Knauss verhinderte mit teilweise spektakulären Paraden den Siegtreffer für die Hausherren. Aufseiten der Gäste gab es im zweiten Abschnitt nur eine nennenswerte Möglichkeit, bei der Geldner (82.) jedoch an SSV-Keeper Gralla scheiterte. Somit blieb es beim 1:1, mit dem die TSG die Tabellenführung verteidigte. Am kommenden Samstag um 14 Uhr steht in den Etzwiesen das Spitzenspiel gegen den Dritten VfL Sindelfingen an.

SSV Ehingen-Süd: Gralla – Kästle (65. Vöhringer), Hess, Sameisla, Schmid – Sutalo (46. Schleker), Ruiz – Saric (60. Pöschl), Telalovic – Sapina, Dilger (83. Akhabue).

TSG Backnang: Knauss – Baez-Ayala, Mägerle (66. Doser), Tichy, Dannhäußer – Biyik – Leon Maier, Geldner, Loris Maier (66. Varallo) – Binakaj (83. Zimmermann), Marinic.

Tore: 0:1 (24.) Marinic, 1:1 (42.) Telalovic. – Schiedsrichter: Packert (Freiburg). – Zuschauer: 250.

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Verbandsliga-Spitzenreiter behauptet sich nach zwei frühen Toren gegen den FC Heiningen

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 28.10.19 / Foto: Alexander Hornauer

Die TSG Backnang bot im Verbandsliga-Heimspiel gegen den FC Heiningen zwar nur Fußballmagerkost, doch am Ende siegte der Tabellenführer mit 2:1. Da die Konkurrenz patzte, baute die Etzwiesenelf ihren Vorsprung auf satte zwölf Zähler aus. „Wir müssen uns für einen Sieg nicht entschuldigen“, lautete die Ansage von Evangelos Sbonias. Der TSG-Coach war zwar alles andere als erfreut über die Vorstellung seiner Schützlinge, aber wenn der Gegner die Schwächen nicht nutzt, liegt die Schuld sicherlich nicht an den Roten. Sbonias stellte von Dreier- auf Viererkette um. Dafür blieb Thomas Doser auf der Bank und Marvin Zimmermann rückte ins Team.

Nach drei Minuten zappelte der Ball im gegnerischen Netz. Eine Linksflanke von Jannik Dannhäußer landete beim mitgelaufenen Loris Maier, der jedoch am herausstürzenden Gästekeeper Emre Tekin scheiterte, doch den Abpraller brachte Marinic zur Führung über die Torlinie. Nach einer Viertelstunde legten die Roten nach. Einen Pass von Shqiprim Binakaj beförderte Marinic nach dreimaligem Nachfassen zum 2:0 ins Gästetor. Der Vorsprung sorgte offenbar für Sorglosigkeit in den Reihen der Einheimischen. Eine Minute nach dem zweiten Treffer patzte Biyik bei einem Rückpass, doch André Kriks wusste mit dem Geschenk nichts anzufangen. Diese Szene war der Startschuss für ein Offensivspektakel des FC Heiningen. Nach 18 Minuten verkürzte Kriks auf 1:2. Vier Zeigerumdrehungen später lenkte TSG-Keeper Marcel Knauss einen Distanzschuss von Kriks an den Querbalken. In der 27. Minute verfehlte Heiningens Kapitän Benjamin Kern das Backnanger Tor nur um Haaresbreite. Zehn Minuten später köpfte Lennart Ruther das Leder nach einer Ecke aus sechs Metern am Kasten vorbei. Von den Hausherren kam vor der Pause überhaupt nichts mehr.

Sbonias nahm sich seine Mannen in der Pause zur Brust. Er forderte mehr Konzentration in der Defensive und beim Spielaufbau. Zunächst sah es auch so aus, als hätten es seine Spieler verstanden. Eine Minute nach Wiederbeginn lenkte Heiningens Torhüter einen Schuss von Binakaj um den Pfosten. 120 Sekunden später legte Julian Geldner die Kugel auf den Fuß des herannahenden Loris Maier, doch aus zehn Metern traf der Backnanger nur ein Abwehrbein der Gäste. Danach war es aber wieder dahin mit den Offensivbemühungen der Platzherren. Die TSG verwaltete ihren knappen Vorsprung und hielt die Heininger weitgehend vom eigenen Strafraum weg. Erst nach 70 Minuten gab es mal wieder eine Chance für die Gastgeber. Nach einer Flanke von Binakaj köpfte Marinic den Ball aus fünf Metern aufs Gästetor, doch Torhüter Tekin verhinderte einen weiteren Treffer mit einem tollen Reflex. In der Schlussphase versuchten es die Gäste mit der Brechstange. Ein Kopfball von Kriks landete auf dem Querbalken.

TSG Backnang: Knauss – Leon Maier, Tichy, Bauer (56. Doser), Dannhäußer – Biyik – Geldner, Zimmermann (66. Baez-Ayala) – Loris Maier (59. Varallo), Binakaj (90. Mägerle) – Marinic. – FC Heiningen: Tekin – Rössler, Reichert, Roos, Nuding – Lennart Ruther, Gromer (63. Hamamci), Kern, Edwardson (63. Yannick Ruther) – Kriks, Hölzli. – Tore: 1:0 (3.) Marinic, 2:0 (15.) Marinic, 2:1 (18.) Kriks. – Schiedsrichter: Woldai (Filderstadt). – Zuschauer: 220.

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Fußball-Verbandsligist TSG Backnang zeigt beim 3:0 auf eigenem Platz gegen Tübingen nicht den Glanz der vorherigen Partien

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 30.09.19 - Foto: Alexander Hornauer

Erst ein 4:1 bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach, nun ein 3:0-Heimerfolg gegen die TSG Tübingen: Mit seinen Namensvettern macht Fußball-Verbandsligist TSG Backnang kurzen Prozess. Dass es gegen das Team aus der Universitätsstadt ein Arbeitssieg war, ist zweitrangig: Die Roten sind weiterhin ungeschlagen und führen die Tabelle mit 23 Punkten klar an. Die Tore erzielten Mario Marinic, Benito Baez-Ayala und Thomas Doser.

Michael Frick wirkte in der Pressekonferenz ziemlich frustriert. „Wir haben den Rückstand gut weggesteckt und danach eigentlich ein gutes Spiel gemacht“, sagte Tübingens Trainer und stand mit dieser Meinung nicht alleine da. Die Gäste hatten die Backnanger ein ums andere Mal in Verlegenheiten gestürzt, ohne aber zu zwingenden Torchancen zu kommen.

Den Murrtalern fehlte ihrerseits die nötige Ruhe und Ordnung im Aufbauspiel, die sie in den letzten Partien noch so ausgezeichnet hatte. Vielleicht lag das am anfänglichen Fehlen des leicht angeschlagenen und geschonten Kapitäns: Als Oguzhan Biyik an seinem 33. Geburtstag dann nach einer knappen Stunde eingewechselt wurde, gelang es ihm, dem Angriffsspiel seines Teams Struktur zu verleihen.

Begonnen hatte die Begegnung aber mit einem Paukenschlag, denn bereits nach 77 Sekunden bugsierte Marinic den Ball nach einem Querpass von Loris Maier zur 1:0-Führung in den Tübinger Kasten. So kann es weitergehen, dachten sich die Fans der Etzwiesen-Kicker. Doch weit gefehlt, das Duell wurde zunehmend zum Langweiler. Erst nach 40 Minuten ergab sich für Julian Geldner eine Schusschance, doch in Rücklage war damit nicht viel anzufangen. Vier Minuten später probierte es Loris Maier mit einem Heber, aber der Gäste-Keeper Lukas Weber passte auf und angelte sich das Leder. Sekunden vor der Halbzeit hatte auch der Drittletzte aus Tübingen zur Abwechslung mal eine gute Möglichkeit. Der Drehschuss von Christoph Hollnberger von der Strafraumgrenze segelte lediglich um Zentimeter am Gehäuse vorbei.

Direkt nach der Pause versiebten Leon Maier (49.) und Marinic (53.) zwei große Torchancen, doch die Antwort der Gäste kam prompt. Lars Lack hätte binnen 60 Sekunden zweimal den Ausgleich herstellen können, doch er scheiterte am toll reagierenden Torwart Marcel Knauss. Nach einer knappen Stunde brachte Backnangs Trainer Evangelos Sbonias mit Biyik und Marvin Zimmermann frische Kräfte, die wieder für mehr Leben im Spiel seines Teams sorgten. Schon vier Minuten später zappelte die Kugel im Kasten der Tübinger. Eine Flanke von Loris Maier verwertete Baez-Ayala am langen Eck zum 2:0.

Nun erlahmte der Tatendrang der Gäste, die Murrtaler hatten die Partie im Griff. Weitere Chancen vergaben der sonst wenig auffällige Shqiprim Binakaj (70.) und Marinic (71.). Michele Varallo sorgte als Joker noch einmal für Wirbel im Strafraum der Gäste. In der 76. Minute scheiterte er aus zehn Metern an Keeper Weber, den Nachschuss drosch Marinic drüber. Ein Schuss von Varallo klatschte kurz darauf an den Pfosten, den Abpraller stocherte der aufgerückte Thomas Doser zum 3:0 ins Netz.

TSG Backnang: Knauss – Baez-Ayala (78. Mägerle), Doser, Tichy, Dannhäußer – Geldner – Leon Maier (59. Zimmermann), Wiesheu (59. Biyik), Binakaj (75. Varallo) – Loris Maier, Marinic.

TSG Tübingen: Weber – Alfonzo, Glück (84. Bischoff), Zajonz, Fetzer – Bok (77. Wiehl), Zenner (59. Braun) – Hollnberger (69. Rosmer), Lack – Pereira, Dörre.

Tore: 1:0 (2.) Marinic, 2:0 (64.) Baez-Ayala, 3:0 (79.) Doser. – Schiedsrichter: Huthmacher (Sigmaringen). – Zuschauer: 150.

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Backnangs Verbandsliga-Fußballer ringen den FSV Hollenbach mit 4:3 nieder und behaupten damit die Tabellenführung

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 02.09.19 / Foto: Alexander Hornauer

Was für ein Spektakel in den Etzwiesen. Das Topspiel der Fußball-Verbandsliga zwischen der TSG Backnang und dem FSV Hollenbach zog die Fans völlig in seinen Bann. Zur Pause lagen die Hausherren schon mit 3:0 vorne, doch kurz nach dem Wechsel schossen die Gäste zwei Tore. Sie waren nahe am Ausgleich, ehe Shqiprim Binakaj aus über 50 Metern zum 4:2 traf und das Stadion zum Kochen brachte. Hollenbach gab zwar nicht klein bei, kam aber nur noch zum Anschlusstreffer.

Man muss eine Weile überlegen, um sich an eine ähnlich begeisternde Partie unter dem Viadukt zu erinnern. Freude und Enttäuschung lagen eng beieinander, die Trainer waren unisono voll des Lobes für ihre Teams. Vor allem die Leistung der Einheimischen am Ende der dritten englischen Woche in Folge war bemerkenswert. „Es ist für einen Amateurklub nicht selbstverständlich, nach einer Vielzahl von wichtigen, schweren Spielen noch so aufzutreten“, betonte TSG-Co-Trainer Darko Milosevic und erntete damit nicht nur den Beifall der eigenen Anhänger, auch Kollege Martin Kleinschrodt nickte anerkennend.

Wieder mit Torjäger Mario Marinic und Leon Maier in der Startelf brannten die Roten anfangs ein wahres Feuerwerk ab. Schon nach sieben Minuten spielten Benito Baez-Ayala und Loris Maier die FSV-Abwehr schwindelig und Baez-Ayala sorgte fürs 1:0. Nach 16 Minuten packten die Zwillinge Leon und Loris Maier am rechten Flügel ihre Spielkunst aus und Letztgenannter erhöhte auf 2:0. „Da war viel Wucht im Backnanger Spiel“, gab der Gästetrainer zu. Aber auch dessen Truppe bewies danach eindrucksvoll, weshalb sie zu den Aufstiegsfavoriten gehört. Ihrem Torhüter Marcel Knauss verdankten es die Murrtaler, dass die Riesenchancen von Samuel Schmitt (27.) und Michael Kleinschrodt (28.) keinen Schaden anrichteten. Wie es geht, zeigte Marinic mit seinem Tor zum 3:0 nach gut einer halben Stunde. Die Vorarbeit hatte mit Loris Maier wieder einmal einer der Brüder geleistet. Drei Minuten vor der Pause wurde der durchgebrochene TSG-Innenverteidiger Michl Bauer auf dem Weg zum vierten Treffer erst im allerletzten Moment gestoppt. Im Gegenzugbewahrte erneut Knauss gegen Schmitt seine Elf vor einem Gegentreffer. Der Pausenpfiff kam für alle Beteiligten bei hochsommerlichen Temperaturen einer Erlösung gleich. Die Roten wurden mit frenetischem Beifall in die Kabine verabschiedet, wo sich Hollenbach erst mal von dem klaren Rückstand erholen musste.

Der FSV-Coach fand wohl die richtigen Worte, denn mit ihrem Doppelschlag sorgten Michael Kleinschrodt (49.) sowie der eingewechselte Torben Götz (50.) wieder für Spannung. Im Backnanger Strafraum herrschte ab und an Konfusion – vor allem Michael Kleinschrodt hatte mehrmals die Gelegenheit, den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich zu erzielen. Einmal rettete nach dem Kopfball von Kleinschrodt der Pfosten (60.), zwei Minuten später war beim Freistoß von Jonas Limbach wieder einmal Knauss der Retter in höchster Not. Mit einem sensationellen Tor aus über 50 Metern stoppte Binakaj in der 64. Minute den Tatendrang der Gäste. Kurz hinter der Mittellinie zog Backnangs Angreifer einfach mal ab, die Kugel flog wie an der Schnur gezogen zum 4:2 ins FSV-Gehäuse. Danach hatten die Hausherren den Kontrahenten wieder ein wenig fester im Griff. Marinic köpfte in der 80. Minute den Ball aus sechs Metern an den Querbalken. Drei Minuten später sorgte Noah Krieger mit dem 3:4 allerdings noch einmal für allerhöchste Spannung. Das Nervenkostüm der TSG-Anhänger wurde in den letzten Spielminuten einer harten Prüfung unterzogen, aber mit vereinter Kraft retteten die Mitstreiter von Kapitän Oguzhan Biyik den knappen Vorsprung über die Zeit.

 

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Verbandsliga-Spitzenreiter bejubelt beim Mitkonkurrenten Essingen ein 2:1 – Mario Marinic erweist sich einmal mehr als Torgarant

Aus der Backnanger Kreiszeitung vom 21.10.19 - Foto: Alexander Hornauer

Backnangs Verbandsliga-Fußballer lassen sich auf dem Weg zurück in die Oberliga offenbar von niemandem aufhalten. Beim TSV Essingen, einem Mitkonkurrenten im Titelkampf, zeigte sich der Spitzenreiter von der besten Seite und siegte nach einem engagierten und spielerisch überzeugenden Auftritt verdient mit 2:1. Verlass war wieder einmal auf Torjäger Mario Marinic, der beide Treffer erzielte.

Bis auf den angeschlagenen Benito Baez-Ayala konnte Trainer Evangelos Sbonias auf seine Wunschelf zurückgreifen. Die Dreierkette bildeten Michl Bauer, Thomas Doser und der fehlerfreie Patrick Tichy. Davor sorgten Julian Geldner und Kapitän Oguzhan Biyik, der von seinem Coach ein Sonderlob erhielt, für die nötige Stabilität in der Defensive. Das Angriffsspiel wurde von den Brüdern Leon und Loris Maier angekurbelt.

Nur in den ersten fünf Minuten durfte sich die mit viel Tatendrang ausgestattete Elf von Essingens Coach Benjamino Molinari, einst auch in Diensten der TSG, austoben. Dann bekamen die Gäste Ball und Gegner immer besser in den Griff. Nach acht Minuten köpfte Bauer die Kugel nach einem Freistoß von Biyik am langen Eck vorbei und in der 18. Minute schraubte sich Marinic nach einer Flanke von Leon Maier zum Fallrückzieher in die Höhe, doch TSV-Keeper Jakob Pfleiderer ließ sich nicht überraschen.

Die Roten bekamen zusehends Oberwasser und Molinari gab nach der Partie zu: „Da hat meinen Spielern letztlich der Mut gefehlt.“ Offensichtlich beeindruckt von der Spielstärke des Tabellenführers überließen die Gastgeber der TSG das Feld. Nach einer halben Stunde bekamen sie dafür die Quittung. Einen Zuckerpass von Loris Maier verwertete Marinic in gewohnter Manier eiskalt zum 1:0.

Angesichts der Führung kehrte bei den Gästen ein wenig der Schlendrian ein. Eine Unachtsamkeit in der Abwehr nutzte Essingen in der 40. Minute zum 1:1 durch den frei stehenden Fabian Weiß.

Fünf Minuten nach der Pause stockte den TSG-Fans der Atem, denn Backnangs Schlussmann Marcel Knauss bewahrte seine Elf gegen Tamas Herbaly vor einem Rückstand. Zwei Zeigerumdrehungen später beruhigten die Murrtaler ihre Anhänger jedoch wieder. Geldner spielte einen Traumpass auf Marinic, der zwischen zwei Abwehrspielern der Platzherren das Spielgerät locker annehmen konnte und mit einem Lupfer über Torhüter Pfleiderer das 2:1 erzielte.

Jetzt wurde es hektisch auf dem Feld. Stergios Dodontsakis ließ sich vor dem eigenen Strafraum zu einem hässlichen Foul an Geldner hinreißen. Der wohl gefrustete Essinger hatte bereits schon Gelb gesehen und musste nach der Ampelkarte vorzeitig unter die Dusche.

In Unterzahl spielten die Gastgeber jedoch druckvoller. Torchancen gab es zunächst nur für Backnang, obwohl Torgarant Marinic nach wiederholt hartem Einsteigen von Jose Munoz Gurrionero gegen Michele Varallo ausgetauscht werden musste. Sieben Minuten später versuchte es Varallo mit einem Heber aus 40-Metern, doch im letzten Moment verhinderte Schlussmann Pfleiderer einen höheren Rückstand des TSV. 120 Sekunden später hatte Shqiprim Binakaj im Fünfmeterraum der Gastgeber den dritten Treffer auf dem Kopf, doch der Ball strich über die Latte. Biyik versuchte es in der 85. Minute nach einem Rückpass von Binakaj aus 18-Metern, nur haarscharf segelte die Kugel am Tor vorbei.

In der fünften Minute der Nachspielzeit wären die offensiven Nachlässigkeiten hinten fast noch bestraft worden, doch Herbaly köpfte den Ball frei stehend in die Arme von Torhüter Knauss.

Nach dem Abpfiff gab es minutenlangen Beifall von den mitgereisten TSG-Fans. Mit einer bemerkenswerten Leistung hat Backnang in Sachen Oberligaaufstieg ein großes Ausrufezeichen gesetzt.

TSV Essingen: Pfleiderer – Ruth, Müller, Gurrionero Munoz, Biebl (70. Knecht) – Nierichlo (30. Dayan/83. Ibrahim), Funk, Dodontsakis – Weiß, Groiß (58. Rakic) – Herbaly.

TSG Backnang: Knauss – Bauer, Doser, Tichy ¨– Geldner, Biyik – Leon Maier (78. Baez-Ayala), Loris Maier (84. Wiesheu), Binakaj (90. Kalafatis) – Marinic (68. Varallo).

Tore: 0:1 (31.) Marinic, 1:1 (40.) Weiß, 1:2 (52.) Marinic. – Gelb-Rot: (56.) Dodontsakis. – Schiedsrichter: Bauch (Tübingen). – Zuschauer: 220.

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Die Fußballer aus den Etzwiesen bezwingen den Verbandsliga-Neuling Hofherrnweiler-Unterrombach mit 4:1

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 23.09.19 - Foto: Alexander Hornauer

Die TSG Backnang bleibt in der Fußball-Verbandsliga Württemberg das Maß der Dinge. Beim Aufsteiger und Namensvetter in Hofherrnweiler-Unterrombach setzten sich die Roten souverän mit 4:1 durch. Schon zur Pause hatten Julian Geldner und der zweifache Torschütze Mario Marinic, bei einem Gegentreffer von Efendi Erol, eine 3:1-Führung herausgeschossen. Der eingewechselte Marvin Zimmermann sorgte in der Schlussminute für den vierten Treffer.

Bei strahlendem Sonnenschein und launigen Spätsommertemperaturen suchten die Gastgeber ihr Heil auf dem Kunstrasen, während die Jugendkicker sich auf natürlichem Untergrund austoben durften. Eine Rechnung, die sich für die Hausherren nicht bezahlt machte. Spielerisch hatte die Elf aus dem Aalener Stadtteil dem Tabellenführer nichts entgegenzusetzen. Auch ohne seinen angeschlagenen Kapitän Oguzhan Biyik hatte Backnang den Neuling stets im Griff. Bereits nach sechs Minuten zappelte die Kugel im Tor der Gastgeber, doch Schiri Philipp Herbst hatte vor dem Kopfball-von Mario Marinic ein Foul gesehen. Die Diskussionen darüber waren kaum beendet, schon landete der Ball erneut im Tor der Hausherren. Nach einem mustergültigen Pass von Louis Wiesheu netzte der frei stehende Julian Geldner nach einer Viertelstunde zur 1:0-Führung ein.

Danach herrschte nur noch Einbahnstraßenfußball in Richtung Tor der Platzherren, mit einer Ausnahme. In der 24. Minute vertändelte Wiesheu das Leder in der eigenen Hälfte. Eigentlich eine harmlose Situation. Den anschließenden Freistoß aus rund 22 Metern nutzte Efendi Erol schlitzohrig zum Ausgleich. Während Torhüter Marcel Knauss noch mit dem Stellen seiner Mauer beschäftigt war, zirkelte der Angreifer den Ball zum überraschenden Ausgleich ins Gästetor. Backnangs Coach Evangelos Sbonias hatte seinen Keeper zuvor mehrmals lautstark daran erinnert, den Ausführenden nicht aus den Augen zu verlieren, aber die Rufe verhallten ungehört.

Backnang ließ sich vom Rückschlag allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Zehn Minuten später scheiterte der aufgerückte Michl Bauer nach einer Ecke von Shqiprim Binakaj per Kopfball noch am Querbalken, doch eine Zeigerumdrehung später traf Marinic aus 25 Metern zur 2:1-Führung für die Gäste. Die Verhältnisse waren wieder zurechtgerückt. Nur drei Minuten später war der TSG-Torjäger erneut zur Stelle. Eine Flanke von Loris Maier drückte Marinic im Fünfmeterraum zum 3:1 über die Linie. Sekunden vor dem Pausenpfiff hatten aber auch die Platzherren noch eine tolle Chance durch Erol, doch Torhüter Knauss parierte glänzend.

Im zweiten Durchgang hieß es für die Gäste nur noch: Verwalten des Vorsprungs. Die Hausherren fanden gegen die hochüberlegene Elf aus dem Murrtal überhaupt kein Mittel, um in die gefährliche Zone einzudringen. Die Abwehr der Roten war aufmerksam. Gab es Möglichkeiten, dann für die Gäste, die aber wenig einbrachten. Außer in der 89. Minute, als der eingewechselte Marvin Zimmermann nach einem Konter zum 4:1 traf.

Allerdings sah Backnangs Michl Bauer in der Nachspielzeit noch Gelb-Rot. Er hatte erst in der 87. Minute Gelb gesehen. Dann leistete er sich wenig später noch ein Foul und von Schiedsrichter Herbst gab’s die Ampelkarte. Der Abwehrorganisator darf sich das Heimspiel gegen Tübingen nun von draußen anschauen.

Backnangs Trainer Evangelos Sbonias urteilte: „Wir haben zwar wieder einmal Geschenke an den Gegner verteilt, aber das passiert aufgrund unserer Spielweise. Wir können nicht immer Hurrafußball bieten. Aber wir hatten die Begegnung jederzeit unter Kontrolle.“

TSG Hofherrnweiler-Unterrombach: Landgraf – Weisensee, Rief, Leister, Horlacher – Zahner, Sedlmayer (81. Fichtner) – Rieger (70. Avduli), Weidl (46. Köhnlein), Erol (46. Zolnai) – Queiroz Serejao.

TSG Backnang: Knauss – Beaz-Ayala (87. Mägerle), Bauer, Tichy (73. Doser), Dannhäußer – Wiesheu – Leon Maier, Geldner (76. Zimmermann), Loris Maier (80. Varallo), Binakaj – Marinic.

Tore: 0:1 (15.) Geldner, 1:1 (24.) Erol, 1:2 (35.), 1:3 (38.) Marinic, 1:4 (89.) Zimmermann. – Gelb-Rot: (90.+2) Bauer. – Schiedsrichter: Herbst (Nehren). – Zuschauer: 120.

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Fußball-Verbandsligist verliert WFV-Pokal-Drittrundenspiel gegen den Drittligisten Großaspach nach 1:0-Führung letztlich mit 2:4

Quelle: Backnanger Kreiszeitung vom 28.08.19 / Foto: Volker Müller

Raus mit Applaus: Trotz einer vor allem in der ersten Halbzeit starken Leistung und der folgerichtigen 1:0-Führung zog Fußball-Verbandsligist TSG Backnang im WFV-Pokal-Drittrundenspiel gegen den Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach mit 2:4 den Kürzeren. Die Gäste verdienten sich den Einzug ins Achtelfinale mit einer deutlichen Steigerung im zweiten Durchgang, die nicht zuletzt vom Ausgleich kurz vor und dem zweiten Treffer kurz nach der Pause ausgelöst wurde.

Schon vor dem Anpfiff hatte den Außenseiter die erste Hiobsbotschaft ereilt: Mario Marinic musste mit leichten Knieproblemen passen. „Das ist bitter, das tut extrem weh“, sagte Backnangs Torjäger, auf dessen Schultern die Hoffnungen auf eine Überraschung nicht zuletzt geruht hatten. „Wer weiß, ob ich so ein Spiel noch einmal erlebe“, grübelte der 34-Jährige, der seinen Mitstreitern am Spielfeldrand die Daumen drückte und schon nach acht Minuten das 1:0 bejubeln durfte. Shqiprim Binakaj, der vor dieser Runde nach elf Jahren im Aspacher Dress in die Etzwiesen zurückgekehrt war, schenkte seinen Ex-Kollegen prompt einen ein. Der Führungstreffer nährte den Glauben der Hausherren, den ungeliebten Nachbarn wirklich rauskegeln zu können, während sich die Gäste zumindest tief im Inneren die Frage gestellt haben dürften, ob ihnen nach den bitteren Erlebnissen in den vergangenen Jahren womöglich eine weitere Pokal-Blamage drohen könnte.

„Wir wollten schon etwas leichter in die Partie finden, als es sich in der ersten Viertelstunde dargestellt hat“, räumte Oliver Zapel ein, nachdem für den Favoriten letzten Endes alles noch einmal gut gegangen war: „Das war nicht so, wie wir es geplant hatten, das 0:1 hat uns natürlich nicht in die Karten gespielt.“ Den Rest der ersten Halbzeit sah der SG-Trainer aber nicht so kritisch, wie es angesichts der Möglichkeiten des Verbandsligisten, die Führung mit etwas Glück sogar noch auszubauen, vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Stattdessen billigte der 51-Jährige seinem Team zu, „nach einer kurzen Phase des Berappelns spielerische Ansätze gefunden und Chancen entwickelt zu haben, wenngleich die TSG mit ihren Nadelstichen immer wieder gefährlich war und wir deshalb aufpassen mussten, nicht das zweite Tor zu fangen“.

Eine Hundertprozentige für den Drittligisten vergab Eric Hottmann, „freier geht es ja kaum“, ärgerte sich Zapel. Dagegen war beim 1:1 kurz der Pause von Dominik Martinovic eine Portion Dusel dabei, was Backnangs Torwart Marcel Knauss mächtig wurmte: „Dass wir nach einer Standardsituation nicht richtig wach sind, der von mir gehaltene Ball einem Mitspieler an die Brust springt und dem Gegner vor die Füße fällt, war sehr unglücklich.“ Damit nicht genug: Auch das 1:2 unmittelbar nach dem Seitenwechsel fiel unter tatkräftiger Mithilfe der Hausherren. „Da haben wir außen noch gepennt, auch in der Mitte war keiner beim Mann und dann schiebt er mir den Ball durch die Beine“, schildert Knauss den Treffer von Marco Hingerl.

Diese Unachtsamkeiten brachten die so couragiert auftretenden und immer wieder mit schnellem Direktspiel das Mittelfeld überbrückenden Murrtaler auf die Verliererstraße, ein Sonntagsschuss von Onur Ünlücifci zum 3:1 (60.) der Gäste tat sein Übriges. „Damit war die Partie eigentlich gelaufen“, analysierte TSG-Co-Trainer Darko Milosevic, der mit dem anderen Assistenten Salvatore Rivarolo den im Urlaub weilenden Chefcoach Evangelos Sbonias vertrat: „Nach unserem 2:4 hatten wir aber noch zwei richtig gute Torchancen – fällt hier das 3:4, geht’s immer noch fünf, sechs Minuten.“ Der Anschlusstreffer blieb aber aus, die SG zog ins Achtelfinale ein.

Ein letztlich verdienter Erfolg, weil die Aspacher in den zweiten 45 Minuten zeigten, warum sie in der Dritten Liga immerhin schon sieben Punkte gesammelt haben. Das freute auch ihren Trainer, der viel Lob für seine Truppe parat hatte: „In der zweiten Hälfte haben wir bemerkenswert gut gespielt, alles war viel leichtfüßiger und geschmeidiger. Unsere Tore waren aus dem obersten Regal des Kombinationsfußballs. Wir müssen das Spiel noch mit mindestens zwei Toren höher gewinnen.“

Das wiederum wäre in Anbetracht der über weite Strecken starken Leistung des Backnanger Verbandsligisten aber doch des Guten zu viel gewesen. Nicht einmal nach dem zwischenzeitlichen 1:4 fügten sich die Roten einfach in ihr Schicksal, sondern bewiesen Moral. „Wir haben weiter Gas gegeben“, lobte Routinier Binakaj sich und seine Kollegen, die sich nach dem Pokalaus nun auf den Kampf um Punkte konzentrieren können und als Spitzenreiter nach vier Spielen eine gute Ausgangsposition haben: „Wir wollen so lange wie möglich da oben bleiben“, kündigt Binakaj an und richtet den Blick auf das Duell mit dem punktgleichen Zweiten FSV Hollenbach am Samstag (14 Uhr, Etzwiesenstadion): „Wir freuen uns auf das Spitzenspiel.“ Zur selben Zeit ist der Sonnenhof beim Drittliga-Fünften in Halle gefordert, ehe im weiteren Verlauf der Runde auch mal wieder der WFV-Pokal in den Blickpunkt rücken wird. Als einziger Drittligist im Wettbewerb soll die Trophäe her. Raus mit Applaus ist für Großaspach zu wenig.

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MarcelKnauss

Marcel
Knauss

Position: Torspieler
Rückennummer: 1
Jahrgang: 1996
MichaelQuattlender

Michael
Quattlender

Position: Torspieler
Rückennummer: 25
Jahrgang: 1987
MikaWilhelm

Mika
Wilhelm

Position: Torspieler
Rückennummer: 30
Jahrgang: 1999
MichlBauer

Michl
Bauer

Position: Angriff
Rückennummer: 26
Jahrgang: 1998
JannikDannhäußer

Jannik
Dannhäußer

Position: Abwehr
Rückennummer: 23
Jahrgang: 1995
ThomasDoser

Thomas
Doser

Position: Abwehr
Rückennummer: 18
Jahrgang: 1989
MarcMägerle

Marc
Mägerle

Position: Abwehr
Rückennummer: 5
Jahrgang: 1991
ShqiprimBinakaj

Shqiprim
Binakaj

Position: Abwehr
Rückennummer: 8
Jahrgang: 1989
PatrickTichy

Patrick
Tichy

Position: Abwehr
Rückennummer: 20
Jahrgang: 1993
DimisNaoumis

Dimis
Naoumis

Position: Abwehr
Rückennummer: 14
Jahrgang: 2000
OguzhanBiyik

Oguzhan
Biyik

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 7
Jahrgang: 1986
DavidKienast

David
Kienast

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 31
Jahrgang: 1989
JulianGeldner

Julian
Geldner

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 6
Jahrgang: 1996
LeonMaier

Leon
Maier

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 22
Jahrgang: 1999
LorisMaier

Loris
Maier

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 16
Jahrgang: 1999
SaschaSchmalz

Sascha
Schmalz

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 15
Jahrgang: 2000
BenitoBaez-Ayala

Benito
Baez-Ayala

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 21
Jahrgang: 1989
LouisWiesheu

Louis
Wiesheu

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 24
Jahrgang: 1998
NiklasKalafatis

Niklas
Kalafatis

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 19
Jahrgang: 1997
EmmanuelMc Donald

Emmanuel
Mc Donald

Position: Mittelfeld
Rückennummer: 11
Jahrgang: 1999
MarioMarinic

Mario
Marinic

Position: Angriff
Rückennummer: 10
Jahrgang: 1984
MicheleVarallo

Michele
Varallo

Position: Angriff
Rückennummer: 29
Jahrgang:
EvangelosSbonias

Evangelos
Sbonias

Trainer


DarkoMilosevic

Darko
Milosevic

Co-Trainer


SalvatoreRivarolo

Salvatore
Rivarolo

Co-Trainer


RolfWörner

Rolf
Wörner

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VolkerMax

Volker
Max

Physiotherapeut


Dr. med JochenNufer

Dr. med Jochen
Nufer

Mannschaftsarzt


MarcErdmann

Marc
Erdmann

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Avramidis

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